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Innovativer Windgenerator „IceWind“

Die futuristisch anmutende Anlage IceWind (Foto: IceWind).
Die futuristisch anmutende Anlage IceWind (Foto: IceWind).

Das in Island entwickelte Windrad IceWind hat gegenüber herkömmlichen Generatoren einige Vorzüge. Mit der maximalen Leistung von 1.000 Watt ist es vor allem für Kleinverbraucher geeignet und kann selbst extremen Wetterbedingungen standhalten.

06.01.2015 – Die Wetterverhältnisse in Island sind aufgrund von stürmischen Winden und eisigen Temperaturen im Winter eine Herausforderung für die Erzeugung von Windenergie. Das junge isländische Unternehmen IceWind hat sich diesen angenommen und Windräder entwickelt, die den Bedingungen trotzen können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen, die lange Rotorblätter sowie eine horizontale Ausrichtung aufweisen, besitzt IceWind eine vertikale Ausrichtung sowie in sich verdrehte Rotorblätter.

Die isländischen Entwickler greifen damit auf den Savonius-Rotor, einem Vertikalachsen-Rotor, zurück, der bereits im frühen zwanzigsten Jahrhundert entwickelt wurde. In anderen Formen besteht diese Art der Technologie sogar schon seit einigen Jahrhunderten. In den 1970er Jahren entwickelte die ROTOSOL GmbH eine leicht abgewandelte Form des Savonius-Rotors, die ähnlich wie IceWind zur Stromerzeugung aus Windenergie genutzt werden sollte. Das Modell wurde auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof in Berlin erprobt. Es war zwar ab den 1980er Jahren auf dem Markt erhältlich, verschwand aber genau wie das Unternehmen selbst in der Versenkung.

IceWind hat zahlreiche Vorteile

Durch die senkrechte Rotationsachse dreht sich die IceWind-Anlage nicht beliebig schnell, wie es bei herkömmlichen Windrädern der Fall ist. Ab einer bestimmten Drehzahl wird IceWind nicht weiter vom Wind angetrieben, sondern abgebremst. Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h sind daher völlig unproblematisch. Dies wird auch durch das spezielle Material gewährleistet. Die Anlage besteht aus einer Mischung aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, Edelstahl und besonders festem Aluminium.

Ab Windgeschwindigkeiten von 7,2 km/h kann IceWind bereits Strom produzieren. Die Anlage ist dabei mit unter 35 Dezibel fast geräuschlos. Aufgrund der Bauweise ist außerdem eine direkte Windausrichtung, wie es bei konventionellen Windrädern der Fall ist, nicht erforderlich. Zudem wirbt der Hersteller damit, dass IceWind keine Gefahr für Vögel darstellt. Aufgrund des aus den Schaufeln austretenden Windes können diese den Generatoren gar nicht erst zu nahe kommen.

Anfang 2016 startet Verkauf von IceWind

Das Unternehmen IceWind bietet seine Windgeneratoren in drei unterschiedlichen Leistungsklassen an. Es wird je nach Bedarf in der 300, 600 und der 1000 Watt Version angeboten. Zwar ist die Energieversorgung von Island bereits vollständig regenerativ, jedoch sind sowieso eher die etwa 330.000 Einwohner die zentrale Zielgruppe von IceWind. Private Haushalte können die Generatoren auf dem Dach oder im Garten installieren und sich so dezentral mit Energie versorgen. jk

   

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Journalist und Buchautor
www.sonnenseite.com

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