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PV-ProjektEnergiewende auf ehemaligem Kiestagebau

Spatenstich für den 76-MW-Solarpark Zietlitz in Mecklenburg-Vorpommern
Spatenstich für den 76-MW-Solarpark Zietlitz in Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: © Goldbeck Solar)

Auf dem Gelände eines ehemaligen Kiestagebaus entsteht das größte Photovoltaik-Projekt, das bisher aus einer Ausschreibung hervorgegangen ist. Mit einer Jahresleistung von 76 Megawatt soll es ab 2021 rund 16.000 Haushalte mit Solarstrom versorgen.

22.07.2020 – Bereits am 2. Juli wurde der Spatenstich für das größte Photovoltaikprojekt gesetzt, das bisher einen Zuschlag bei einer PV-Ausschreibung erhalten hat. Seitdem wird mit Hochdruck an der neuen Solaranlage Zietlitz in Mecklenburg-Vorpommern gearbeitet. Bis zum Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Anlage mit einer Leistung von 76 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen werden.

Anschließend wird mit einem jährlichen Ertrag von 72.000 Megawattstunden und einer CO2-Ersparnis von 37.000 Tonnen gerechnet. Dadurch können pro Jahr rund 16.000 Vier-Personen-Haushalte mit regenerativ erzeugtem Solarstrom versorgt werden.

Der Solarpark Zietlitz entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Kiestagebaus im Bereich Linstow im Süden des Landkreises Rostock. Die Gesamtfläche der Anlage beträgt 75 Hektar, installiert werden insgesamt rund 190.000 PV-Module. Realisiert wird das Projekt vom Baden-Württembergischen Unternehmen Goldbeck Solar in Auftrag von Wemag und Sentus. Der Schweriner Energieversorger hatte bereits Anfang Juli bekanntgegeben, dass Zietlitz das größte Photovoltaikprojekt in der Firmengeschichte sei. Umgesetzt werde es in Kooperation mit der Evangelische Landeskirche in Württemberg.

Kieswerk bietet Platz für PV-Projekt

„Als größtes Ausschreibungsprojekt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist Zietlitz für uns natürlich etwas Besonderes“, sagt Goldbeck Solar-Geschäftsführer Tobias Schüssler. „Viel spannender ist aber sicherlich die Lage des neuen Solarparks. Dieser entsteht nämlich in einem ehemaligen Kies- und Sandbergwerk. So wird die Fläche einer Umnutzung im Sinne der Energiewende zugeführt.“

Nur aufgrund dieser besonderen Lage konnte das Projekt trotz seiner Größe überhaupt an einer PV-Ausschreibung teilnehmen. Erlaubt sind nämlich nur für sogenannte „baulichen Anlagen“ Gebote von mehr als zehn Megawatt Leistung – und Zietlitz liegt mit seiner 76 MW deutlich darüber.

„Es ist unser bislang größtes Photovoltaikprojekt, das sich vor allem durch hochwertige Komponenten sowie durch eine leistungsstarke IT-Infrastruktur und ein gehobenes Sicherheitskonzept auszeichnet“, sagte Thomas Murche, Technischer Vorstand der Wemag. Verwendet werden PV-Module der Marke SunTech sowie Wechselrichter von SMA Zentral. Ab dem Jahr 2021 soll der Solarstrom dann nach Tarif eingespeist werden. jk


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