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Nahwärmeprojekt Hallerndorf: Impuls für die Wärmewende

Solarthermie-Anlage und Heizhaus in Hallerndorf: Ein ganzer Ortsteil wird durch die Kraft der Sonne und die Nutzung regionalen Holzes mit Wärme versorgt. (Foto: Naturstrom AG)
Solarthermie-Anlage und Heizhaus in Hallerndorf: Ein ganzer Ortsteil wird durch die Kraft der Sonne und die Nutzung regionalen Holzes mit Wärme versorgt. (Foto: Naturstrom AG)

Ein ganzer Ortsteil, der durch die Kraft der Sonne und die Nutzung regionalen Holzes mit Wärme versorgt wird – Naturstrom hat in der oberfränkischen Gemeinde ein Nahwärmenetz errichtet. Das Konzept überzeugte auch den Rat für nachhaltige Entwicklung.

22.02.2017 – Die Jury des Ideenwettbewerbs „Projekt N“ wertete das von Naturstrom konzipierte und umgesetzte Nahwärmeprojekt im oberfränkischen Hallerndorf als wichtigen „Impuls für die Wärmewende“. Projekt N wird jährlich vom Rat für nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und soll nachhaltige Vorzeigeprojekte in den öffentlichen Fokus rücken.

„Gerade eine Auszeichnung, die durch eine so wichtige Instanz wie den Rat für nachhaltige Entwicklung vergeben wird, ist für uns eine große Ehre“, sagt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung. Zugleich lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen NATURSTROM und der Gemeindeverwaltung, die erheblich zur schnellen Umsetzung des Projektes beigetragen hat: „Bürgermeister Torsten Gunselmann engagierte sich mit hohem persönlichen Einsatz für die Nahwärme in seinem Ort und machte das Projekt zur Chefsache“, berichtet Jungkunz. Mit Erfolg: Schon jetzt werden im Westen der Gemeinde rund 90 kommunale und private Anschlussnehmer mit nachhaltig erzeugter Wärme versorgt.

Eine Erweiterung des Netzes im Ostteil der Gemeinde ist für die erste Jahreshälfte geplant. Seit dem vergangenen Jahr hat Naturstrom in der kleinen Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim ein Nahwärmenetz errichtet, das vollständig auf die Nutzung ökologischer und vor Ort verfügbarer Ressourcen setzt: In dem vor wenigen Wochen in Betrieb genommenen Heizhaus am Fuße des Kreuzberges werden regionale Holzpellets und Holzhackschnitzel durch fünf Heizkessel mit einer Gesamtleistung von 880 KW in saubere Wärme umgewandelt. Mehr als 2 Mio. kWh Wärme können so pro Jahr erzeugt werden. Darüber hinaus speist Bayerns größte, in ein Nahwärmenetz eingebundene Freiflächen-Solarthermieanlage mit einer Fläche von 1.304 m2 zusätzliche Wärme in das System ein. Durch das neue Nahwärmenetz sparen die Hallerndorfer jedes Jahr rund 300.000 Liter Heizöl ein.

Das Hallerndorfer Vorzeige-Projekt zeichnet sich nicht nur die intelligente Kombination verschiedener, vor Ort verfügbarer, nachhaltiger Energieressourcen aus. Auch das Gestaltungskonzept des Heizhauses setzt Maßstäbe. Denn das moderne, holzverkleidete Gebäude und dessen Umfeld sollen die Bürger der Gemeinde ebenso wie Touristen und Ausflügler für die Energiewende begeistern. Der begrünte Vorplatz lädt zum Verweilen ein und ein Panoramafenster gewährt spannende Einblicke ins Innere des Heizhauses und die nachhaltige Wärmeerzeugung. tl


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