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Europas Energiewende in Einklang bringen

Die Speicherung Erneuerbarer Energien und smarte Integration von Speichern in dezentrale Netze ist entscheidend für die stabile Energieversorgung der Zukunft. Strom, Wärme und Verkehr müssen dabei zusammen gedacht werden. (Foto: NATUSTROM AG)
Die Speicherung Erneuerbarer Energien und smarte Integration von Speichern in dezentrale Netze ist entscheidend für die stabile Energieversorgung der Zukunft. Strom, Wärme und Verkehr müssen dabei zusammen gedacht werden. (Foto: NATUSTROM AG)

Die Speicherung Erneuerbarer Energien und smarte Integration von Speichern in dezentrale Netze ist im Zuge der Energiewende entscheidend für die stabile Energieversorgung der Zukunft. Das Projekt SmILES führt Infrastrukturen nun europaweit zusammen.

23.08.2017 – Im Zuge der Energiewende entstehen immer mehr dezentrale Versorgungssysteme, die sich aus unterschiedlichen Energieträgern speisen. Deren fluktuierende Beiträge bündelt in Zukunft ein intelligentes Gesamtversorgungsnetz und gleicht sie so aus. Ziel des Projekts SmILES (Smart Integration of Energy Storages in Local Multi Energy Systems) ist der Aufbau einer Plattform zum Austausch von Daten und „Best Practices“ zur Integration heterogener Energieträger und ihrer Speichertechnologien sowie die Stärkung der gemeinsamen europäischen Forschung.

„Es gibt heute nicht mehr die eine Energiequelle, die alles liefert“, erklärt Isabelle Südmeyer, Koordinatorin von SmILES. Gefragt seien deswegen flexible und nachhaltige Multi-Energie-Systeme, die eine stabile Versorgung auch bei einem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien sicherstellen.

Strom- und Wärmenetze koordinieren

Die Herausforderung sei es auch, die fluktuierende Einspeisung aus regenerativen Energien sowie den Verbrauch mit Hilfe smarter Speichertechnologien so zu steuern, dass sie im Gleichgewicht sind und hybride Netze, etwa zur Strom- und Wärmeversorgung, effizient und ökonomisch betrieben werden können. Europaweit gibt es zwar eine Vielzahl von Forschungsvorhaben, die der Frage nachgehen, wie unterschiedliche Energieträger und ihre jeweiligen Speichertechnologien in ein Gesamtnetz integriert werden können. Ihnen zugrunde liegen jedoch unterschiedliche Forschungsansätze, Instrumente sowie heterogene Rahmenbedingungen.

Europa mit sauberer Energie verbinden

Hier setzt SmILES an. Im Zuge des Projektes wollen die sechs Forschungspartner ihre bisherigen Methoden und Ergebnisse zusammenführen und analysieren, welche Simulationen, Modelle und Optimierungen nicht nur vergleichbar sind, sondern auch verallgemeinert und als Teillösungen auf andere Zusammenhänge übertragen werden können. Mit Forschungsprojekten in urbanen Quartieren, einer Kleinstadt in ländlicher Umgebung, einer Industrieanlage und dem KIT-Forschungscampus fließen unterschiedliche Anwendungsszenarien und Systemkonfigurationen in das Vorhaben ein.

Auf dieser Basis soll eine allgemein zugängliche Datenplattform entstehen, die der Forschungscommunity unter anderem Analysen und Informationen zum Energieverbrauch und zur Energielieferung in unterschiedlichen Kontexten zur Verfügung stellen soll. „Unser langfristiges Ziel ist es, diesen Zusammenschluss europäischer Forschungsvorhaben für weitere Partner zu öffnen und zu institutionalisieren“, so Südmeyer. na / KIT


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Kommentare

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Eitel Heck 23.08.2017, 10:05:05

+171 Gut Antworten

Um Europas Energiewende im Einklang zu bringen, sollte bewertet werden, welche Länder die beste Lösung haben, um die Klimaziele zur Reduzierung der CO2-Emission zu realisieren.

Die schwerpunktmäßige Orientierung von Deutschland auf eine großfächige Stomerzeugung mit fluktuierenden Windstrom ohne in einem langen Zeitraum erkennbare bezahlbare Groß- und Langzeitspeicher für überschüssigen Strom, mit Abbau und Entsorgung der Windkraftanlagen nach 20-jährigem Betrieb bei ungelöster Entsorgung der Rotorblätter(gegenwärtig Sondermüll) ist im Vergleich mit anderen EU-Ländern nicht die beste Lösung zur Realisierung der Klimaziele.

Andere EU-Länder gehen Wege mit den sicherlich die KLimaziele erfüllt werden.

-Weiterbetreiben und Neubau von Kernkraftwerken ohne CO2-Emission.

Polen will beispielsweise den Dual Fluid Kernreaktor mit deutschem Patent mit sicherer Technologie und großer ökonomischer Bedeutung durch Kopplung der Stromproduktion mit der Herstellung von chemischen Produkten bauen.

-Gegenüber Deutschland viel stärkere Orientierung von EU-Ländern auf erneuerbare Energien mit kontinuierlicher Stromerzeugung.

.Norwegen, Österreich

Österreich wird durch den Ausbau der Wasserkraft mit 50% am Strom-Mix und 20% Windkraft und Biomasse in den nächsten Jahren 100% Strom mit EEG produzieren.

-Großbrittanien baut das weltweit größte Gezeitenkraftwerk in Nordschottland.

-Zur Nutzung überschüssiger Wasserkraft und Geothermie in Island ist der Bau eines Seekabels( 1.650 km) nach Großbritannien geplant.

Dass die Niederlande, Polen und Tschechien Stromsperren bauen, um ihre Stromnetze vor Überlastung durch deutschen Windstrom zu schützen, zeigt, wie dringlich eine Harmonisierung der Ziele und Instrumente der deutschen Energiewende mit dem europäischen Energiebinnenmarkt ist.


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