Zukunftspreis „Deutsche Energie“: Innovative und praxisnahe Erneuerbare-Energie-Projekte im Fokus

In vielen Regionen Deutschlands gibt es Initiativen, die den Ausbau Erneuerbarer Energien voranbringen. Der Zukunftspreis Deutsche Energie will solche Projekte, die häufig in Kommunen, im Mittelstand oder in der Landwirtschaft entstehen, auszeichnen.
15.06.2026 – In den Kommunen gibt ein großes Interesse am Ausbau Erneuerbarer Energien, hat eine Bürgermeisterbefragung des Vereins Heimatwurzeln e.V. ergeben. Erfolgreiche Praxisbeispiele gebe es bereits – etwa die Agri-PV-Anlage des rheinland-pfälzischen Obstbauern Christian Nachtwey, der sich damit um den Zukunftspreis Deutsche Energie beworben hat: „Unsere Anlage schützt unser Obst und bringt ökonomische Vorteile, das müssen wir publik machen.“ Der Produzent von Äpfeln, Birnen und Süßkirschen schlendert durch seine Plantagen in Gelsdorf im Landkreis Ahrweiler. „Der Klimawandel setzt unseren Kulturen erheblich zu.“
Deshalb beteiligt sich Obstbauer Nachtwey an einem Forschungsprojekt, das unter anderem von der Baywa r.e. und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) initiiert wurde. Auf einer Fläche von rund 3.000 m² erstrecken sich festinstallierte lichtdurchlässige Solarpaneele schützend über die Apfelbäumchen. Der damit erzeugte Solarstrom versorgt den Ort Gelsdorf, kann aber auch zum Beispiel für Elektrofahrzeuge und das Bewässerungssystem genutzt werden. „Wir schaffen hier ein Mikroklima wie in den 1990er Jahren. Damals gab es deutlich weniger Hitzetage, Starkregen und Hagelereignisse,“ sagt Nachtwey, und: „Ich kenne auch andere Kollegen, die solche Konzepte bereits in der Schublade haben.”
Die Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Schutzanlagen liegen für den Obstbauern auf der Hand: dauerhaft geringere und besser kalkulierbare Energiekosten, solarstromfinanzierte Investitionen in Kulturenschutz und eine Ersparnis bei den Betriebsmittelkosten. Die Realisierbarkeit von Agri-PV-Anlagen scheitere aber oft an bürokratischen Hürden und unsicheren Aussagen seitens der Politik. Auch die Knappheit der Netzanschlüsse sei laut Nachtwey im Landkreis Ahrweiler ein Problem. Fakten, die jüngst eine von Heimatwurzeln e.V. und der Initiative Klimaneutrales Deutschland durchgeführte bundesweite Bürgermeisterbefragung bestätigte: 97 Poreznt der Befragten bezeichneten die Netzanschlüsse vor Ort als eine der größten Herausforderungen für die Energiewende.
Jetzt noch mitmachen – Teilnahme bis 31. Juli 2026 möglich
Umso wichtiger ist es, dass Projekte wie die von Landwirt Nachtwey gewürdigt werden, weshalb die Initiative „Deutsche Energie“ aktuell den Zukunftspreis auslobt. Noch bis zum 31.07.2026 können Kommunen, Unternehmen und Vereine mitmachen und 5.000 Euro Preisgeld plus öffentliche Aufmerksamkeit gewinnen. „In vielen Regionen Deutschland gibt es tolle Projekte, in denen Erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, ökologische und ökonomische Vorteile bieten und den Menschen vor Ort weiterhelfen”, sagt Florian Wagner, Geschäftsführer von Heimatwurzeln e.V. und Initiator. „Uns geht es darum, diese bekannt zu machen und damit andere Menschen, die noch auf der Suche nach klugen Lösungen sind, zu inspirieren.”
Egal ob in der Gemeinde, im Betrieb, in der Schule oder im Seniorenzentrum: Jeder mit einem innovativen Energieprojekt kann beim Zukunftspreis mitmachen. Die Bewerbung dauert nicht länger als eine Viertelstunde. Eine unabhängige Jury aus Fachleuten, Praxisvertretern und Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Energiewirtschaft bewertet die Projekte. Dabei werden u.a. gesellschaftliche Relevanz, Umsetzbarkeit, Innovationskraft und die Beteiligung der Menschen vor Ort berücksichtigt.
Gesucht werden Projekte, die
- zur regionalen Energiewende beitragen
- Menschen einbinden und Akzeptanz schaffen
- Lösungen praxisnah umsetzen
Die Online-Bewerbung dauert ca. 15 Min und ist noch bis zum 31.7.2026 möglich.
Weitere Infos unter www.heimatwurzeln.de





















































