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Mit 2000 Watt in der Energiestadt

Die Gebäude von Greencity erfüllen strenge Kriterien für die effiziente Energienutzung, die Energieversorgung im Quartier erfolgt über Erneuerbare Energien. (FBild: ©Bild: Losinger Marazzi AG)
Die Gebäude von Greencity erfüllen strenge Kriterien für die effiziente Energienutzung, die Energieversorgung im Quartier erfolgt über Erneuerbare Energien. (FBild: ©Bild: Losinger Marazzi AG)

Ein Energieverbrauch von 2000 Watt pro Person ist möglich, das zeigen einige sogenannte Energiestädte in der Schweiz. Auch die Greencity in Zürich ist auf dem Weg zum 2000-Watt-Quartier. Die Energieversorgung soll 100 Prozent erneuerbar erfolgen.

Ein Energieverbrauch von 2000 Watt pro Person ist möglich, das zeigen einige sogenannte Energiestädte in der Schweiz. Auch die Greencity in Zürich ist auf dem Weg zum 2000-Watt-Quartier. Die Energieversorgung soll 100 Prozent erneuerbar erfolgen.

07.07.2015 – Industriebrachen in der Stadt sind eine interessante städtebauliche Aufgabe und bieten eine Chance für die Zukunft der Energiewende. Im Jahr 2007 stellte die Papierfabrik Sihl in Zürich-Wollishofen die Produktion ein. Es stellte sich die Frage, wie man das riesige Gelände energieeffizient und umweltfreundlich nutzen könnte. Nun entsteht hier nach Angaben des Trägerverein Energiestadt die Überbauung Greencity mit 740 Wohnungen, Bürogebäuden, Läden und Restaurants, Hotel und Schule. Ab 2017 ist der Einzug der ersten Bewohner geplant – die dann pro Kopf nur noch 2000 Watt Energie benötigen sollen – zumindest in ihrem Viertel.

In der Schweiz liegt der Verbrauch derzeit bei 5.900 Watt pro Einwohner: Es muss sich also mehr als halbieren – das sind ambitionierte Ziele, ist das überhaupt realistisch? Zunächst einmal erfüllen die Gebäude strenge Kriterien für effiziente Energienutzung, den Minergie-P-Eco für Wohngebäude und Leed Platinum für Bürogebäude. Zudem müssen sie die 2000-Watt-Vorgaben für Erstellung, Betrieb und Mobilität einhalten. Ziel ist es zudem, das Areal mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien zu versorgen: mit Photovoltaik auf den Dächern und Wärmegewinnung aus dem Grundwasser. Überschüssige Abwärme wird indes unterirdisch gespeichert.

Greencity ist nicht das erste Projekt dieser Art. Sieben weitere Überbauungen im großen Maßstab haben schon die Auszeichnung als 2000-Watt-Areal in Entwicklung erhalten, zuletzt im März 2015 die Siedlung Sihlbogen in Zürich. Zudem sind 371 Gemeinden in der Schweiz bereits Energiestadt. na


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Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Andi 07.07.2015, 15:15:45

+218 Gut Antworten

2000 Watt pro Stunde, Tag, permanent oder wie? Vlt. kann das noch präzisiert werden. Verstehe das so leider noch nicht.

Redaktion energiezukunft 07.07.2015, 15:32:19

+202 Gut Antworten

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist ein energiepolitisches Modell, das im Rahmen des Programms Novatlantis an der ETH Zürich entwickelt wurde. Gemäß dieser Vision sollte der Energiebedarf jedes Erdenbewohners einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt entsprechen. 2000 Watt (oder entsprechend 2 Kilojoule pro Sekunde) entsprechen dem Wert von 1990 mit einem Weltjahresverbrauch von 17.500 Kilowattstunden pro Person. Wird das Modell weiter ins Detail gerechnet, heißt dies: 2000 Joule pro Sekunde bzw. 48 Kilowattstunden pro Tag bzw. 17500 Kilowattstunden pro Jahr bzw. ein Verbrauch von rund 1.700 Liter Heizöl oder Benzin pro Jahr und Person. siehe hier http://www.2000watt.ch

Andi 07.07.2015, 16:10:54

+212 Gut Antworten

Vielen Dank! :)

 

Gruß

 

A. Fischer


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