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Europa






Stabil und bezahlbarTagung mit Fokus auf Resilienz der Stromnetze

Personen stehend auf einem Podium diskutieren, Aufnahme von der Tagung 2025
Bei der Tagung im Vorjahr gab es Gelegenheit mit dem Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller zu diskutieren. (Foto: Conexio-PSE)

Die Tagung Zukünftige Stromnetze versteht sich als Impulsgeber und wichtiger Treffpunkt der Energiebranche. Ende Januar 2026 geht es besonders um Resilienz und Stabilität in einem Energiesystem, das immer stärker von Erneuerbaren geprägt ist.

27.11.2025Das Stromnetz ist ein Dauerbrenner in allen energiewirtschaftlichen Debatten und ein Schlüsselelement für die Energiewende. Den Ausbau der Erneuerbaren Energien in hohem Tempo fortzusetzen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit beim Netzumbau zu erhöhen, ist eine zentrale Aufgabe wie Franziska Adamek, Regierungsdirektorin bei der Bundesnetzagentur, betont. Sie übernimmt die fachliche Leitung der Tagung Zukünftige Stromnetze zusammen mit Christof Wittwer, Geschäftsfeldleiter Systemintegration am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. 

Das Leitthema der Konferenz in diesem Jahr lautet „Zukünftige Netze - Resilienz und Stabilität bei grüner Vollversorgung sichern“. Am 28. und 29. Januar 2026 loten die Teilnehmenden aus Politik, Forschung und Industrie aus, welche Ideen und konkreten Lösungsvorschläge die Energiebranche auf dem Weg zu einem sicheren flexiblen Stromsystem voranbringen.

Versorgungssicherheit und Resilienz im Fokus

Insgesamt ist die Versorgungssicherheit mit Strom in Europa hoch. Daran hat auch der wachsende Anteil von Ökostrom im Netz nichts geändert. Resilienz ist jedoch die Fähigkeit eines Systems, mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen. Der großflächige Blackout auf der iberischen Halbinsel am 28. April hat die Bedeutung der Resilienz eines Energiesystems nochmals verdeutlicht. Die komplexe Kommunikation und Planung von modernen Stromnetzen muss mit vielen dezentralen Erzeugern und Verbrauchern abgestimmt werden.

Aktuelle geopolitische Krisen, etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten, stellen zusätzliche Anforderungen an die Stabilität der Stromversorgung. Der Schutz der Infrastruktur im Katastrophen- und Kriegsfall inklusive dem wichtigen Thema Cybersecurity müssen auf den Prüfstand gestellt und bei der Entwicklung des Versorgungssystems bedacht werden. Im Rahmen der Tagung gilt es, die vielfältigen Herausforderungen in der Energiewirtschaft zusammen mit den aktuellen vorhandenen Technologien und dem regulatorischen Rahmen zu diskutieren, um die Transformation hin zu einer vollständig klimaneutralen Energieversorgung bis 2045 zu meistern. 

Plattform für Austausch und Praxislösungen

Neue Blaupausen-Projekte und Best Practice Beispiele stehen auf der Tagungsordnung, um Erkenntnisse schneller von der Forschung in die Praxis zu bringen. Weitere Themen sind die Roadmap Systemstabilität, mögliche Pfade für den Netzausbau, Flexibilitätsoptionen durch z.B. Batteriespeicher sowie ein mögliches neues Strommarktdesign. Ausreichend Gelegenheit zum Networking ist eingeplant.

Keynote Vorträge zur „Strategischen Entwicklung in Europa und Sicherheit der europäischen Übertragungsnetze“ von Tahir Kapetanovic (Entso-E) sowie über „Drohnenabwehrsysteme für kritische Infrastruktur“ von Michael Laskowski (GAIA-X) sind Highlights im Programm. Einen Einblick in die sozialwissenschaftliche Sichtweise erfolgt durch Astrid Schaffert, Zukunft KlimaSozial - Institut für Klimasozialpolitik.

Auch eine Wiederauflage des im letzten Jahr erfolgreich umgesetzten und sehr beliebten interaktiven World Cafés wird es wieder geben. Diesmal mit dem Thema: Netzanschlüsse und Speicher: „Wie überwinden wir den Netzanschlussstau?“ pf

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