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USA und Frankreich helfen bei Fukushima-Bergung

Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den verunglückten Reaktoren gilt als größtes Problem. Ab 2021 sollen die Bergungsarbeiten beginnen. (Foto: Greg Webb / IAEA, CC BY-SA 2.0, https://www.flickr.com/photos/iaea_imagebank/5764778687)
Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den verunglückten Reaktoren gilt als größtes Problem. Ab 2021 sollen die Bergungsarbeiten beginnen. (Foto: Greg Webb / IAEA, CC BY-SA 2.0, https://www.flickr.com/photos/iaea_imagebank/5764778687)

Die USA und Frankreich unterstützen Japan bei den Aufräumarbeiten im havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Gemeinsam soll eine Technik zum Bergen geschmolzener Brennstäbe entwickelt werden. Ab 2021 will das Forschungsteam die Bergung beginnen.

16.03.2016 – Bei der Zusammenarbeit geht es auch um Grundlagenforschung, denn die Bergung geschmolzener Brennstäbe wurde bisher kaum erforscht und schon gar nicht durchgeführt. Konkret soll das US-Energieministerium den japanischen Behörden helfen, Technik und Ausrüstung zur sicheren Entsorgung von hochradioaktivem Abfall zu entwickeln. Gemeinsam mit Frankreichs nationaler Forschungsagentur will Japan zudem Roboter und Aufnahmetechnologien für den Einsatz in verseuchten Gebieten entwickeln. Die japanische Regierung fördert die Forschungsarbeiten mit gut 26 Millionen US-Dollar aus einem Fukushima-Technologie-Fonds.

Die Forschungsarbeiten sollen darin münden, dass 2021 schrittweise mit der Stilllegung der Reaktoren begonnen werden kann. Insgesamt werden die Aufräumarbeiten wohl mindestens vier Jahrzehnte andauern, die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe gilt dabei als größtes Problem. Eine Lösung wie in Tschernobyl, wo keine Bergung stattfand, sondern ein Beton-Sarkophag um und über dem Reaktor errichtet wurde, lehnen die Region in Tokio und die Bevölkerung ab.

Die Japaner wollen das Problem mit neuen Technologien lösen und es verwundert kaum, dass Franzosen und US-Amerikaner helfen. Denn die drei Länder sind die führenden Atomnationen und betreiben zusammen mehr als die Hälfte aller Atomreaktoren weltweilt. An der Entwicklung von Technologien zur Bergung geschmolzener Brennstäbe haben also die USA und Frankreich großes Interesse. Auch Japan kehrt wieder zur Atomkraft zurück und hat bereits im vergangenen Jahr die ersten beiden Atomreaktoren wieder in Betrieb genommen. cw

   

Forum

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  1. Andi
    Andi 17.03.2016, 11:08 Uhr
    Wenn man diesen Aufwand, zeitlich wie finanziell betrachtet, kann man nur noch den Kopf schütteln, wenn überhaupt noch eine Nation darüber nachdenkt neue Atomkraftwerke zu errichten. Diese Technologie ist einer der teuersten und fatalsten Projekte die die Menschheit je hervorgebracht hat. Nur kapieren tun wir es einfach nicht...

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Unter diesem Arbeitstitel hab ich am 23.8.2016 im Sonnen­flüsterer-Blog von einem Megafest nach Abschalten aller deutschen Atomkraftwerke geschrieben. Bescheiden wie ich bin, hab ich an zig- bis Hunderttausende gedacht, doch diese ersten Überlegungen verworfen: Wir sollten in der Lage sein, 2 Mio. plus X Menschen zum zentralen Fest zu holen!  

Erhard Renz
sonnenfluesterer.de

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