Förderung fossiler Heizungen soll 2019 auslaufen

Mit dem Ausstieg aus der Förderung von rein fossilen Heizungen im Jahr 2019 wird eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt. (Foto: Tama66 / pixabay.com, CC0 Public Domain)
Mit dem Ausstieg aus der Förderung von rein fossilen Heizungen im Jahr 2019 wird eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt. (Foto: Tama66 / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Um den Übergang zu mehr Erneuer­baren im Wärmemarkt zu unterstützen, werden hybride Heizungs­systeme mit einem regenerativen Energieanteil zukünftig stärker vom BMWi gefördert. Gleichzeitig soll die Förderung von fossilen Heiz­kesseln ab 2019 auslaufen.

17.05.2017 – Mit seiner neuen „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus Erneuerbaren Energien“ will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seine Fördermittel stärker an aktuelle Anforderungen der Energiewende anpassen. So werden hybride Heizungssysteme zukünftig vermehrt gefördert – sofern sie auch Erneuerbare Energien mit einbeziehen. Außerdem soll die Förderung von Heizkesseln, die ausschließlich fossile Energieträger verwenden, im Jahr 2019 auslaufen.

Der Staatssekretär im BMWi Rainer Baake begründet diesen Schritt damit, dass die finanzielle Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der deutschen energie- und klimapolitischen Ziele leistet. „Mit der neuen Förderstrategie wollen wir die Beratungs- und Investitionsprogramme optimieren, indem wir sie klarer strukturieren und noch adressatengerechter ausrichten“, so Baake. Daher soll das bestehende Förderangebot leichter erfassbar und zugänglich sein. „Mit dem Ausstieg aus der Förderung von rein fossilen Heizungen in 2019 setzen wir zugleich eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzplans 2050 um“, so Baake weiter.

BMWi definiert vier Förderschwerpunkte

Zudem bündelt das Wirtschaftsministerium alle Förderangebote in vier unterschiedliche Schwerpunktbereiche. Die Blöcke Energieberatung, energieeffiziente Gebäude, Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe sowie Wärmeinfrastruktur sollen dabei die unterschiedlichen Bausteine zusammenfassen.

Außerdem soll das Förderangebot zukünftig nach der Höhe der Investitionen gestaffelt werden, wodurch Anreize für einen Fortschritt beim Energiesparen entstehen sollen. Dabei wird das Förderangebot umso attraktiver, je ambitionierter die Investitionen sind. So werden nicht nur ganzheitliche und umfassende Sanierungsmaßnahmen unterstützt, sondern auch kleinere Einstiege in die Energiesparmaßnahmen. Dadurch soll die Hürde für die Unternehmen, die bisher noch keine Effizienzmaßnahmen vorgenommen haben, gesenkt werden.

Auch wenn das BMWi mit seiner neuen Förderstrategie mehr Übersichtlichkeit und Vereinfachungen schafft, indem es zum Beispiel einen One Stop Shop für einen leichten Zugang zur Förderung einrichtet, wäre trotzdem noch eine ambitioniertere Unterstützung der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich möglich gewesen. So hätte etwa die Förderung des fossilen Teils hybrider Anlagen gestrichen werden können, was einen stärkeren Anreiz zum Einbau komplett regenerativer Heizungsanlagen gesetzt hätte. Trotzdem sendet das Wirtschaftsministerium hierzulande ein wichtiges Signal in Richtung einer zügigen Wärmewende. jk

   

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Martin Baart
Chief Executive Officer
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