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SuedLink: Pläne für Stromtrassen veröffentlicht

Bau einer unterirdischen Stromleitung zwischen Zimmern und Rottweil. TenneT und TransnetBW haben nun die Pläne für einen möglichen komplett unterirdischen Verlauf der SuedLink-Stromtrassen veröffentlicht. (Foto: <a href=" https://commons.wikimedia.org
Bau einer unterirdischen Stromleitung zwischen Zimmern und Rottweil. TenneT und TransnetBW haben nun die Pläne für einen möglichen komplett unterirdischen Verlauf der SuedLink-Stromtrassen veröffentlicht. (Foto: Nico Pudimat / commons.wikimedia.org , gemeinfrei)

Ab 2025 wollen die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW Strom aus Erneuerbaren Energien komplett unterirdisch von Nord- nach Süddeutschland transportieren. Die Pläne für einen möglichen Verlauf der Stromtrassen wurden nun veröffentlicht.

28.09.2016 – Strom mittels Überlandleitungen quer durch Deutschland transportieren – für viele Bundesbürger eine echte Horrorvorstellung. Daher hat die Politik nun den Weg für eine reine Erdkabelverbindung frei gemacht. Die beiden Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben gestern ihre Vorschläge, die von renommierten Fachplanungsbüros für Umwelt- und Naturschutz identifiziert wurden, für mögliche Erdkabelkorridore der SuedLink-Trasse veröffentlicht.

Der Atomausstieg ist beschlossen und die Energiewende schreitet voran. Doch noch immer ist nicht geklärt, wie der aus Erneuerbaren Energiequellen erzeugte Strom vom Norden in den Süden transportiert werden soll. Natürlich könnte stattdessen auch eine dezentrale Energiewende unterstützt und gefördert werden. Dies ist jedoch politisch nicht gewünscht, da beispielsweise der Ausbau der Windenergie in Bayern immer stärker ausgebremst wurde. Daher war nun ein verlässlicher Plan für den Verlauf möglicher Stromtrassen dringend erforderlich.

Heftiger Widerstand gegen Überlandleitungen

Bereits in den vergangenen Monaten sorgten die Pläne von TenneT vor allem in Bayern für Proteste. Zunächst sollten die Leitungen oberirdisch verlaufen, was auf heftigen Widerstand stieß. Inzwischen wird aber deutlich, dass sowohl der Suedostlink zwischen Sachsen-Anhalt und Niederbayern als auch der Suedlink von Schleswig-Holstein nach Bayern definitiv realisiert wird. Allerdings führt die Erdverkabelung zu deutlichen Zeitverlusten und Kostensteigerungen. Erdkabel kosten etwa drei- bis zehnmal so viel wie oberirdische Variante.

Daher ist es sinnvoll, dass die Öffentlichkeit so früh wie möglich in den Planungsprozess mit einbezogen wird und über die genauen Trassenverläufe mitentscheiden kann. Zu diesem Zweck wurde gestern eine Bürgerbeteiligung gestartet. „Wir wollen frühzeitig und transparent informieren. Das stellt sicher, dass alle verfügbaren lokalen und regionalen Informationen helfen, die Planung zu optimieren“, so Werner Götz, Mitglied der Geschäftsführung der TransnetBW GmbH.

Auf den Seiten von TenneT und TransnetBW können die möglichen Korridorverläufe sowie Erläuterungen zu der Planung von SuedLink nachgelesen werden. Die Termine zu den Informationsveranstaltungen, die in den betroffenen Landkreisen von Mitte Oktober bis Mitte November stattfinden, werden dort ebenfalls veröffentlicht. Außerdem können Bürger über ein Planungs- und Beteiligungstool online direkt Hinweise hinterlassen. jk

Schematische Darstellung der Erdkabelkorridore


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