Riesiger Batteriespeicher in der Schweiz geplant

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) installieren in der Gemeinde Volketswil ein riesiges Batteriespeichersystem, das Anfang 2018 in Betrieb gehen und eine Speicherkapazität von rund 7,5 Megawattstunden haben wird. (Foto: © Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) )
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) installieren in der Gemeinde Volketswil ein riesiges Batteriespeichersystem, das Anfang 2018 in Betrieb gehen und eine Speicherkapazität von rund 7,5 Megawattstunden haben wird. (Foto: © Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) )

In der Schweiz wird zurzeit der größte Batteriespeicher des Landes gebaut. Auch wenn er hauptsächlich das Stromnetz stabilisieren soll, könnte er mit einer Kapazität von 7,5 Megawattstunden bis zu 600 Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgen.

12.08.2017 – Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) wollen das Schweizer Stromnetz fit für die Zukunft machen. Dafür installieren sie in der Gemeinde Volketswil ein riesiges Batteriespeichersystem, das Anfang 2018 in Betrieb gehen und eine Speicherkapazität von rund 7,5 Megawattstunden (MWh) haben wird. Mit einer Maximalleistung von 18 Megawatt (MW) handelt es sich dabei um den mit Abstand größten Speicher in der Schweiz, der zurzeit ganz in der Nähe von Zürich gebaut wird.

Nach seiner Fertigstellung könnte das Batteriesystem genügend Strom liefern, um 600 durchschnittliche Vierpersonenhaushalte einen kompletten Tag lang mit Energie zu versorgen. Jedoch soll es im eigentlichen Betrieb dann eher für die Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt werden. „Der Speicher wird Regelenergie für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid zur Verfügung stellen und damit zur Stabilisierung des Stromnetzes von Lissabon bis Istanbul beitragen“, erklärt Marina González Vayá, Fachspezialistin Smart Grid bei den EKZ.

Beitrag für das Stromnetz der Zukunft

Die EKZ haben bereits Erfahrungen mit dem Betrieb und der Integration von Batteriespeichern gesammelt, da sie seit fünf Jahren einen 1-MW-Batteriespeicher am Standort Dietikon betreiben. Nun möchten sie einen weiteren Beitrag für das Stromnetz der Zukunft leisten. Dafür muss das deutlich größere Speichersystem in mehreren Containern untergebracht werden.

„Immer mehr erneuerbare Energiequellen speisen Strom unvorhersehbar ins Netz ein“, sagt Michael Koller, Leiter Technologiemanagement bei den EKZ. „Um die Netzstabilität zu gewährleisten, gewinnen solche dezentralen Speichermöglichkeiten immer mehr an Bedeutung.“ jk

   

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