Biogas in PolenGrüner Zucker und weitere Verheißungen

Biogasanlage auf grüner Wiese
Biogasanlage von Jerzy Kostrzewa. (Foto: Dierk Jensen)

Ob eine großangelegte Biomethan-Offensive in Polen tatsächlich loslegt, wird sich angesichts der aktuellen polnischen Förderstrategie noch bewahrheiten müssen. Die erste Einspeisung von Biomethan ist seit September 2025 immerhin schon in Betrieb.

03.03.2026 – Es war schon kurios. Im Mai 2025 stieg der achte Biomethan-Kongress in Poznań. Wie immer war die Veranstaltung gut besucht, rund 350 Teilnehmer aus allen Teilen Polens, aber auch aus Deutschland, Italien, Dänemark, Ukraine und anderen Ländern reisten in die schöne Hauptstadt der Woiwodschaft Wielkopolskie. Die Stimmung auf dem Kongress, organisiert vom Fachmagazin Biomasa, war angespannt optimistisch. Das Interesse war groß, einfach weil der polnische Markt mit der starken Landwirtschaft im Hintergrund und bisher noch unerschlossenen Potenzialen lockt.

Doch zu jenem Zeitpunkt war in ganz Polen noch keine einzige Biomethan-Einspeisungsanlage am Start. Zwar zählte die Branche bis zum Frühjahr letzten Jahres über 400 Biogasanlagen mit über 300 Megawatt (MW) elektrische Leistung, aber noch kein einziger Kubikmeter Biomethan verdrängte bis dahin fossiles Gas aus dem Netz.

Initialzündung

Allerdings änderte sich das dann mit einem Paukenschlag im Spätsommer: So hat Südzucker Polska am Standort Strzelin in rekordverdächtigem Tempo und auf dem Gelände ihrer dortigen Zuckerfabrik eine Biogasanlage mit einer thermischen Leistung von 45 MW errichtet, die den vielfältigen Dampf- und Energiebedarf bei der Zuckerproduktion abdeckt – und darüber hinaus während der Kampagne stündlich 240 Kubikmeter Biomethan ins Netz des Betreibers Polska Spółka Gazownictwa (PSG) einspeist.

Während Krieg & Fischer aus Göttingen das Anlagen-Layout konzipierte, lieferte KWE AB Energy die Membran-Technik zur Biomethan-Aufbereitung. Damit das grüne Gas eingespeist werden kann, ist extra eine neun Kilometer lange Leitung verlegt worden; auch frühere kalorimetrische Vorbehalte konnten ad acta gelegt werden. Zudem werden die Gärreste bis auf einen Trockenmassegehalt von 25 Prozent entwässert und als organischer Dünger an die über 600 liefernden Zuckerrübenanbauer zurückgegeben. Dabei gelangt während der Phase der Zuckerverarbeitung durch die Entwässerung tagtäglich die gewaltige Menge von 1.200 Kubikmeter sauberes Wasser direkt in die Vorfluter.

„Mit der Realisierung der Biogaserzeugung in Strzelin haben unsere polnischen Kollegen einen großen Schritt nach vorne vollzogen. Sie sind jetzt in der Lage, klimaneutral produzierten Zucker herzustellen. Ich hoffe, dass der Markt und die Verbraucher dies in Zukunft auch honorieren wird“, hebt Markus Lorenz hervor. Der Manager Klima & Energie bei Südzucker verweist im Kontext zur Pioniertat in Polen auf das Ziel des Gesamtkonzerns, bis 2030 die Emissionen um die Hälfte zu kürzen. Im Zuge dessen wird Südzucker als nächstes in Zeitz große Investitionen im Rahmen des Klimaschutzvertrages bewegen, um dem selbst erklärten Klimazielen ein großes Stück näher zu kommen.

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Große Pläne: 100 Biomethan-Anlagen bis 2028

Ob Strzelin tatsächlich eine große polnische Biomethan-Hausse anschieben wird, bleibt abzuwarten. Schenkt man den Auguren aber Glauben, dann sollen schon bis Ende 2028 rund 100 Biomethan-Anlagen in Polen stehen. Auch Beata Wiszniewska von der Polska Grupa Biogazowa S.A., die vor drei Jahren von TotalEnergies übernommen worden ist und Betreiberin von rund 20 polnischen Biogasanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 21 MW ist, erwartet bis zum Ende der jetzigen Dekade mit einem kräftigen Ausbau der Biogas-Kapazitäten in ihrem Land. Sie schätzt, dass es im Jahr 2030 schon rund 1.000 Biogasanlagen in Polen geben könnte. „Ich setze dabei langfristig auf Biomethan, denn ich denke, dass die elektrische Energie aus Wind und Sonne wesentlich billiger sein wird“, sagt Wiszniewska. „Deswegen wird die Polska Grupa Biogazowa S. A. nicht in die Flexibilisierung bestehender Anlagen investieren, sondern sich im kommenden Biomethan-Markt engagieren“, fügt sie hinzu. Mehr als 50 Projekte seien in diesem Kontext schon in Planung.

