TOP-THEMA
EEG-Novelle







AEE-Energiekommune März 2026Düsseldorf plant eine umfassende Wärmewende

Menschen sitzen vor einem städtischen Gebäude mit grüner Fassade
Die grüne Fassade in Düsseldorf am Kö-Bogen II besteht aus über 30.000 Hainbuchen-Heckenpflanzen. Ziel des Projekts ist die städtische Klimaanpassung (Foto: Shannia Christanty on Unsplash)

Um bis 2035 klimaneutral zu werden, setzt die Stadt Düsseldorf auf eine umfassende Wärmewende, den Ausbau von Photovoltaik und Mobilitätshubs und eine gezielte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Dafür wurde sie zur Energiekommune ausgezeichnet.

17.03.2025 – Die Ziele der Stadtverwaltung der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf sind ambitioniert, aber machbar – die Treibhausgasemissionen von derzeit etwa sechs auf zwei Tonnen CO2-Äquivalente pro Bürger und Jahr zu senken. Zentrales Instrument sei dabei der kommunale Wärmeplan, da heute noch 92 Prozent der Endenergie in diesem Sektor auf fossile Energieträger entfallen. Einem jährlichen Wärmebedarf von 7,8 Milliarden Kilowattstunden stehen Potenziale von 11,5 bis 13,4 Milliarden Kilowattstunden durch Erneuerbare Energien wie Wärmepumpen, Geothermie und Abwärme aus Rhein und Industrie gegenüber. Effizienzmaßnahmen wie Gebäudesanierungen sowie der Ausbau und die private Förderung von Photovoltaik tragen ebenfalls zur Zielerreichung bei, berichtet die Stadtverwaltung.

Mehr zum Thema

Ein Mann in Arbeitskleidung arbeitet in einem Abwasserkanal
Abwasserwärme

Heizen mit Nudelwasser?

Für eine gelingende Wärmewende braucht es alle zur Verfügung stehenden Erneuerbaren Energien. Welche Chancen hierfür Abwasser bietet – und wo seine Grenzen liegen – zeigt ein Projekt in Köln.

Mobilitätswende läuft

Bereits etwa 30 Mobilitätsstationen gibt es im Stadtgebiet. Diese Umsteigepunkte verknüpfen ÖPNV, Sharing-Angebote, Ladeinfrastruktur und den Fuß- und Radverkehr, oft kombiniert mit der Schaffung von grünen Aufenthaltsräumen. Bis 2035 sollen 100 Mobilitätsstationen private Pkw verdrängen und die Verkehrswende dezentral gestalten.

Klimapakt mit der Wirtschaft

Damit die Energiewende auch die privaten Gebäude erreicht, schult die von der Stadt geförderte Düsseldorfer Umweltakademie Handwerker:innen in Technologien und der Beratung in Sachen Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Absolvierende des berufsbegleitenden Studiengangs Haus-, Energie- und Anlagentechnik (HEAT) der Hochschule Düsseldorf erhalten neben dem Bachelor of Engineering auch einen Meistertitel im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Auch Unternehmen stehen in der Pflicht: Der „Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft“ vereint über 100 Partner von Dienstleistern bis Industrie für umweltschonendes Wirtschaften.

Mehr zum Thema

Energiewende-Partnerstädte Düsseldorf und Czernowitz
Europas Klimaresilienz

Europäische Kommunen gemeinsam für die Energiewende

Im Projekt Energiewende-Partnerstadt arbeiten europäische Kommunen gemeinsam und im Austausch an der Umsetzung von Klimaschutz und Energiewende in ihren Regionen. Vier vernetzte Kommunen-Paare wollen neue Ideen anstoßen und Projekte umsetzen.

Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) hat die NRW- Landeshauptstadt nun in Hinblick auf die umfassenden Strategien als Energie-Kommune des Monats März 2026 ausgezeichnet. „Düsseldorf zeigt, wie eine ambitionierte Wärmeplanung, starke Ausbildungspartnerschaften und wirtschaftliche Kooperationen die Klimaneutralität vorantreiben“, betont AEE-Geschäftsführer Robert Brandt. „Die Landeshauptstadt demonstriert, wie die Energiewende in der Großstadt aussehen kann und wird so ihrer besonderen Vorbildrolle gerecht.“
Hier geht es zum ausführlichen Portrait der Energie-Kommune des Monats:
energie-kommunen.unendlich-viel-energie.de/energie-kommunen/duesseldorf

Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

max 2.000 Zeichen