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Partner für die urbane Energiewende gesucht

Die urbane Energiewende gestalten - zum Beispiel mit Mieterstromprojekten wie hier in Berlin. (Foto: Clemens Weiß)
Die urbane Energiewende gestalten - zum Beispiel mit Mieterstromprojekten wie hier in Berlin. (Foto: Clemens Weiß)

Die dena startet eine Studie zur urbanen Energiewende und sucht dafür Unternehmen und Institutionen als Partner. Viele Städte und Kommunen stehen noch am Anfang. Ziel ist die Koordinierung der vielen Akteure und gemeinsam geeignete Modelle zu finden.

17.02.2018 – „Auf die Städte kommt es an“ bei der Energiewende, so das Motto für das geplante Projekt der Deutschen Energieagentur dena – aber wie lässt sich die Energiewende in der Stadt gestalten? Da lohnt es sich nochmal genau hinzuschauen. Viele Projekte laufen, vor allem im Quartier – im Neubau als auch Bestand bieten sich gute Möglichkeiten, etwa für Nahwärmenetze, gemeinsame Energieversorgungssysteme oder Mieterstrom. Beim Thema Verkehr und Vernetzung gibt es dagegen wenig Fortschritte.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) startet nun eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen.

Die Vorstudie hat bereits deutlich gemacht, dass der größte Teil der deutschen Kommunen das Thema Klimaschutz im Tagesgeschäft bisher nur bedingt angehen kann. Sehr unterschiedliche und individuelle Ausgangsbedingungen erschweren die Entwicklung von allgemeinen Strategien und Geschäftsmodellen. Immerhin würden die Kommunen aber neuen Technologien grundsätzlich offen gegenüberstehen, innovative Projekte entstehen insbesondere auf Quartiersebene. Um mit dem komplexen Thema umgehen zu können, benötigten alle Akteure einen praktikablen und verlässlichen Handlungsrahmen. „Wir können Orte gestalten, in denen die Ansprüche moderner Lebenswelten mit den Möglichkeiten eines Hochtechnologiestandortes und dem Erfahrungsschatz aus zig Demonstrations- und Pilotprojekten einhergehen“, erläutert Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, das Ziel. „Deshalb wollen wir mit unserer Studie einen breiten Dialog starten und praxisorientierte Strategien entwickeln.“

In der Untersuchung diskutiert und bewertet die dena gemeinsam mit Unternehmen und politischen wie gesellschaftlichen Akteuren die verschiedenen Lösungspfade für die urbane Energiewende. Unternehmen, Institutionen und Organisationen, die sich in die Studie einbringen möchten, können sich noch bis 31. März 2018 bei der dena als Studienpartner bewerben.


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