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Energiekommune FrickingenWatt-Wanderung mit nachhaltiger Wirkung

Eine Gruppe von Menschen läuft durch ein Dorf mit Solardächern
Gottfried Grundler führt interessierte Besucher auf der Watt-Wanderung durch den Energiewende-Ort Frickingen im Bodenseekreis. Foto: Christa Balser

Museen, Radwege und Natur – für Wanderer hat Frickingen, eine kleine Gemeinde nordöstlich von Überlingen, viel zu bieten. Wer sich über Möglichkeiten informieren möchte, die Energiewende vor Ort zu gestalten, kommt auch auf seine Kosten.

05.08.2025 – Nein, keine Wattwürmer. Auch Ebbe und Flut wie an der Nordsee sucht man in Frickingen vergeblich. Aber erleben können die Teilnehmer der südlichsten Watt-Wanderung Deutschlands in der Gemeinde im Bodenseekreis – das nächste Seeufer ist rund 14 Kilometer entfernt – so einiges: Wobei es hier natürlich nicht um das Wattenmeer geht, sondern um Watt als Einheit für die elektrische Leistung, die Strom produzierende Kraftwerke und Anlagen erbringen.

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Ein historisches Gebäude mit hellem Putz und symmetrischen Fenstern, vor dem einige Bäume und große Pflanzkübel auf einem gepflasterten Platz stehen. Eine Treppe führt zum Eingang, über dem das Schild „Rathaus“ hängt. Im Hintergrund ist ein Kirchturm mit schwarzer Spitze zu sehen, daneben stehen Fachwerkhäuser und ein Auto. Zwei Fahnenmasten mit wehenden Flaggen ragen in den Himmel, der bewölkt ist.
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Darüber gibt es in Frickingen viel zu erzählen. Immerhin hat die Energiewende wie überall in Deutschland Mitte der 1990er-Jahre begonnen – angeschoben durch Pioniere wie Gottfried Grundler, Gemeinderat und Geschäftsführer eines Fachbetriebs für Erneuerbare Energien. Seine Frau Christa Balser hat sich das hübsche Wortspiel ausgedacht. So ist die Watt-Wanderung eine schöne Möglichkeit, die in der Region realisierten Nachhaltigkeitsstrategien im Rahmen eines Rundgangs durch den Ort darzustellen. Dauer: etwa anderthalb Stunden, Treffpunkt ist jedes Mal am Rathaus.

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3.300 Einwohner hat Frickingen. Umso erstaunlicher ist, wie viel Energie dieser kleine Ort in den vergangenen 30 Jahren mit großer Bürgerbeteiligung in die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung investiert hat. Das geht weit über die Planung und Installation von Solarthermie- und Solarstrom-Anlagen auf den Dächern Frickingens hinaus. Genannt seien die Stichworte Mobilität, Wärmenetze, Bauen mit Holz, Projekte zum Schutz der Artenvielfalt. Grundlage dafür sind die 17 Ziele der Agenda 2030, zu denen sich Frickingen per Gemeinderatsbeschluss offiziell bekennt. Details verraten wir an dieser Stelle noch nicht ...

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Sicher ist aber: Gottfried Grundler vermittelt seine Einblicke in die kommunalen und privat umgesetzten Nachhaltigkeitsprojekte mit Humor, Leichtigkeit und Rücksicht auf die mitunter sehr unterschiedlichen Wissensstände der Teilnehmer. „Wichtig ist uns der Gemeinschaftsaspekt“, erklärt Grundler. „Der Spaziergang ist keine verkappte Marketing-Aktion. Vielmehr zeigen wir, wie die Energiewende durch engagierte Leute vor Ort angeschoben und in vielen Bereichen auch umgesetzt wurde.“ Eine tolle Inspiration sicher für viele weitere Akteure, die sich auch in anderen Kommunen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen!

Eingeladen sind in Frickingen alle, die sich für ihre private Energieversorgung schlau machen möchten, in ihrer eigenen Gemeinde den Klimaschutz nach vorne bringen wollen oder allgemein Interesse haben an der Energiewende. Benedikt Brüne

Weitere Informationen, inklusive Termine gibt es in diesem Veranstaltungskalender:
https://www.frickingen.de/de/freizeit-kultur-tourismus/veranstaltungskalender/108/watt-wanderung-energie-spaziergang-in-frickingen

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