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13. Barcamp RenewablesÜber Teilhabe an einer erfolgreichen Energiewende

Eine Gruppe von Teilnehmenden beugt sich interessiert über ein großes schwarzes Board mit dem Tagesprogramm eines Workshops. Auf dem Board sind Uhrzeiten, farbige Überschriften wie „Frühstück“, „Willkommen + Einführung“, „Sessionplanung“ und „Pause“ sowie zahlreiche handgeschriebene Zettel mit Sessionvorschlägen befestigt. Mehrere Personen lesen und diskutieren die Einträge, einige halten Getränke in der Hand und wirken konzentriert und gut gelaunt.
Arbeiten an der bürgernahen Energiewende, das Barcamp Renewables 2025 (Bild: Regionalmanagement Nordhessen GmbH)

Unter dem Motto „Alle Hände für die Energiewende“ stand beim diesjährigen Barcamp Renewables in Kassel die Frage im Zentrum, wie mehr Menschen für die grüne Transformation begeistert werden können.

20.11.2025 – Auch dieses Jahr begann das „Klassentreffen der Energiewende“, wie die Zusammenkunft von Privatinteressierten und Energie-Fachleuten auch genannt wird, mit einem geselligen Abend im Kasseler Kulturbahnhof. In verschiedenen Impulsvorträgen widmeten sich die geladenen Speaker:innen aus unterschiedlichen Richtungen dem Motto des Barcamps.

Diskussionsabend in lockerer Atmosphäre

Den Auftakt machte Tim Loppe, Pressesprecher des Co-Sponsoren naturstrom, und gab Einblicke in eine aktuelle Studie im Auftrag des Ökostromanbieters: Denn diese zeigt anschaulich, wie viel Haushalte durch einen dynamischen Tarif, der seinen Preis stündlich entsprechend des Stromangebots anpasst, sparen können. Gerade E-Auto-Halter:innen oder Besitzer:innen von Wärmepumpen können ihre Energiekosten durch ein entsprechendes Nutzungsverhalten senken. Gleichzeitig profitieren sie nicht nur von ihr, sondern bringen die Energiewende auch konkret voran, da so mehr Ökostrom direkt genutzt und weniger abgeregelt wird.

Teilhabe divers gedacht

Andere Vorträge widmeten sich etwa der Frage, wie die Energiebranche mehr Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund für sich gewinnen kann, um auch deren Potenziale zu erschließen. Dass konservative Kreise anders adressiert und angesprochen werden sollten, um sie von der Energiewende zu überzeugen, war eine weitere Erkenntnis und führte zu interessanten Diskussionen. Denn im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen zu dem Gehörten aus und debattierten über Möglichkeiten – und Herausforderungen – des Themas Teilhabe an Energie-, Verkehrs- und Wärmewende.

Kurzworkshops in der SMA Solar Academy

Am nächsten Tag übernahmen die Teilnehmer:innen einmal mehr das Ruder und stimmten mit Händen – und Füßen – über die möglichen „Sessions“ ab. Hierfür konnte jede:r im Plenum eine Idee vorschlagen und für ein Thema werben. Am Ende standen 20 Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden. So konnten sich die Einen mit den verschiedenen Möglichkeiten des bidirektionalen Ladens auseinandersetzen – also erfahren, wie ein E-Auto etwa auch zur Stromversorgung des eigenen Hauses genutzt werden kann. Während sich zeitgleich Andere über die neuesten Gesetzesänderungen der Bundesregierung informierten oder über die richtige Kommunikation der grünen Transformation debattierten. Bei fünf Zeitslots mit je vier möglichen „Sessions“ fiel so manchen Teilnehmer:innen die Wahl nicht leicht.

„Synergien, neue Ideen und Netzwerke“

Für Leonie Blume, Social Media Managerin bei SMA Solar Technology, die mit ihren Kolleg:innen das Barcamp gemeinsam mit energieblogger und deENet e.V. ausrichtet, war die Veranstaltung ein voller Erfolg: „Um der Klimakrise zu begegnen müssen wir viele kluge Köpfe, Perspektiven und Wissen zusammen bringen. Mit dem Barcamp Renewables gelingt uns das im kleinen Maßstab. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Teilnehmende mit unterschiedlichsten Hintergründen sich auf das Experiment einlassen und mithilfe innovativer Methoden zu brennenden Fragen diskutieren. So entstehen Synergien, neue Ideen und Netzwerke. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.“ 

Ein Bericht von Finn Rohrbeck

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