Berliner beim Klimaschutz gefragt

Für ein klimaneutrales Berlin gibt es bereits Vorschläge und Aktionen von Bürgerseite, doch die finden teilweise kein Gehör. (Foto: Nicole Allé)
Für ein klimaneutrales Berlin gibt es bereits Vorschläge und Aktionen von Bürgerseite, doch die finden teilweise kein Gehör. (Foto: Nicole Allé)

Klimaneutral will Berlin werden, die aktuelle Politik des Berliner Senats diskutiert zwar darüber, doch Taten fehlen. Zu den bisherigen Ideen sollen sich Berliner Bürger nun online äußern und auch Vorschläge einbringen. Die gäbe es allerdings schon.

02.03.2015 – Am 26. Februar 2015 ist die Online-Beteiligung zum Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm angelaufen. Alle Berliner sind aufgerufen, bis zum 16. April 2015 unter www.klimaneutrales.berlin.de die Maßnahmenvorschläge in den fünf Handlungsfeldern des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms – Energieversorgung, Gebäude und Stadtentwicklung, Wirtschaft, private Haushalte und Konsum sowie Verkehr – zu kommentieren. Gleichzeitig können auch neue Vorschläge eingebracht werden.

Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm soll konkrete Maßnahmen und Strategien aufzeigen – es besteht Handlungsbedarf, denn der Berliner Senat hat sich das Ziel gesetzt, Berlin bis zum Jahr 2050 zu einer „klimaneutralen“ Stadt zu gestalten. Das bedeutet, dass Berlin seine städtischen Emissionen bis zum Jahr 2050 auf rund 4,4 Mio. Tonnen senken muss, also um mindestens 85 Prozent verglichen mit dem Basisjahr 1990.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es der Unterstützung der Berliner Stadtgesellschaft – die Entwicklung des Programms erfolgt daher in einem breit angelegten Dialog- und Beteiligungsverfahren. Bürgerinitiativen gibt es, doch dabei wenig Unterstützung vom Senat, etwa bei der geplanten Rekommunalisierung des Berliner Strom- und Gasnetzes initiiert von der BürgerEnergieBerlin-Genossenschaft und dem Berliner Energietisch, auch bspw. bürgergenossenschaftlich organisierte Baugruppen für klimaoptimierte Quartiere erhalten keine politische Unterstützung, Pläne für eine fahrradfreundlichere Stadt wurden bislang nicht umgesetzt, Elektroladesäulen mit echtem Ökostrom sind in der Stadt kaum zu finden. na

   

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Keine Kommentare gefunden!

Ihr Kommentar zum Thema

(wird nicht veröffentlicht)

max 2.000 Zeichen

Meinung der Woche

Fokus auf Märkte statt auf die Politik

Die deutsche Solarbranche hat es nicht leicht, zumindest wenn man einigen Prominenten Vertretern Gehör schenkt. Dumping Preise aus China, fehlender politischer Schutz und die Kürzungen vieler Einspeisetarife seien die Gründe für den Absturz einiger einst erfolgreicher Unternehmen. Doch ist das wirklich so?  

Martin Baart
Chief Executive Officer
ecoligo

Umfrage

US-Präsident Donald Trump hat das Pariser Klimaabkommen gekündigt. Wo steht der internationale Klimaschutz?

Meistgelesen