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Modernes Energiekonzept mitten in den Bergen

Die auf 1.527 Metern gelegene alpine Schutzhütte Hochleckenhaus im österreichischen Höllengebirge kann rund 90 Prozent des benötigten Stroms aus Erneuerbaren Energien decken und verfügt über das modernste Inselnetz des Alpenraums. (Foto: © QINOUS)
Die auf 1.527 Metern gelegene alpine Schutzhütte Hochleckenhaus im österreichischen Höllengebirge kann rund 90 Prozent des benötigten Stroms aus Erneuerbaren Energien decken und verfügt über das modernste Inselnetz des Alpenraums. (Foto: © QINOUS)

Das Hochleckenhaus im österreichischen Höllengebirge verfügt seit neustem über das modernste Inselnetz im Alpenraum. Die auf 1.527 Metern gelegene Hütte wird durch eine PV-Anlage sowie einen Energiespeicher zu 90 Prozent mit erneuerbarem Strom versorgt.

09.12.2017 – Das Hochleckenhaus des Österreichischen Alpenvereins wurde kürzlich mit einem modernen Energiespeicher, einer Photovoltaik-Anlage und einem entsprechenden Inselnetz sowie Energiemanagement ausgestattet. Damit kann die auf 1.527 Metern gelegene alpine Schutzhütte rund 90 Prozent des benötigten Stroms aus Erneuerbaren Energien decken und verfügt über das modernste Inselnetz des Alpenraums. Entwickelt wurde das Projekt vom Berliner Hersteller für Energiespeichersysteme QINOUS zusammen mit SOLARE ENERGIE und BRIDGE EXECUTIVE CONSULTING.

Die Hütte kann nur zu Fuß erreicht werden und liegt direkt am Hochleckenkogel, im Volksmund auch „Hochlecken“ genannt. Damit zeigt das Projekt, dass selbst an sehr entlegenen Orten durchdachte Energiekonzepte eine umweltfreundliche und zuverlässige Energieversorgung garantieren können. Montiert wurden die 17 Kilowatt peak (kWp) Photovoltaik-Anlage und der 61 Kilowattstunden (kWh) Batteriespeicher mithilfe eines Hubschraubers.

Energiebedarf gestiegen

Aufgrund steigender Besuchszahlen ist auch der Energiebedarf des Hochleckenhauses in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. „Immer mehr Menschen suchen die Natur“, so Georg Unterberger und Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten, Wege und Kartographie beim Österreichischen Alpenverein (ÖAV). „Besonders in den letzten Jahren ist die Zahl der aktiven Mitglieder in den Alpenvereinen stark angestiegen.“

„Als alpine Vereine stellen wir mit unserem Umweltgütesiegel besonders hohe Ansprüche an die Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen auf Schutzhütten“, sagt Peter Hochleitner, Obmann der Sektion Vöcklabruck des ÖAV. „Die Lösung von QINOUS hat uns aufgrund der Zuverlässigkeit und aufgrund des modernen, ganzheitlichen und flexibel erweiterbaren Konzeptes überzeugt.“

Aufgrund der guten Zusammenarbeit der drei Unternehmen konnte die Versorgung des Hochleckenhauses auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, sodass sich die Schutzhütte nun zum Großteil selbst mit Solarkraft versorgt. „Das Hochleckenhaus ist eines von vielen spannenden Projekten, die wir in abgeschiedenen und schwer zugänglichen Regionen, auf Inseln, in Bergen oder Wüsten realisieren“, sagt Steffen Heinrich, technischer Geschäftsführer bei QINOUS.

Das österreichische Unternehmen SOLARE ENERGIE GMBH hat die PV-Anlage mitsamt den Wechselrichtern geliefert und installiert. Die Konzepterstellung, Planung und das Projektmanagement übernahm die österreichische BRIDGE EXECUTIVE CONSULTING, die auch das Smart Metering zur lückenlosen Erfassung von Erzeugung und Verbrauch geplant und implementiert hat. jk


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