Wiszniewskas Hoffnung ruht in erster Linie auf dem Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) Polens, der den Ausbau der Erneuerbaren Energien festschreibt. Aktuelles Ziel im NECP ist es, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis 2030 auf 32 Prozent steigt. Dazu soll explizit der Ausbau von Erzeugungskapazitäten für Biogas und Biomethan gehören. Dies schaffe klare Investitionsanreize und rechtliche Sicherheit für bestehende und kommende Marktakteure.

Große Akteure wittern neue Märkte

Da wittern auch Platzhirsche der Energiebranche, wie beispielweise die Shell Polska, große Chancen. Dies machte auch Katarzyna Konowrocka, Direktorin für die Energie-Transformation bei Shell Polska, auf dem 8. Biomasse-Kongress deutlich. Ob dafür Biomethan statt günstigem Erdgas aus Texas oder sonst wo zum Einsatz komme, sei natürlich eine Frage des Preises, warnte Konowrocka vor falschen Erwartungen. „Wir wollen aber langfristig LNG in allen Teilen Polens anbieten. Das ist für uns der entscheidende Hebel, um die Emissionen im Schwerlastverkehr zu reduzieren“, unterstrich die Shell-Mitarbeiterin auf dem Diskussions-Panel.

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Angesichts dieser Botschaften sehen deutsche Akteure wie Envitec neue Märkte in Polen. „Wir sind seit 2020 in Polen aktiv ist und agieren mit unserem Partner Go & Biogas dort“, so Anne Selzer von der Unternehmenskommunikation. „Wir bieten Anlagen in ganz Polen an, dabei bieten wir unseren Kunden die Full Value Chain von der Konzeptfindung, Hilfestellung bei der Genehmigung (über unseren Partner vor Ort), Bau der Anlage inkl. Gasaufbereitung, BHKW, CO2-Verflüssigung sowie Verflüssigung zu Bio-LNG bis hin zum Service.“ Selzer sieht in der Erzeugung von Bio LNG durchaus ein Thema, da das Gasnetz gerade im Osten und Süden des Landes nicht gut ausgebaut sei. „Allerdings rentieren sich Verflüssigungsanlagen erst in einer Größenordnung von mindestens zehn bis zwölf Tonnen pro Tag“.

Kohleverstromung noch dominant

Diese zurückhaltende Haltung reflektiert stückweit auch die antagonistische Haltung zu den Erneuerbaren in Polen generell, wurde das Land doch über Jahrzehnte von Stein- und Braunkohle dominiert. Deren Anteil an der Nettostromerzeugung lag im letzten Jahr noch bei fast 60 Prozent.

Klar, dass dahinter auch eine gesellschaftliche Lobby steckt. Die wiederum versucht, einen direkten Einfluss auf die polnische Energiepolitik auszuüben. „Wir haben in Polen immer noch die schwärzeste, fossil lastigste Energiewirtschaft in Europa“, kritisiert denn auch Prof. Jacek Dach unumwunden. „Der Klima-Abdruck der polnischen Milch liegt bei 727 Gramm Kohlendioxid pro Liter, während sich der europäische Durchschnitt bei nur 50 Gramm bewegt. Das sagt doch alles.“ Deshalb kommt ihm nur ein müdes Lächeln übers Gesicht, wenn die Potenziale und die Ankündigungen wieder allzu weit in den Himmel reichen. Dafür hat der Wissenschaftler an der Fakultät für Biosystem-Techniken an der renommierten Poznań University of Life Sciences in den letzten Jahrzehnten zu viele Rückzieher erlebt. So mussten die polnischen Biogaserzeuger über eine lange Zeit mit mageren 5,5 Cent pro Kilowattstunde klarkommen. Vollkommen undenkbar in Deutschland.

