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3. PV-Ausschreibungsrunde: Förderung von 8 Cent pro kWh

Der Zuschlagswert lag bei der dritten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Förderung von 8 Cent/kWh deutlich unter den Werten der beiden vorherigen Runden. (Windwärts Energie GmbH / Fotograf: Mark Mühlhaus/attenzione, CC BY-NC-ND)
Der Zuschlagswert lag bei der dritten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Förderung von 8 Cent/kWh deutlich unter den Werten der beiden vorherigen Runden. (Windwärts Energie GmbH / Fotograf: Mark Mühlhaus/attenzione, CC BY-NC-ND)

In der dritten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen haben nun auch endlich Bürgerprojekte Zuschläge erhalten. Der Zuschlagswert lag diesmal mit einer Förderung von 8 Cent pro Kilowattstunde (kWh) unter den vorherigen Werten.

09.01.2016 – 127 Gebote mit einer Kapazität von 562 Megawatt (MW) gingen bei der zuständigen Bundesnetzagentur ein, die bei dieser dritten Auktion 200 MW ausgeschrieben hatte. 43 Gebote erhielten einen Zuschlag, darunter zwei Bürgerenergiegenossenschaften, drei Gesellschaften und drei Privatpersonen. Somit waren erstmals auch Gebote von kleinen Akteuren und Bürgerprojekten erfolgreich. Bei den vorherigen Ausschreibungsrunden war die Akteursvielfalt stark eingebrochen und Bürgerprojekte gar nicht vertreten.

Der nun von der Bundesnetzagentur bekannt gegebene Förderbetrag von 8 Cent pro kWh liegt dabei niedriger als in den vorherigen Ausschreibungen mit 8,49 bzw. 9,17 Cent/kWh. Die Förderung wurde diesmal erneut im Einheitspreisverfahren (uniform pricing) ermittelt. Der Betrag entspricht dabei dem höchsten Gebot, das noch einen Zuschlag erhalten hat und wird auf alle erfolgreichen Gebote angewendet. So ergibt sich ein einheitlicher Förderbetrag.

Ausschreibungen flächendeckend ab 2017

Die Bundesregierung plant, die Ausschreibungsregeln ab 2017 nicht nur für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 1 MW, sondern auch für Windkraft an Land und auf See anzuwenden. Die Förderung mit festen Beträgen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz soll wegfallen. Experten befürchten, dass damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EEG) erneut ausgebremst wird. Denn Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen, dass viele Projekte durch eine zu niedrige Förderung nicht gebaut werden, zudem werde das Gesamtsystem teurer.

Ähnliche Befürchtungen hat offenbar auch die durchführende Bundesnetzagentur. Präsident Jochen Homann fügte bei der Vorstellung des Zuschlagwerts von 8 Cent pro kWh hinzu: „Wir werden genau beobachten, ob die Anlagen zu diesem Förderniveau auch tatsächlich gebaut werden.“ cw

   

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