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Smart-Meter-RolloutStand beim Pflichteinbau von intelligenten Messsystemen

Installateur setzt digitalen Zähler in Zählerschrank ein.
Die Smart Meter Initiative hat Daten zum Pflichteinbau von Smart Metern nach Regionen aufbereitet. (Foto: EMH metering)

Ein Vergleich der zehn größten Messstellenbetreiber zeigt, wie weit die einzelnen Akteure Pflichteinbaufälle für Smart Meter abgearbeitet haben. Zwischen 13 und 34 Prozent liegen die Quoten. Im bundesweiten Durchschnitt sind es rund 15 Prozent.

27.08.2025 – Beim Pflichtrollout intelligenter Messsysteme (iMSys) in Deutschland sind die größeren Messstellenbetreiber schneller als kleinere. Unter den zehn größten grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB) führt Stromnetz Berlin das Ranking an. Das zeigt eine Analyse der Smart-Meter-Initiative auf Basis der quartalsweise von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Erhebung der Smart-Meter-Einbauzahlen für das erste Quartal 2025.

Pflichtrollout-Fälle für Smart Meter in Deutschland umfassen seit dem 1. Januar 2025 Haushalte mit über 6.000 kWh Jahresverbrauch, Betreiber von PV-Anlagen über 7 kW Leistung sowie Haushalte mit steuerbarer Verbrauchseinrichtungen mit einer Nennleistung von 4,2 kWh wie Wärmepumpen oder E-Auto-Ladestationen.

Bundesweit sind bislang den Daten der BNetzA zufolge erst 2,8 Prozent der Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet – im vierten Quartal 2024 waren es 2,18 Prozent. Die Pflichteinbaufällen sind um 1,21 Prozent von 13,91 Prozent auf 15,12 Prozent gestiegen. Die großen grundzuständigen Messstellenbetreiber mit über 500.000 Messlokationen liegen mit 20,4 Prozent deutlich über diesem Wert. Zum Vergleich: In unseren Nachbarländern Dänemark und in den Niederlanden liegt die landesweite Rollout-Quote bereits seit vielen Jahren bei 100 oder fast 100 Prozent.

Die zehn größten Messstellenbetreiber in Deutschland haben beim Pflichtrollout Einbauquoten zwischen 13 und 34 Prozent – auf Berlin (33,96 %) folgt die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom (32,15 %) und Westnetz (27,53 %). Den niedrigsten Wert im Vergleich dieser Gruppe verzeichnet Netze BW (12,74 %), gefolgt von den Hamburger Energienetzen (14,08 %) und EWE Netz (beide 14,09 %).

Bundesweit sind bislang den Daten der BNetzA zufolge erst 2,8 Prozent der Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet – im vierten Quartal 2024 waren es 2,18 Prozent. Die Pflichteinbaufällen sind um 1,21 Prozent von 13,91 Prozent auf 15,12 Prozent gestiegen. Die großen grundzuständigen Messstellenbetreiber mit über 500.000 Messlokationen liegen mit 20,4 Prozent deutlich über diesem Wert. Zum Vergleich: In unseren Nachbarländern Dänemark und in den Niederlanden liegt die landesweite Rollout-Quote bereits seit vielen Jahren bei 100 oder fast 100 Prozent.

Die zehn größten Messstellenbetreiber in Deutschland haben beim Pflichtrollout Einbauquoten zwischen 13 und 34 Prozent – auf Berlin (33,96 %) folgt die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom (32,15 %) und Westnetz (27,53 %). Den niedrigsten Wert im Vergleich dieser Gruppe verzeichnet Netze BW (12,74 %), gefolgt von den Hamburger Energienetzen (14,08 %) und EWE Netz (beide 14,09 %).

„Dass ein Netzbetreiber wie Stromnetz Berlin mit über 30 Prozent Einbauquote beim Pflichtrollout deutlich über dem Durchschnitt liegt, zeigt, dass es geht. Aber die Kleinteiligkeit der deutschen Messstellenbetreiber ist eine Herausforderung. Wir brauchen mehr Tempo, klare Standards und einen politischen Willen, der Digitalisierung im Messwesen endlich zur Priorität macht“, sagt Jan Rabe, CEO von Rabot Energy und Mitglied der Smart-Meter-Initiative.

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Der niedrige bundesweite Durchschnitt der Pflichteinbaufälle liegt mit 15,12 Prozent nach wie vor durchschnittlich unter den Werten der großen grundständigen Messstellenbetreiber, was auf strukturelle Herausforderungen im Rollout-Prozess insbesondere bei kleineren Betreibern hinweist. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Die Stadtwerke Lübz erreichten als erster Messstellenbetreiber schon Ende vergangenen Jahres eine 100-prozentige Abdeckung – im ersten Quartal 2025 erreichen dies nun auch die Stadtwerke Bayreuth und Raubling Papier.

Für transparente Einbauzahlen der größten Messstellenbetreiber will die Smart-Meter-Initiative einen die Erhebung quartalsweise aktualisiern. Damit sollen Fortschritte und Rückstände im Ausbau intelligenter Messsysteme sichtbar gemacht werden. „Nur wenn offen nachvollziehbar ist, wie einzelne Messstellenbetreiber vorankommen, kann gezielt gesteuert und verbessert werden. Digitalisierung der Energiewende darf kein Blindflug sein“, sagt Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Deutschland. Zusätzlich hat die Initiative eine Tabelle der zehn Messstellenbetreiber mit der höchsten Einbauquote sowie aller Messstellenbetreiber mit null
Prozent Einbauquote erstellt.

Über die Smart-Meter-Initiative

Die im Januar 2024 gegründete Smart-Meter-Initiative besteht aus den digitalen Ökostromanbietern Octopus Energy, RABOT Charge, Tibber und Ostrom. Gemeinsam wollen die Unternehmen den Smart-Meter-Rollout in Deutschland begleiten und beschleunigen. Als Pioniere dynamischer Tarife setzen sie sich gemeinsam mit Messstellen- und Verteilnetzbetreibern für den vorzeitigen Einbau von intelligenten Stromzählern ein. Sie wollen es Verbrauchenden ermöglichen, den eigenen Stromverbrauch flexibel an das Stromangebot anzupassen und so von günstigeren Preisen zu profitieren. pf
 

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