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Bessere Auslastung der Stromnetze spart 200 Millionen Euro

„Um Netzengpässe und damit Redispatch zu vermeiden, brauchen wir beides: Modernisierung der Bestandsnetze und Netzausbau“, so Andreas Kuhlmann. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/strommasten-hochspannungsmast-1716658/" target="_blank">herbert2512
„Um Netzengpässe und damit Redispatch zu vermeiden, brauchen wir beides: Modernisierung der Bestandsnetze und Netzausbau“, so Andreas Kuhlmann. (Foto: herbert2512 / pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Das Wirtschaftsministerium hat zusammen mit relevanten Akteuren Maßnahmen zur Verringerung von Engpässen im Stromnetz erarbeitet. Vorgesehen ist etwa die Verstärkung von Netzabschnitten sowie Verbesserungen beim Netzmonitoring und Planungsverfahren.

22.09.2017 – Um Engpässe im deutschen Stromnetz zu vermeiden und die Systemstabilität zu sichern fielen zuletzt Kosten von fast einer Milliarde Euro pro Jahr an. Diese Summe sollen zukünftig deutlich verringert werden. Für diese Aufgabe hat das Wirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe bestehend aus der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) sowie mehreren Verbänden und Unternehmen gebildet. Jetzt hat das Bündnis einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog vorgestellt, der die Kosten für das Management von Engpässen im Stromnetz um mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr senken soll.

Ergänzend zum bereits geplanten Netzausbau sieht dieser unter anderem die Stärkung von fünf Netzabschnitten durch kurzfristige Baumaßnahmen vor. Sechs weitere Maßnahmen sollen zusätzlich die volkswirtschaftlichen Kosten senken und die Auslastung der Stromnetze erhöhen. Dabei ist etwa eine Optimierung beim Netzmonitoring und dem Planungsverfahren vorgesehen. Außerdem wird eine bessere Abstimmung zwischen den Netzbetreibern beim sogenannten Redispatch empfohlen, bei dem zur Netzentlastung in den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen eingegriffen wird.

Modernisierung von Bestandsnetzen und Netzausbau

„Durch den offenen Dialog mit allen Beteiligten haben wir Maßnahmen identifiziert, die die Kosten für die Vermeidung von Netzengpässen schnell und wirkungsvoll senken“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Er warnt gleichzeitig davor, dass auch eine bessere Auslastung der Bestandsnetze keinesfalls eine Alternative zum weiteren Netzausbau sein kann. „Um Netzengpässe und damit Redispatch zu vermeiden, brauchen wir beides: Modernisierung der Bestandsnetze und Netzausbau“, so Kuhlmann.

„Das Maßnahmenpaket, das die Beteiligten jetzt umsetzen wollen, ist neben dem dringend erforderlichen Netzausbau ein weiterer wichtiger Beitrag, um die Stromnetze fit für die Zukunft zu machen“, sagt auch Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Wichtig sei die zukünftige Ausrichtung hin zu einer Digitalisierung der Stromnetze, damit eine höhere Netzauslastung erreicht werden könne. „Der intensive Dialog zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern hat sich bewährt, um gemeinsam Lösungen zu finden, wie die Netzinfrastruktur effizient genutzt und weiterentwickelt werden kann“, so Baake. jk


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