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Energiewende im Heizungskeller stockt

Holzpelletgroßanlage der Energieversorgung Oberhausen AG mit angeschlossenem Nahwärmenetz in Oberhausen-Alstaden. Der Pelletkessel verfügt über eine Heizleistung von 720 Kilowatt, vier Pufferspeicher haben ein Gesamtvolumen von etwa 20.000 Litern. (Fo
Holzpelletgroßanlage der Energieversorgung Oberhausen AG mit angeschlossenem Nahwärmenetz in Oberhausen-Alstaden. Der Pelletkessel verfügt über eine Heizleistung von 720 Kilowatt, vier Pufferspeicher haben ein Gesamtvolumen von etwa 20.000 Litern. (Foto: EnergieAgentur.NRW / flickr.com, CC BY 2.0)

Im Jahr 2016 tritt die Wärmeversorgung aus Erneuerbaren Energien wieder auf der Stelle. Aktuelle Zahlen vom BAFA zeigen, dass die insgesamt gestellten Förderanträge für Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen nur unwesentlich zugenommen haben.

24.01.2017 – Mit etwas über 70.000 Förderanträgen im Erneuerbaren Heizungsumfeld gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfahrkontrolle (BAFA) nur knapp fünf Prozent mehr Anträge ein als im Vorjahr. Verglichen mit dem Jahr 2008, in dem immerhin rund 250.000 Anträge gestellt wurden, ist das erneut viel zu wenig. Aus Sicht des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) sei dafür vor allem die fehlende Neuausrichtung des Wärmemarktes auf Erneuerbare Energieträger verantwortlich. Hohe Folgekosten für die Umwelt seien weder im Heizöl- noch im Erdgaspreis enthalten. Außerdem fördere die Bundesrepublik weiterhin den Einbau fossiler Heizungen.

„Die Wärmeversorgung aus Erneuerbaren Energien tritt auf der Stelle. Auch im Jahr 2016 haben saubere Heizungen keine signifikanten Marktanteile erreicht“, so Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des BEE. Außerdem beruht die Zunahme der Förderanträge von fünf Prozent fast ausschließlich auf den Bereich der Wärmepumpen, der einen Anstieg von 38 Prozent verzeichnete. Die Anträge für Holzheizungen stagnierten auf einem relativ niedrigen Niveau und die Solaranlagen setzten ihren Abwärtstrend erneut fort.

BEE fordert politische Reformen

„Je klimaschädlicher ein Energieträger ist, desto mehr muss er kosten“, so Uphoff. Daher appelliert der BEE an die Politik, den Einbau fossiler Heizungen nicht mehr weiter zu fördern. Vielmehr solle ein Preis auf den Ausstoß von Kohlendioxid eingeführt werden, sodass ein transparenter und fairerer Wettbewerb zwischen konventionellen und erneuerbaren Energieträgern entstehen kann.

„Die Politik ist gefragt, nach den Klimaschutzbeschlüssen von Paris die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Eine schmutzige Wärmeversorgung führt nicht in ein kohlenstofffreies Zeitalter“, urteilt Uphoff daher. Die Bundesregierung könne mit den aktuellen politischen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien im Wärmesektor weder ihre Klimaschutzziele, noch ihre Ausbauziele erreichen. jk


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