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Ein Stück Berliner Energiewende in Neukölln

Die Ingenieure in der Energiezentrale der Baugemeinschaft Wilhelm-Busch GbR (Foto: © NATURSTROM)
Die Ingenieure in der Energiezentrale der Baugemeinschaft Wilhelm-Busch GbR (Foto: © NATURSTROM)

Umweltfreundliche Wärme in der Stadt, nachhaltig und direkt vor Ort erzeugt: Neben der grünen Energieversorgung zeichnet sich das Projekt der Baugemeinschaft Wilhelm Busch in Berlin-Neukölln durch gemeinschaftliches Mehr-Generationen-Wohnen aus.

03.03.2018 – Das Hausprojekt „Baugemeinschaft Wilhelm-Busch GbR“ geht auf eine Initiative aus dem Jahr 2011 zurück. Damals stellte die evangelische Kirchengemeinde an der Wilhelm-Busch-Straße in Neukölln ein Grundstück in Erbpacht zur Verfügung – mit der Bedingung, dass dort bezahlbarer Wohnraum entstehen sollte. Keineswegs also als Luxusbau geplant, legte die Baugemeinschaft dennoch Wert auf soziale und ökologische Kriterien. Strom und Wärme sollten nachhaltig erzeugt werden und das Wohnen gemeinschaftlichen Charakter haben.

Eine im Gebäude platzierte Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk und Spitzenlastkessel deckt den jährlichen Energiebedarf der 40 Wohneinheiten, vier kleinen Ateliers und eines Jugendtreffs von insgesamt ca. 200.000 kWh Wärme und 120.000 kWh Strom. Bezahlbaren Wohnraum und zugleich eine nachhaltige, moderne Energieversorgung zu bieten: Dieses selbstgesteckte Ziel hat die Baugemeinschaft erreicht – mit dem Ökoenergieversorger NATURSTROM als Partner. „Die Kooperation mit der Baugemeinschaft Wilhelm Busch ergibt für uns gleich dreifach Sinn: Wir nutzen unsere jahrelange Erfahrung im Betrieb von Blockheizkraftwerken, treiben gleichzeitig die urbane Energiewende voran und unterstützen damit eine Baugemeinschaft, deren sozial-ökologisch ausgerichtetes Wohnkonzept uns schlichtweg überzeugt hat“, erläutert Thilo Jungkunz, Leiter des Geschäftsbereichs Dezentrale Energieversorgung bei NATURSTROM.

Geplant und umgesetzt hat die Baugemeinschaft die Energiezentrale des Neubaus zunächst selbst. Installiert wurden ein Spitzenlastkessel mit 125 Kilowatt thermischer Leistung, ein BHKW mit 16 Kilowatt elektrischer und 35 Kilowatt thermischer Leistung sowie zwei Pufferspeicher mit jeweils 1,6 m³ Speicherkapazität. Der Betrieb stellte sich für die Baugemeinschaft dann aber als zu komplex heraus. Zu viele gesetzliche Vorgaben und Anforderungen galt es zu erfüllen.

Der Ökoenergieversorger bot daher an, die Anlagentechnik zu erwerben und die Energieversorgung sowie alle energiewirtschaftlichen Aufgaben, wie Abrechnung, Forderungsmanagement und Kundenservice zu übernehmen. „Die Energiezentrale wird nun mit Biogas von NATURSTROM beliefert und der vor Ort erzeugte BHKW-Strom wird als Direktstrom preiswert von den Bewohnerinnen und Bewohnern verbraucht“, berichtet Rainer Wendling, Vorstand der Baugemeinschaft. Eine Besonderheit des Projekts ist auch, dass alle Mietparteien des Neubaus den direkt im Wohngebäude produzierten Strom beziehen. Der BHKW-Stromanteil macht für die Vor-Ort-Versorgung bis zu 70 Prozent aus, der restliche Strombedarf wird mit Ökostrom aus dem Netz abgedeckt.

Neben der umweltfreundlichen Energieversorgung zeichnet sich das Projekt auch durch das Mehr-Generationen-Wohnkonzept aus. Bewohner jeden Alters haben hier ein neues Zuhause gefunden und finden im Gemeinschaftsraum, der allen zugänglichen Dachterrasse und dem Gemeinschaftshofgarten Räume für Begegnung. og


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