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Bund will Netzentgelte gerechter verteilen

Der Bund will nun offenbar nach jahrelangen Forderungen die Netzentgelte für das Übertragungsnetz deutschlandweit vereinheitlichen. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)
Der Bund will nun offenbar nach jahrelangen Forderungen die Netzentgelte für das Übertragungsnetz deutschlandweit vereinheitlichen. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)

Der Bund will offenbar die ostdeutschen Bundesländer bei den Gebühren des Stromnetzbetriebs entlasten, vermeldet Brandenburgs Ministerpräsident. Denn in Ostdeutschland sind die Übertragungsnetzentgelte deutlich höher als im Rest der Republik.

26.08.2016 – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) teilte am Mittwoch nach Gesprächen mit Vertretern der Energiebranche mit, die Bundesregierung wolle den ostdeutschen Bundesländern entgegen kommen. Das berichtet die dpa aus Potsdam. Dabei geht es um einen seit langem währenden Streit um die bundesweit unterschiedlich hohen Netzentgelte für das Übertragungsnetz. Gerade die ostdeutschen Bundesländer fühlen sich benachteiligt, denn dort zahlen die Stromkunden einen vergleichsweise hohen Betrag.

Da die ostdeutschen Bundesländer einen durchschnittlich höheren Anteil Erneuerbarer Energien haben und höhere Netzkosten anfallen, musste der zuständige Übertragungsnetzbetreiber 50hertz in den vergangenen Jahren die Kosten für die Verbraucher erhöhen. Im Westen und Süden Deutschlands fallen geringere Netzkosten an, obwohl diese den ostdeutschen Strom nutzen. Eine Diskrepanz, die die ostdeutschen Bundesländer und 50hertz so schnell wie möglich beenden wollen. Der SPD-Bundestagsfraktionsvize Carsten Schneider hatte bereits Ende Juni eine Neuregelung angekündigt und der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag eine Blockadehaltung vorgeworfen.

Woidke zufolge will der Bund die Entgelte noch in diesem Jahr vereinheitlichen und ab 2018 das Berechnungsniveau der sogenannten vermiedenen Netzentgelte schrittweise senken. Nach Angaben des Brandenburger Wirtschaftsministeriums zahlt ein Brandenburger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden derzeit jährlich rund 90 Euro mehr über die Stromrechnung als ein vergleichbarer Haushalt in Nordrhein-Westfalen. cw


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