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PV-Ausschreibungen gehen in zweite Runde

Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen der zweiten Runde der Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen 33 Gebote bezuschlagt. (Bild: © NATURSTROM AG)
Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen der zweiten Runde der Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen 33 Gebote bezuschlagt. (Bild: © NATURSTROM AG)

33 Gebote erhielten in Rahmen der zweiten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen einen Zuschlag. Die Grünen sorgen sich weiterhin um die Akteursvielfalt. Der Bundesverbandes Solarwirtschaft schätzt, dass die Ausbauziele verfehlt werden.

14.08.2015 – Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen der zweiten Runde der Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen 33 Gebote mit einem Gebotsumfang von 159.735 kW bezuschlagt. Insgesamt sind 136 Gebote eingegangen. Diejenigen Bieter, die den Zuschlag erhalten haben, wurden auf der Internetseite der Bundesnetzagentur bekannt gemacht. Es wurde für Projekte mit einem Volumen von 558 Megawatt geboten, das Ausschreibungsvolumen von 150 Megawatt war damit erneut deutlich überzeichnet. Die Zahl der bezuschlagten Unternehmen ist insgesamt gestiegen. Erfolgreich waren insbesondere Multiprojektbieter, aber unter anderem auch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts.


Der Zuschlagswert steht noch nicht fest, da in dieser Runde die Preisbildung nach dem Einheitspreisverfahren („uniform pricing“) erfolgt und abgewartet wird, ob ein Nachrückverfahren durchgeführt werden muss. Dies steht erst nach dem 1. September 2015 fest. Zu dieser Frist müssen die erfolgreichen Bieter eine Zweitsicherheit stellen, da der Zuschlag ansonsten erlischt. Sofern für Gebote mit einer Menge von insgesamt mehr als 30 Megawatt keine Zweitsicherheit gestellt wird, führt die Bundesnetzagentur Anfang September 2015 ein Nachrückverfahren durch.

Die Grünen sorgen sich weiterhin um die Akteursvielfalt und haben deswegen im Rahmen einer Kleinen Anfrage einen umfangreichen Fragenkatalog  zum Thema an die Bundesregierung übermittelt. Julia Verlinden, energiepolitische Sprecherin der Partei, erklärte: „Bisherige Erfahrungen mit der Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächen im internationalen Raum zeigen, dass Ausschreibungen eine Reihe von Nachteilen und Risiken mit sich bringen: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird teurer, die Akteursvielfalt wird eingeschränkt. Oft werden die anvisierten Ausbauziele nicht erreicht. Auch die Bundesregierung erkennt an, dass die Akteursvielfalt durch Ausschreibung eingeschränkt wird, hat aber keine Idee wie sie dieses Problem lösen soll.“

Für dieses Jahr plant die Bundesregierung einen Photovoltaik-Ausbau von 2,5 Gigawatt. Dieses Ziel wird nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V (BSW-Solar) wie bereits im Vorjahr deutlich verfehlt werden. „Die hohe Zahl der Gebote zeigt, wie groß das Interesse weiterhin ist, Solarstrom zu erzeugen“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Vor dem Hintergrund wiederholt verfehlter Photovoltaik-Ausbauziele sei es allerdings unverständlich, dass nur ein Bruchteil der Solarparks einen Förderzuschlag erhält. Körnig appelliert an die Bundesregierung, als Sofortmaßnahme das Zuschlagsvolumen mindestens zu verdoppeln. Damit seien keine Mehrkosten gegenüber den politisch gewünschten Ausbauszenarien verbunden. Solarstrom aus ebenerdig errichteten Solarstromanlagen sei eine besonders günstige Form der Energieerzeugung. Eine Aufstockung des Auktionsvolumens sei auch vor dem Hintergrund noch offener Realisierungsquoten bei den bezuschlagten Projekten dringend geboten, so der Branchenverband. rr


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