Menü öffnen

Projekt zu ökologischem Trassenmanagement

Artenvielfalt unter Stromleitungen ist möglich. (Bild: © Deutsche Umwelthilfe/Judith Kuehn)
Artenvielfalt unter Stromleitungen ist möglich. (Bild: © Deutsche Umwelthilfe/Judith Kuehn)

Schneisen für Stromtrassen können ökologische Nischen für Tiere und Pflanzen sein – bislang sind sie es jedoch meist nicht. Ein Forschungsprojekt widmet sich der Frage, durch welche Maßnahmen die Flächen unter den Leitungen den Biotopverbund stärken.

30.10.2015 – Rund 35.000 Kilometer Stromleitungen ziehen sich durch Deutschland. Aus Sicherheitsgründen müssen die Freileitungen vom Bewuchs freigehalten werden. Das Ergebnis sind häufig breite, kahle Schneisen im Wald und ein zerstörter Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten. Mit einer nachhaltigen Trassenpflege kann wieder wichtiger Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten geschaffen und das Landschaftsbild gemildert werden. Bei richtiger Pflege kann in den Schneisen, die von hohen Bäumen freigehalten werden müssen, sogar eine eigene Pflanzenwelt mit lichtliebenden Arten entstehen, die hier ihre spezielle Nische finden.

Ein neues Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Hochschule Weihenstephan widmet sich deshalb der Frage, wie sich Trassenmanagement unter Stromleitungen ökologisch gestaltet lässt. Ziel ist es auch, den Biotopverbund maßgeblich zu stärken. DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner erklärte: „Es stehen bereits gute Konzepte zur ökologischen Trassenpflege zur Verfügung. Die Politik muss diese systematischer nutzen und auch die Eignung der Stromtrassen für die Biotopvernetzung weiter erproben und vorantreiben.“

Der Biotopverbund ist gesetzlich verankert. Mit diesem Netz sollen funktionierende Austauschbeziehungen in der Landschaft wiederhergestellt werden, die das Überleben von Tier- und Pflanzenarten in der Kulturlandschaft sichern. Netzbetreiber wie Amprion und Westnetz setzen bereits auf ein ökologisches Trassenmanagement. Sie bringen ihre Erfahrungen in das Forschungsvorhaben ein, das in Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. Das Projekt startete im August 2015. Begleitend sollen im kommenden Jahr regionale Workshops stattfinden. rr


Mehr zum Thema


Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

(wird nicht veröffentlicht)
max 2.000 Zeichen



energiezukunft