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Die Energiewende gesellschaftsfähig machen

Energiegenossenschaften arbeiten seit Jahren erfolgreich an der Energiewende mit, unterstützt werden von der Bundesregierung  jedoch weiterhin die Energieriesen mit Kohle- und Atomstrom. (Foto: BBEn)
Energiegenossenschaften arbeiten seit Jahren erfolgreich an der Energiewende mit, unterstützt werden von der Bundesregierung jedoch weiterhin die Energieriesen mit Kohle- und Atomstrom. (Foto: BBEn)

Das Forschungsprojekt KomMA-P untersucht, wie Partizipation die Akzeptanz für die Energiewende erhöhen kann. Eine Beteiligung der Bürgerschaft steigert die Identifikation und baut Vorurteile ab. Leider wird die Bürgerenergie aber politisch torpediert.

Das Forschungsprojekt KomMA-P untersucht, wie Partizipation die Akzeptanz für die Energiewende erhöhen kann. Eine Beteiligung der Bürgerschaft steigert die Identifikation und baut Vorurteile ab. Leider wird die Bürgerenergie aber politisch torpediert.

19.06.2016 – Laut Umfragen stehen in Deutschland viele Menschen den Zielen der Energiewende mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien positiv gegenüber, die Bürgerbeteiligung an der ökologischen Strom- und Wärmeerzeugung wächst, Energiekommunen, Energiegenossenschaften, Mieterstrom – die Energiewende von unten läuft und wird derzeit lediglich durch kontraproduktive energiepolitische Vorgaben ausgebremst

Doch längst nicht alle Bürger stehen der Energiewende positiv gegenüber: Wenn konkrete Maßnahmen in der unmittelbaren Umgebung geplant sind, etwa der Bau von Windrädern oder Stromtrassen, verwandelt sich Akzeptanz auch rasch mal in Ablehnung. Das Forschungsprojekt KomMA-P hat daher untersucht, wie Partizipation die Akzeptanz für die Energiewende erhöhen kann. Bislang gibt es vor allem finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten an der Energiewende wie etwa am Ausbau des Stromnetzes, an Photovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen. Ziel des Projekts war es, die Rolle von bürgernahen und leicht zugänglichen Beteiligungsangeboten an der Energiewende, die nicht unbedingt monetär motiviert sind, genauer zu beleuchten.

Im Gegensatz zu technisch- und kostenoptimierten Energiewendeszenarien lag der Fokus auf Energiewendemodellen, mit denen sich die Menschen stärker identifizieren können. Das Projekt macht deutlich, dass „zielgruppen- und werteorientierte Teilhabemöglichkeiten die Zustimmung zur politischen und gesellschaftlichen Umsetzung der Energiewende in der Bevölkerung erhalten und ausbauen können.“

Die Praxisbeispiele und die Ergebnisse der Umfragen haben gezeigt, dass insbesondere Stadtwerke und Kommunen für die Beteiligung der Bürgerschaft an der Energiewende eine Vorreiterrolle übernehmen können. Um dieses Potenzial nutzen zu können, sollten sie neue Kompetenzen, Strategien und Dienstleistungen entwickeln und umsetzen. Etliche tun das schon. na

Auf einem abschließenden Symposium am 30. Juni 2016 in Berlin werden die Partner des Projekts KomMA-P Anregungen und Antworten auf die Frage vorstellen, was Stadtwerke und Kommunen, aber auch die Bundespolitik konkret tun können, um die Herausforderungen einer bürgernahen Energiewende zu meistern. 

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten. 


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