Heizungstausch: Bereit für die Wärmepumpe? Online-Tool zum Vorab-Check

Beim Heizungstausch in Bestandsgebäuden herrscht noch Zurückhaltung – nicht selten aus Unsicherheit, ob sich eine Wärmepumpe technisch eignet. Ein neues Online-Tool prüft, ob sich ein Haus mit einer Wärmepumpe heizen lässt.
23.02.2026 – Während Wärmepumpen im Neubau längst Standard sind, zaudern Hauseigentümer beim Heizungstausch in Bestandsgebäuden häufig – zumal es unterschiedliche Meinungen dazu gibt – das verunsichert erstmal. Das neue Online-Tool, das im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt wurde, will mehr Klarheit schaffen: Der kostenlose Gebäudecheck Wärmepumpe zeigt Hausbesitzern im Vorfeld, ob ihre Immobilie bereits „wärmepumpenfähig“ ist und welche Maßnahmen im Zweifel noch erforderlich sind.
Wärmepumpen sind die effizienteste Heiztechnik und haben heute schon sehr günstige Betriebskosten, denn sie nutzen die kostenlose Wärme aus der Umwelt fürs Heizen, schreibt das UBA. Die Kostenvorteile könnten sich künftig verstärken, da mit weiter steigenden Preisen für Heizöl und Erdgas zu rechnen ist. Bei Neubauten haben sich Wärmepumpen daher bereits durchgesetzt. Soll in Bestandsgebäuden die Heizung ersetzt werden, sind viele Menschen jedoch noch unsicher, ob eine Wärmepumpe ohne Weiteres geeignet ist – und es stellt sich die berechtigte Frage, ob noch zusätzliche Maßnahmen am Gebäude notwendig sind.
Mit einer Datenaufnahme zu Gebäude und Räumen, die sich potenziell schlecht beheizen lassen, ermittelt das Online-Tool, ob sich das Haus auch mit einer Wärmepumpe effizient heizen lässt. So lässt sich abschätzen, ob das Gebäude bereits geeignet ist, ein kostengünstiger Austausch von einzelnen Heizkörpern ausreicht oder zunächst energetische Sanierungsmaßnahmen die Heizlast verringern sollten.
„Die Wärmewende ist essenziell, um unsere Klimaziele zu erreichen. Im Gebäudesektor gibt es noch großes Potenzial, klimaschädliche Treibhausgase einzusparen. Dafür brauchen wir klimaneutrale Heizsysteme, vor allem Wärmepumpen“, meint Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes. „In vielen Bestandsgebäuden ist das schon problemlos möglich. Der neue Gebäudecheck Wärmepumpe bietet Hausbesitzern eine einfache und kostenlose Möglichkeit, um selbst nachzuprüfen, ob und wie sie ihre Immobilie effizient und klimafreundlich beheizen können.“
„Beim Gebäudecheck Wärmepumpe steht die raumweise Heizleistungsbilanz im Mittelpunkt“, erklärt Jakob Metz, Projektleiter beim ifeu. „Der Rechner weist im Ergebnis etwa aus, ob in einzelnen Räumen vorab Heizkörper ausgetauscht werden sollten, bevor eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen kann. Oftmals wird das Ergebnis sein, dass das Gebäude bei einem Tausch einiger Heizkörper bereits energieeffizient genug ist, um direkt mit einer Wärmepumpe beheizt werden zu können. Mit Fokus auf die Einzelräume schließt das kostenlose Online-Tool die Lücke zwischen kommerziellen Fachwerkzeugen und anderen Online-Rechnern für Endnutzer:innen.“
Ob ein Gebäude bereits für eine Wärmepumpe geeignet ist, lässt sich in der Regel an der Vorlauftemperatur des Heizsystems ablesen. Sind 55 Grad Celsius oder weniger ausreichend, gilt das Gebäude als „Niedertemperatur-ready“ und ist voraussichtlich effizient mit Wärmepumpe beheizbar. Dabei hängt die benötigte Vorlauftemperatur von der maximalen Heizlast der einzelnen Räume am kältesten Tag der Heizperiode und der Dimensionierung der Heizkörper ab.
Nach einem Vorab-Check ist es ratsam und der nächste Schritt, einen Fachexperten – Heizungsbauer, Energieberater, Architekt, je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt – zur weiteren Planung hinzuzuziehen. na





















































