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Flexibles Stromsystem – NiederlandeMicrogrid hilft Logistikzentrum, Netzengpässe zu bewältigen

Blick auf ein graues rechteckiges GEäbude mit Flachdach und mehrere graue Container
Speichercontainer und Backup-Systeme vor der Logistikimmobilie in Almere. (Bildquelle: © Prologis)

Ein neues Logistikzentrum von Prologis im niederländischen Almere arbeitet überwiegend netzunabhängig. Möglich wird dies durch ein Microgrid, das Photovoltaik auf dem Dach, Batteriespeicher und Notstromversorgung kombiniert.

20.11.2025 – Diese Lösung ermöglicht den Betrieb der 23.000 Quadratmeter großen Logistikimmobilie an einem Standort ohne ausreichenden Netzanschluss. Da dort nur 55 Kilowatt Netzleistung zur Verfügung standen, was für eine typische industrielle Nutzung nicht ausreicht, realisierte Prologis innerhalb eines Jahres ein Microgrid, das die verfügbare Leistung auf etwa 400 Kilowatt versiebenfacht.

Das System kombiniert eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, Batteriespeicher, Notstromaggregate sowie ein intelligentes Energiemanagementsystem, das lokal erzeugten Solarstrom priorisiert. Der Solarstrom wird in Batterien gespeichert, ein Gasgenerator sorgt nur bei Bedarf für zusätzliche Versorgung. Als Notfall-Backup ist eine zweite Einheit installiert, die mit HVO100 (Hydrotreated Vegetable Oil -100 %) betrieben wird. Das System ist so ausgelegt, dass es durch dreifache Redundanz eine Zuverlässigkeit von 99,9 Prozent erreicht.

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„Netzüberlastung ist zu einem der größten versteckten Risiken für das Wirtschaftswachstum in Europa geworden”, sagt Melchert Duijve, Vice President, Energy & Sustainability, Prologis Europe. „Dieses Projekt zeigt, dass Wirtschaft und Industrie nicht warten müssen und dass Unternehmen sich schon heute, und nicht erst in einigen Jahren, eine zuverlässige Stromversorgung sichern und sich weiterentwickeln können. Microgrids sind noch selten, aber ich gehe davon aus, dass sie bald zur ganz selbstverständlichen Ausstattung von Gebäuden gehören werden.”

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Blaupause für Regionen mit Netzengpässen

Die Netzüberlastung beeinflusst bereits jetzt Investitionsentscheidungen in den Niederlanden. Almere ist eines der vielen Gebiete, die unter Druck stehen, aber auch eines der ersten, in denen eine solche Lösung umgesetzt wurde. Es handelt sich um das erste Microgrid von Prologis in Europa und ein skalierbares Vorbild für andere Standorte mit entsprechenden Netzbeschränkungen. Einzelne Module können an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Ein ähnliches Projekt setzt Prologis in den Vereinigten Staaten um, wo die Elektrifizierung ebenfalls schneller voranschreitet als der Ausbau der Infrastruktur.

„Für unsere Kunden ist Zuverlässigkeit nicht optional”, sagt Marijn van den Heuvel, Director, Capital Deployment bei Prologis Netherlands. „In Almere haben wir ein Logistikzentrum errichtet, das bereits heute betriebsbereit ist, obwohl die Netzanbindung erst in einigen Jahren erfolgen wird. Dadurch bleiben die Lieferketten aufrechterhalten und die Arbeitsplätze vor Ort gesichert.”

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Nachhaltiges Gebäudedesign

Das neu entwickelte, vollständig elektrifizierte Logistikgebäude wurde entsprechend der BREEAM-Zertifizierung Very Good konzipiert. Dabei handelt es ich um einen europäischen Standard für nachhaltiges Bauen, der die Leistung in Bereichen wie Energieeffizienz, Materialien und Designqualität insgesamt bewertet.

Das Gebäude wird mit Wärmepumpen betrieben, verfügt über Dreifachverglasung und LED-Beleuchtung und ist mit Recyclingmaterialien und einer demontierbaren Stahlkonstruktion gebaut. Das Erscheinungsbild ist auf die Umgebung abgestimmt. In Absprache mit der Gemeinde entschied sich das Team für eine natürliche Fassadenverkleidung und einen offenen Eingangsbereich. hcn

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