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DGNB Preis für ein genossenschaftliches Wohnprojekt

Projekt wagnisART in München: Die Bewohner wurden in den Planungsprozess mit einbezogen. (Foto: Julia Knop / © wagnisART)
Projekt wagnisART in München: Die Bewohner wurden in den Planungsprozess mit einbezogen. (Foto: Julia Knop / © wagnisART)

Bauen für und mit Menschen, nutzen statt besitzen: Das genossenschaftliche Wohnungsbauprojekt wagnisART ist mit dem DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ prämiert worden. Gemeinschaftlicher Lebensraum und ein nachhaltiger Lebenszyklus stehen hier im Fokus.

13.12.2017 –„Wir leben in einer Zeit, in der wir den Wert von Gemeinschaft nicht hoch genug schätzen können“, erläuterte DGNB Präsident Alexander Rudolphi die Entscheidung der Jury für das Projekt. „Das Projekt wagnisART zeigt auf beispielhafte Weise, wie nachhaltige Architektur das Miteinander fördern und ein lebenswertes Wohnumfeld schaffen kann.“ Drei Projekte waren für den DGNB-Preis nominiert worden.

Bei dem von ARGE bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten entworfenen Projekt entstand durch die intensive Einbindung der zukünftigen Bewohner in den Planungsprozess eine bemerkenswerte, die Gemeinschaft fördernde Architektur. Sie zeige sich auch in der außergewöhnlichen Anordnung, Verbindung und Ausformung der fünf einzelnen Gebäude, so die Jury. Das Passivhaus mit niedrigem Wärmebedarf und günstigem A/V Wert, Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise und Mobilitätskonzept, erfülle die Anforderungen einer zeitgemäßen Bauweise.

Gemeinsam nutzen statt besitzen

Ziel von wagnisART ist es, den ökologischen Fußabdruck beim Bauen und im individuellen sowie gemeinschaftlichen Leben zu verringern sowie den Technik-Aufwand in Grenzen zu halten. Auch eine grüne Umgebung spielt eine große Rolle: etwa mit gemeinschaftlichen Dachlandschaften, Spielflächen und Gemeinschaftsgärten.

In den Bauprozess und danach werden alle Lebenszyklusphasen eines Gebäudes in die Planung mit einbezogen. So kann nicht nur der Energieaufwand für Heizen, Warmwasser und Stromverbrauch, sondern auch den Material- und Energieaufwand für den Bau des Gebäudes optimiert werden. Dazu wird eine ökologische Lebenszyklusanalyse, in der der Energieaufwand und Treibhausgasausstoß für Erstellung, Nutzung und Entsorgung der Gebäude berechnet wird, erstellt. Erste Ergebnisse im Projekt zeigen, dass die sogenannte „graue Energie", die im Gebäude verbaut ist, ungefähr der Energie entspricht, die alle Bewohner in 12 Jahren für Heizung und Warmwasser verbrauchen. Einen besonders positiven Effekt hätten dabei, so die Projektierer, die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und die Erzeugung von Erneuerbarer Energie am Gebäude. na


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