SteckersolargeräteHamburg fördert Balkonsolar für finanzschwache Haushalte

Nahaufnahme Solarmodul an einem Geländer
Eine spezielle Förderung für Balkonkraftwerke gibt es demnächst in Hamburg – sie wird an Haushalte mit geringem Einkommen ausgezahlt. (Foto: Panelretter)

Einkommensschwache Haushalte in Hamburg können von einer neuen Förderung für Balkonkraftwerke profitieren. Das Programm wurde von der Hansestadt Hamburg zusammen mit der Caritas aus der Taufe gehoben. Es ist auf zwei Jahre befristet.

11.09.2025 – Damit auch Haushalte mit geringem Einkommen an der Energiewende teilhaben können, startet die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft zusammen mit dem Caritasverband für das Erzbistum Hamburg ab Oktober 2025 das Förderprogramm „Balkonkraftwerk – Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen“. Damit soll aktiver Klimaschutz unabhängig vom Einkommen möglich und für alle umsetzbar werden.

Gefördert wird die Anschaffung von steckerfertigen Solaranlagen, sogenannten Balkonkraftwerken, mit bis zu 90 Prozent der Anschaffungskosten. Die Caritas berät zu geeigneten Modulen und unterstützt bei der Kommunikation mit Vermieter:innen. Die Installation wird durch die Haushalte selbst vorgenommen.

Ab Oktober können Interessierte Kontakt mit der Caritas aufnehmen und Förderanträge stellen. Beraterinnen und Berater der Caritas besuchen dann die Haushalte, sichten die Balkone und beraten entsprechend. Für ein passendes PV-Modul werden 90 Prozent der Gesamtsumme für das Balkonkraftwerk gefördert. So können Haushalte bis zu 500 Euro bei der Anschaffung und darüber hinaus langfristig an den Stromkosten sparen.

Förderberechtigt sind Bezieherinnen und Bezieher von Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Asylbewerberleistungen, Kinderzuschlag, BAföG sowie Haushalte mit Einkommen unter dem Pfändungsbetrag. Im Förderzeitraum bis zum 31. Juli 2027 stehen für das Projekt rund 580.000 Euro zur Verfügung.

Haushalte, die bereits von der Caritas beraten werden, erhalten einen Flyer mit den wichtigsten Informationen zur neuen Förderung. Auch in laufenden Beratungen weist die Caritas darauf hin. Christoph Dreger von der Caritasverweist auf den besonderen Charakter des Programms:„Damit öffnet sich eine neue Tür für Teile der Bevölkerung, die von vielen Bereichen ausgeschlossen sind. Mich motiviert die Idee, Balkonkraftwerke über die ganze Stadt zu verbreiten und so viele Menschen zur Nachahmung anzuregen.“ pf

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