Aus (Deutschlands) Fehlern lernen

Doch aus den Versäumnissen der Vergangenheit könnte sich für die polnische Biogasbranche auch eine Chance ergeben, erklärt der 56-jährige Professor in seinem Büro sitzend, das eine beeindruckende Aura von geballtem Wissen und Forschen ausstrahlt, vollgestopft mit Papieren, Dokumenten und Büchern. „Wir lernen aus den Fehlern, die in Deutschland gemacht worden sind. Und wir sind hier in Polen nicht abhängig vom Strommarkt. Außerdem wird in Polen bisher nur rund ein Prozent der Maismenge, die in Deutschland in die Fermenter gefahren wird, vergoren“, hebt der Experte substanzielle Unterschiede der benachbarten Länder hervor.

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Allerdings gibt es auch Biogasanlagen in Polen, die denen in Deutschland doch ziemlich ähneln. Wie beispielweise die von Jerzy Kostrzewa in Sniaty rund 45 Kilometer südlich von Poznań. „Die Hälfte der Substrate, die wir in unsere Biogasanlage fahren, kommt von der Gülle unseres Milchviehbetriebes mit 350 Kühen“, so Landwirt Kostrzewa. Die weiteren Inputstoffe sind Rückstände einer benachbarten Destillerie sowie GPS und Mais.

Der Strom seiner 500 kW-Anlage, die 2024 in Betrieb ging und rund 2,5 Millionen Euro kostete, wird direkt ins nur 100 Meter entfernte 15 kV-Netz eingespeist. Bei einem derzeitigen Einspeisepreis von 22,9 Cent pro Kilowattstunde über eine Laufzeit von 15 Jahren und gekoppelt an die Inflationsrate geht Kostrzewa davon aus, dass seine Investition sich schon nach fünf Jahren amortisiert haben werde. Ohne Details verraten zu wollen, hat ihm dabei das staatliche Förderprogramm sowohl bei der Finanzierung auch bei einem zügigen Genehmigungsprozess sowie einem unkomplizierten Netzanschluss sicherlich unterstützen können. 

Das Beispiel Kostrzewa wirft die derzeit virulente Frage im polnischen Biogasmarkt auf: Klein oder groß? Biomethan oder doch Strom und Wärme? Vor dieser strategisch wichtigen und langfristigen Entscheidung stehen die polnischen Entrepreneure derzeit. So liegt gegenwärtig der Methanbedarf in Polen bei 20 Milliarden Kubikmeter, die seit dem Stopp der Gasimporte aus Russland aus anderen Quellen bezogen werden müssen. Dabei wird das jährliche technische Produktionspotenzial für Biomethan in Polen auf bis zu acht Milliarden geschätzt; Marktexperten halten schon kurzfristig eine heimische Erzeugung im Volumen von ca. zwei Milliarden Kubikmeter für realistisch. Was schon eine echte Hausnummer ist.

Zum Vergleich: Der Fachverband Biogas spricht aktuell von 272 Biomethan-Anlagen in Deutschland, die knapp 1,4 Milliarden Kubikmeter Biomethan pro Jahr ins Gasnetz einspeisen – was 1,6 Prozent des deutschen Gasverbrauchs ausmacht.

Dabei ist die potenzielle Gas-Nachfrage am polnischen Heizmarkt enorm hoch. Für Sławomir Szafrański von der Galia Green Power in Warschau ist Biomethan daher ein ganz entscheidender Schlüssel für die Dekarbonisierung des polnischen Heizmarktes, dessen klimaneutraler Umbau rund 120 Milliarden Euro kosten werde.

Konzerne steigen ein

Dass nun aber Biomethan in Polen in Zukunft ausgerechnet von Anlagen kleiner einem Megawatt produziert werden wird, bezweifeln viele Insider, weil der Investitionsaufwand in keinem profitablen Verhältnis zum Output stünde. Dennoch ist jetzt zu Beginn 2026 ein Biomethan-Investitionsprojekt am Start, bei der mit 400 Millionen Polnischer Zloty - umgerechnet rund 100 Millionen Euro - neun landwirtschaftliche Biomethananlagen (allesamt mit exakt 0,99 MW Leistung) projektiert, finanziert und gebaut werden sollen.

Wie dem auch sei – eigentlich wäre die Biomethan-Erzeugung eher ein Thema für industrielle Größen wie Orlen, Veolia, Shell oder TotalEnergy, weil sie mit ihrer ökonomischen und finanziellen Power die enormen Investitionen besser stemmen können. Tatsächlich investiert PKN Orlen schon kräftig in die Umwandlung bestehender Biogasanlagen zu Biomethananlagen und beabsichtigt, die eigene Biomethanproduktion in den nächsten sechs Jahren auf etwa eine Milliarde Kubikmeter hochzufahren.

