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AEE-Energiekommune Mühlen EichsenSchritt für Schritt zur lokalen Energiewende

Flachbau mit Fenstern, Türen und Gauben
In der Energiekommune Mühlen Eichsen werden kommunale Gebäude energetisch ertüchtigt. (Foto: © Andreas Zerbe)

Die Gemeinde Mühlen Eichsen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt, wie auch kleine Kommunen mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen Möglichkeiten der Energiewende nutzen können.

16.09.2026 – In der zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und Grevesmühlen gelegenen Gemeinde schreitet die Energiewende voran. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Windenergie – im Windpark bei Goddin stehen bereits vier Anlagen auf dem Gemeindegebiet. Über eine Beteiligung nach § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erwartet die Gemeinde allein aus einem Windrad jährliche Einnahmen von bis zu 26.800 Euro. Über 20 Jahre kann so mehr als eine halbe Million Euro zusammenkommen. Die zusätzlichen Mittel schaffen finanziellen Spielraum für kommunale Vorhaben, unter anderem für die Infrastruktur.

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Auch bei der Wärmeversorgung setzt Mühlen Eichsen auf regionale Potenziale. Ein geplantes Kleinwärmenetz soll künftig Schule, Sporthalle und Teile der Wohnbebauung im Ortskern mit Wärme aus der nahegelegenen Biogasanlage versorgen. Das Projekt soll bis 2028 umgesetzt sein. Dafür arbeitet die Gemeinde mit der WEMAG Wärme und dem Agra Hof in Webelsfelde zusammen.

Beim Neubau des kommunalen Horts setzte die Gemeinde auf Erdwärmeund Photovoltaik. Für weitere kommunale Gebäude prüft sie den Einsatz Erneuerbarer Energien, etwa Infrarotheizungen für Feuerwehr und Trauerhalle sowie Solarleuchten. Nicht alle Vorhaben lassen sich angesichts begrenzter finanzieller Mittel und teilweise fehlender Infrastruktur unmittelbar umsetzen. Die Gemeinde verfolgt sie dennoch weiter.

„Grundsätzlich kann man sich dem Thema nicht entziehen. Wir versuchen deshalb, die Möglichkeiten zu nutzen, die sich für unsere Gemeinde ergeben“, sagt Bürgermeister Andreas Zerbe. Entscheidend sei, Vorhaben Schritt für Schritt anzugehen und dabei den konkreten Nutzen für die Gemeinde im Blick zu behalten.

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Für ihren pragmatischen Ansatz wurde die knapp 1.000 Einwohner zählende Gemeinde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) nun als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. „Die Energiewende verläuft nicht geradlinig und frei von unterschiedlichen Interessen. Doch mit langfristiger Planung, lokalen Kooperationen und einer fairen Beteiligung an der Wertschöpfung kann sie zu einem Gewinn für die gesamte Gemeinde werden“, konstatiert Anika Schwalbe, Geschäftsführerin der AEE. Mühlen Eichsen zeige damit, wie eine kleine Kommune vorhandene Potenziale nutzen und Schritt für Schritt neue Handlungsspielräume schaffen kann – von der Windenergie über erneuerbare Wärme bis zur eigenen kommunalen Energieversorgung.

Das ausführliche Portrait zur Energie-Kommune des Monats finden Sie hier: https://energie-kommunen.unendlich-viel-energie.de/energie-kommunen/muehlen-eichsen/

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