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Wette auf die Zukunft: Offshore-Windpark ohne Subventionen

In der Ostsee betreibt EnBW bereits die beiden Windparks Baltic 1 und Baltic 2. (Foto: EnBW/Matthias Ibeler)
In der Ostsee betreibt EnBW bereits die beiden Windparks Baltic 1 und Baltic 2. (Foto: EnBW/Matthias Ibeler)

Der Energiekonzern EnBW will den ersten Offshore-Windpark ohne EEG-Förderung bauen. Eine kleine Sensation, die zeigt, wie weit die Windkraft bereits ist. Allerdings: Es ist eine Wette auf steigende Strompreise und sinkende Kosten in der Zukunft.

19.04.2017 – Denn aktuell würde der geplante Windpark He Dreiht in der Nordsee wohl Verluste schreiben. Die Strompreise an der Leipziger Börse sind zu gering, die Investitionskosten noch zu hoch. EnBW betreibt also eine Wette auf die Zukunft: Wenn der Windpark 2025 ans Netz geht erwarten die Stuttgarter aufgrund des Atomausstiegs und anziehender Emissionshandelspreise höhere Strompreise. Zudem setzen sie auf „zahlreiche technologische Weiterentwicklungen“ und Effizienzsteigerungen in der Windkraftindustrie.

Tatsächlich hat sich die Windindustrie und allen voran die Offshore-Windindustrie in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und große Effizienzsteigerungen vorzuweisen. Größere und leistungsstärkere Turbinen, optimierte Prozesse und Skaleneffekte schlagen sich auch im Preis nieder. Zudem weise der Offshore-Windpark He Dreiht „unter Kosten- und Effizienzgesichtspunkten eine in Deutschland einzigartige Kombination von Vorteilen auf“, so EnBW.

Besonders niedrige Stromgestehungskosten

Mit einer geplanten installierten Leistung von 900 Megawatt ist der Windpark mit Abstand das größte Einzelprojekt in der Offshore-Ausschreibungsrunde. Die Größe führe – zusammen mit der fortschreitenden Technologieentwicklung und weiteren Professionalisierung in der Windenergiebranche – zu sinkenden Kosten. Wichtige Synergie- und Kostensenkungseffekte sieht EnBW durch die Nähe zu zwei anderen Konzern-eigenen Windparks in der Nordsee. Die Faktoren führen dazu, dass He Dreiht „besonders niedrige Stromgestehungskosten haben wird und ohne Förderung realisiert und betrieben werden kann.“

Dass der Windpark ohne EEG-Vergütung auskommt, kann also nicht auf andere Projekte übertragen werden. Ob der Plan von EnBW aufgeht, die Kosten so deutlich sinken und die Strompreise steigen, ist auch noch nicht ausgemacht. Dennoch zeigt das Beispiel He Dreiht: Die Erneuerbaren Energien, ob Solarenergie, Windkraft an Land oder auf See, werden immer günstiger und sind nicht nur aufgrund von Klimaschutz und gesundheitlichen Folgen die erste Wahl bei der Energieerzeugung, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. cw

   

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  1. Eitel Heck
    Eitel Heck 21.04.2017, 10:00 Uhr
    Ich finde es richtig, dass EnBW den Offshore-Windpark ohne EEG-Fördergelder baut.
    Der Bundesrechnungshof hat im Januar dieses Jahres auf ineffiziente Förderprogramme bei der Energiewende hingewiesen.
    Windkraftanlagen haben ihre Berechtigung im effizienten Strommix mit anderen innovativen Technologien der Stromerzeugung.
    Die Fördergelder sollten vorrangig für die Entwicklung innovativer Technologien der Energieerzeugung eingesetzt werden.
    Das betrifft aus meiner Sicht:
    1.zur innovativen Stromerzeugung:
    -Der inhärent sichere, umweltfreundliche Dual Fluid Reaktor, der einen Teil des gegenärtigen atomaren Mülls zur Stromerzeugung nutzen und die Stromerzeugung mit Prozesschemie koppeln kann und kein geologisches Endlager benötigt.
    -Wasserstoffkraftwerke als erneuerbare Stromerzeugung mit Wasserdampfemmission, die in Japan geplant sind.
    2.Zum Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen im Verkehr:
    -Kraftfahrzeuge mit Wasserstoff-Brennzellen( siehe Toyota Mirai),
    -E-Kraftfahrzeuge mit Solar-Batterien( deutsche Entwicklung),
    Bei den wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen zu Windkraftanlagen sollte der technisch-ökonomische Arbeitsstand der Stromspeicherung mitgeteilt werden. Bei Offshore-Anlagen sind Kugelspeicher zur Stromspeicherung vorgesehen.Von der Speicherung des überschüssigen Stroms hängt der weitere Ausbau der Windkraftanlagen ab.Andere Speichertechnologien sind Punpspeicherwerke, Druckluftspeicher, Flüssigbatterien, Power to Gas und to Heat.

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Jürgen Pöschk
Initiator Berliner ENERGIETAGE
Herausgeber des Jahrbuchs „Energieeffizienz in Gebäuden“

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