Klimagerechtigkeit: Passivhaus fördert Photovoltaik in Bangladesch

Soziale Gerechtigkeit global denken – beim Passivhaus-Abend Ende November erläutern Akteure, wie sie durch Bauprojekte in Deutschland die Lebensumstände in weniger privilegierten Ländern unterstützen, etwa mit PV-Anlagen auf Schiffen in Bangladesch.
24.11.2025 – Beim Passivhaus-Abend im November wird soziale Gerechtigkeit global gedacht: Passivhäuser als Auslöser von Partnerprojekten findet am Mittwoch, 26. November 2025 als Webinar statt. Die drei Referenten erläutern, wie ihre Passivhaus-Projekte in Deutschland dazu geführt haben, die Lebensumstände der Bevölkerung in weniger privilegierten Ländern ein wenig zu verbessern. Die Absprache mit dem Passivhaus Institut ermöglichte es, bei der Zertifizierung zum Passivhaus Premium den Nachweis Erneuerbarer Energie nicht nur unmittelbar am Gebäude zu erbringen, sondern auch in anderen Gegenden der Welt. Dadurch sind heute Photovoltaik-Module unter anderem auf drei Schiffen in Bangladesch installiert.
Erneuerbarer Strom für die Bildung
Die Schiffe dienen in der regelmäßig von Überschwemmungen betroffenen Region Pabna als schwimmende Schule, Krankenstation sowie als Schulungsraum. Die PV-Anlagen werden für den Betrieb von Computern, Druckern, Beamern sowie für die Beleuchtung genutzt, ebenso zum Aufladen von Lampen für die Schülerinnen und Schüler sowie die Bevölkerung.
Initiiert hat diese Kooperation der Münchner Architekt Rainer Vallentin, der dafür den Verein Partnerprojects gründete. In Bangladesch stieß Vallentin auf die professionell geführte Nichtregierungsorganisation Shidhulai Swanirvar Sangstha von Mohammed Rezwan.
Anspruchsdenken überprüfen
„Wer die Lebensbedingungen von Menschen kennenlernt, die durch Armut und Klimawandel bedroht sind, der kann auch die eigene Anspruchshaltung überprüfen und eine neue Praxis der Nachhaltigkeit begründen. Mir war wichtig, dass andere von unseren Bauprojekten, die wir hier in Deutschland umsetzen, profitieren. Und dann habe ich angefangen, nach Partnern zu suchen“, sagt Rainer Vallentin. Wichtig sei es, auch die Bevölkerung vor Ort einzubinden, um eine hohe Akzeptanz des Projekts zu erzielen.
Zusammen mit den Architekten Guido Schuler und Sebastian Früh erläutert Vallentin beim Passivhaus-Abend die Kooperationen der vergangenen Jahre. Die drei PV-Anlagen in Bangladesch zum Beispiel ergeben rein rechnerisch einen Jahresertrag von rund 5.400 Kilowattstunden Strom. Mit der NGO von Mohammed Rezwan wurde auch die Verantwortung für Betrieb, Wartung und Instandsetzung der Anlagen geregelt.
Ein weiteres Projekt: Das Fachwissen aus Bangladesch im Schiffsbau ist mittlerweile auch in München zu sehen: Auf dem Dach einer Schule steht ein beeindruckender Pausenraum in Schiffsform, der zusammen mit dem Partner in Fernost realisiert wurde.
Passivhaus-Abend zu globaler Kooperation beim nachhaltigen Bauen – 26. November 2025
Der Passivhaus-Abend am 26. November 2025 findet als Webinar statt und ist als Fortbildung anerkannt. Die Teilnahme daran ist gebührenfrei.
Weitere Passivhaus-Webinare 2026
Die Teilnahme an allen Passivhaus-Webinaren ist gebührenfrei, sie sind als Fortbildungen anerkannt. Mit diesen Veranstaltungen informieren das Passivhaus Institut, die beiden deutschsprachigen Netzwerke IG Passivhaus und Passivhaus Austria sowie die Passivhaus Dienstleistung GmbH über aktuelle Themen des hoch energieeffizienten Bauens und Sanierens. Die Veranstaltungen für 2026 sind aktuell in Vorbereitung. Anmeldungen für die Passivhaus-Abende auf der Homepage der IG Passivhaus.




















































