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China schließt über tausend Kohleminen

Der „Zwangsurlaub“ von Bergarbeitern zum chinesischen Frühjahrsfest führte bei einigen bereits zu Befürchtungen, Kohleminen könnten schließen. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)
Der „Zwangsurlaub“ von Bergarbeitern zum chinesischen Frühjahrsfest führte bei einigen bereits zu Befürchtungen, Kohleminen könnten schließen. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)

China produziert mehr Kohle als das Land selbst oder der Weltmarkt benötigt, nun kühlt auch die Konjunktur ab. Deshalb sollen noch in diesem Jahr mehr als tausend Kohlebergwerke schließen. Auch in anderen Sektoren werden Überkapazitäten abgebaut.

23.02.2016 – Die Schließung der Kohleminen entspricht einer Reduzierung der chinesischen Kapazität von 60 Millionen Tonnen Kohle, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Das entspricht in etwa 1,5 Prozent der chinesischen Jahresproduktion. Zudem soll in den nächsten drei bis fünf Jahren die Kohleproduktion noch einmal um 500 Millionen Tonnen gedrosselt werden, eine Reduzierung um mehr als zehn Prozent. Auch die Herstellung von Stahl soll sinken, die chinesische Führung hat eine Kürzung im Volumen bis zu 150 Millionen Tonnen beschlossen.

Was gut für Klima und Umwelt ist, hat allerdings nur wenig mit der Energiewende in China zu tun. Zwar investiert die Volksrepublik wie kein anderes Land in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, doch auch Atom- und Kohlekraftwerke werden in großen Mengen neu gebaut. Die Chinesen benötigen für ihre wachsende Wirtschaft und den wachsenden Wohlstand immer mehr Energie und andere Materialien. In den vergangenen Jahren wurden dabei in vielen Sparten Überkapazitäten aufgebaut, doch offenbar hat sich die chinesische Führung verkalkuliert. Durch die nun schwache Konjunktur werden weniger Kohle, Stahl und Zement benötigt.

Bereits Mitte Februar schickten die Betreiber von Minen in der Kohleprovinz Shanxi ihre Arbeiter erstmals seit Jahren wieder für das chinesische Frühlingsfest nach Hause zu ihren Familien. Der Nationale Chinesische Verband der Kohleproduzenten (NCVK) hatte aufgrund der massiven Überkapazitäten dazu aufgerufen. cw

   

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