Potenziale sind vorhanden

Wo auch immer die Reise am Ende hingehen mag, Professor Jacek Dach lenkt den Blick gerne auf die Potenziale, die sich durch die Nutzung von Festmist, Gülle sowie Abfälle aus der Lebensmittelproduktion und auch im urbanen Umfeld, durch Klärschlämme und Bioabfälle, in Polen mobilisieren ließen. Allein mit allen genannten Biomassefraktionen könnte man ca. 12.000 Biogasanlagen mit einer Größe von 250 bis 500 kW Leistung betreiben. Das wäre am Ende eine Gesamtleistung von etwa 6.000 MW elektrisch. Unabhängig seiner Rechnerei: Das energiepolitisch angepeilte Ziel in Polen besagt, dass bis 2030 mindestens zehn Prozent der in den Gasnetzen transportierten Brennstoffe durch erneuerbare und emissionsarme Kraftstoffe zu ersetzen sind – eben auch Biomethan.

Apropos Bioabfälle: Diese werden in Poznań schon vorbildlich vergoren und anschließend kompensiert. Die Anlage am Stadtrand verarbeitet rund 40.000 Tonnen organische Abfälle aus der Biotonne. Die Organik wird in Garagen-Fermenter gefahren, in denen bei einer Temperatur von 42 Grad Celsius Biogas entsteht, welches anschließend in zwei jeweils 260 kW große Gasmotoren verstromt wird. „Wir können den gesamten Wärmbedarf unseres Betriebes mit der Abwärme der BHKWs abdecken“, zeigt sich Betriebsleiter Adam Michalak sehr zufrieden. „Wir müssen nur noch in ganz wenigen Phasen Strom dazukaufen und erlösen darüber hinaus durch die Einspeisung des Stroms zusätzliche Einnahmen“, freut sich Michalak über seine kombinierte Biogas- und Kompostierungsanlage, die jährlich 15.000 Tonnen Kompost produziert.

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Ein weiteres gutes Beispiel für eine optimale energetische Verwertung von Reststoffen ist das Unternehmen Ima Polska S. A. in der Stadt Murowana Goślina, die Bioethanol erzeugt und Schnaps brennt. Zwei Biogasanlagen-Einheiten mit insgesamt rund zwei Megawatt elektrischer Leistung werden mit den Rückständen der Destillierung beschickt. Vater Krzysztof Ima, eine geschätzte Koryphäe der polnischen Spirituosen-Branche, und sein Sohn Jakub sind sehr zufrieden: Sie erzeugen mit ihrem Unternehmen rund 90 Millionen Liter Bioethanol und brennen nach ihren Rezepturen eine Reihe hochprozentiger Schnäpse. Gerne zeigt Krzysztof den Showroom, in dem die gelabelten Wodkas und Gins und andere hochprozentige Alkoholika aus deren Provenienz aufgereiht sind.

„Wir haben durch den Einbau der Biogasanlagen unsere Effizienz wesentlich erhöhen können“, bereut Jakub Ima die Investition keinesfalls. „Dadurch können wir das Erdgas für die Ethanol-Produktion ein zu eins ersetzen“, fügt er hinzu und verrät, dass der Ethanol-Markt gegenwärtig in Polen ziemlich herausfordernd sei. Und zwar auch seitens der Rohstoffe, die im Vertragsanbau von rund 120 Landwirten geliefert werden.

Tatsächlich hat Jakub auch über die CO2-Separierung im Biogas nachgedacht, um Biomethan zu erzeugen. „Dann kam jemand von der Firma Ammongas und da habe ich die Hände über den Kopf geschlagen, als der mir gesagt, wie teuer das werden würde.“ Zumal es immer wieder zu hören sei, so Jakub Ima, dass es Probleme über die kalorische Kompatibilität von Biomethan ins polnische Gasnetz geben würde. Da wartet er doch lieber noch etwas die Entwicklung ab – bis der Netzzugang durch andere, finanzpotente Pioniere erfolgreich errungen worden ist. „Wir stehen ja erst am Anfang, wir brauchen noch Zeit“, weiß er. Mit dieser simplen Aussage bringt er die Situation der polnischen Biogasszene auf den Punkt. Dierk Jensen

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