Bundesverband SolarwirtschaftStromspeicher-Ausbau braucht mehr Tempo

Stromspeicher im Keller eines Mehrfamilienhauses
Der Speicherausbau in Deutschland entwickelt sich gut, braucht aber noch mehr Tempo. (Foto: BSW-Solar/agw)

Die Kapazität stationärer Stromspeicher hat sich in nur fünf Jahren mehr als verfünffacht. Rund 2,4 Millionen Batteriespeicher sind hierzulande in Betrieb, meist zusammen mit einer Solaranlage. Doch der Ausbau muss noch rasanter werden.

14.01.2026 – Trotz guter Zubauzahlen ist der der Speicherausbau in Deutschland nach Einschätzung von Energieexperten noch nicht auf der Zielgeraden. Nach Meinung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) muss die installierte Batteriespeicherkapazität bis 2030 von derzeit 25 auf rund 100 Gigawattstunden vervierfacht werden.

Nach einer vorläufigen Bilanz des BSW-Solar wurden 2025 knapp 600.000 neue stationäre Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt rund 6,5 Gigawattstunden neu in Betrieb genommen. Dies entspricht einem leichten Kapazitätsplus gegenüber dem Vorjahr 2024 in Höhe von rund fünf Prozent. Während die Nachfrage nach Heimspeichern gegenüber 2024 um rund acht Prozent zurückging, boomte der Markt für neu installierte Groß-Batteriespeicher der Megawattklasse. Er konnte sich nach Verbandsangaben mehr als verdoppeln. Ein Kapazitätsplus in Höhe von immerhin rund 30 Prozent verzeichneten 2025 neu installierte Gewerbespeicher. In Summe betrage die Gesamtspeicherkapazität damit bereits deutlich über 25 Gigawattstunden.

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Auch für das Jahr 2026 erwartet der BSW-Solar ein weiteres Marktwachstum bei Großspeichern. Im Heimsegment werde die weitere Investitionsbereitschaft stark von der Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens für die Photovoltaik und für Wärmepumpen abhängen. Für ihre Nutzer ist die Kombination aller drei Energiewende-Technologien von besonderem Vorteil. Auch für den Klimaschutz zahlt sie sich besonders aus.

„Damit Speicher ihr volles Potenzial entfalten können, sollten Netzanschlussverfahren beschleunigt werden und Netzentgeltregeln künftig Anreize zur Systemdienlichkeit enthalten. Zudem müssen schnell massengeschäftstaugliche Prozesse geschaffen werden, unter anderem durch Digitalisierung bei den Netzbetreibern, und Speicher lösungsorientiert in den Redispatch integriert werden“, erklärt der Hauptgeschäfteführer des BSW-Solar, Carsten Körnig. pf

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