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Vom Bauprodukt zum nachhaltigen Gebäude

Das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) hat jetzt ein kleines Video veröffentlicht, das den Weg zur Gebäudezertifizierung mit EPDs zeigt.
Das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) hat jetzt ein kleines Video veröffentlicht, das den Weg zur Gebäudezertifizierung mit EPDs zeigt.

Welche Faktoren entscheiden, ob ein Gebäude nachhaltig ist? Am Ende zählt die Ökobilanz, dabei muss der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet werden, angefangen bei der Herstellung der Bauprodukte. Ein kleiner Film vom IBU zeigt die Methodik der nachhaltigen Gebäudezertifizierung mit EPDs.

04.07.2017 – Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde, häufig wird er jedoch nicht trennscharf und bisweilen inflationär verwendet. Wer mit Nachhaltigkeit wirbt, sollte dies belegen können. Genau das macht die Baustoffindustrie mit ihren Umwelt-Produktdeklarationen (EPD – Environmental Product-Declarations), die ein wichtiges Instrument für die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden sind. Das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU), ein Zusammenschluss von Baustoffherstellern, hat jetzt ein kleines Video veröffentlicht, das den Weg zur Gebäudezertifizierung mit EPDs einfach erläutert.

„Der Begriff Nachhaltigkeit lässt sich nicht auf eine einzige Kennzahl herunterbrechen, wie zum Beispiel die CO2-Emissionen“, erklärt Burkhart Lehmann, Geschäftsführer des IBU. Denn „verbaute Produkte entfalten ihre Wirkungen auf die Umwelt erst am Gebäude im Zusammenspiel mit anderen Bauprodukten in einer bestimmten Einbausituation.“

Erst wenn klar ist, was in jedem Einzelteil steckt, welche Ressourcen für jede Stahlplatte, jeden Stein, jeden Liter Farbe, jedes Kilogramm Dämmstoff genutzt wurden, lässt sich die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit eines Gebäudes bewerten. Umwelt-Produktdeklarationen ermöglichen das. Sie dokumentieren, welche Grundstoffe mit welchem Energieaufwand in ein Bauprodukt einfließen und welche Umweltwirkungen von Herstellung über Nutzungsdauer bis zu Entsorgung oder Recycling entstehen.

Die Ökobilanz muss stimmen

Dabei ist eine Vielzahl von Indikatoren entscheidend. Es geht um potentielle Wirkungen auf die Umwelt, wie beispielsweise Versauerung und Überdüngung von Boden und Wasser, Ozonabbau, Treibhauspotential sowie um Ressourcen. Die standardisierten, wissenschaftlich fundierten und von unabhängigen Dritten geprüften Informationen aus den EPDs bilden letztlich die Entscheidungsgrundlage dafür, ob ein Gebäude ein Nachhaltigkeitszertifikat bekommt.

Die Integrale Planung ist das A und O

„Die Integrale Planung ist das A und O“, so Burkhart Lehmann. Das bedeutet, Bauherren, Planer und Architekten berücksichtigen bereits in der Entwurfsphase die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte, um die ideale Kombination von Bauprodukten und -komponenten auszuwählen. „Mit dem Film wollen wir zeigen, wie handfeste ökobilanzielle Daten aus unseren EPDs für die Gebäudezertifizierung genutzt werden.“

Unter dem Dach des IBU bekennen sich mehr als 200 Unternehmen und Verbände zur Nachhaltigkeit im Bauen und sorgen mit der Erstellung von EPDs für ihre Produkte gemeinsam dafür, dass der ökologische Aspekt in die Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden einfließen kann. Welche Faktoren entscheiden, ob ein Gebäude nachhaltig ist? Am Ende zählt die Ökobilanz.


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Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Eitel Heck 17.07.2017, 11:10:46

+102 Gut Antworten

Diesem Artikel stimme ich zu.

Auf dem Gebiet der Energieeinsparung, darunter durch Gebäudesanierung und sparsame Nutzung von Ressourcen ist Deutschland auf dem richtigen Weg.

Da in dem Artikel auch lacke und Farben genannt werden,

weise ich darauf hin, dass die Lackindustrie auf dem Gebiet des Umweltschutzes bereits gute Maßnahmen realisiert hat.

-Im Bausektor kommen generell umweltfreundliche wasserverdünnbare Wand- und Fassadenfarben zum Einsatz.

-Auch im Korrosionsschutz von Stahl kommen zunehmend wasserverdünnbare Beschichtungen( z.B. Schienenfahrzeuge) oder lösungsmittelarme high-solid Dickschichtbeschichtungen zu Einsatz.


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