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Passivhaus-WebinareWärmepumpe auch für den Altbau geeignet

Eine Gruppe von Menschen mit Bauhelmen besichtigten eine Baustelle mit einem Haus mit Holzfas-sade
Bei Passivhaus on Tour in Weiterstadt schauen sich die Teilnehmenden eine Schule mit Neubau und Sanierung an. (Foto: © Passivhaus Institut)

Um auf fossile Brennstoffe zu verzichten, wird mittlerweile in vielen Gebäuden eine Wärmepumpe installiert. Wie auch im Altbau damit effizient geheizt werden kann, zeigen Passivhaus-Experten in Theorie und Praxis.

25.03.2025 – Wärmepumpen sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu klimafreundlichen Gebäuden. Im Neubau ist eine Wärmepumpe selbstverständlich geworden: Laut Statistischem Bundesamt wird in über 60 Prozent aller 2023 fertiggestellten Wohngebäude zum Heizen eine Wärmepumpe genutzt. Auch bei energetisch sanierten Altbauten wird das fossile Heizungssystem mittlerweile häufig durch eine strombetriebene Wärmepumpe ersetzt. Dass der Betrieb einer Wärmepumpe in bestehenden Gebäuden wirtschaftlich und effizient ist, das belegt das Passivhaus Institut zusammen mit der Stadt Riedstadt beim Passivhaus-Abend Webinar Heizen mit Wärmepumpen auch im Altbau am Mittwoch, 26. März 2025.

Praktische Fragen zur Wärmepumpe

„In Gebieten, die in der kommunalen Wärmeplanung als dezentral versorgte Bereiche ausgewiesen werden, die also nicht an ein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen sind, wird die Wärmepumpe zukünftig das Standard-Heizsystem sein“, erläutert Jürgen Schnieders vom Passivhaus Institut. Zusammen mit Benjamin Krick, Sanierungsmanager der Stadt Riedstadt, geht Schnieders beim Passivhaus-Abend auf die Funktionsweise einer Wärmepumpe ein, auf Nutzungskonzepte und darauf, welcher Gerätetyp für verschiedene Gebäude passend ist. Darüber hinaus informieren die Referenten über Kosten für Installation und Betrieb. Anschließend berichtet der Eigentümer eines Gebäudes aus den 1970er-Jahren von seinen Erfahrungen mit dem Betrieb einer Wärmepumpe.

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Energetisch Sanieren lohnt sich

Beim Passivhaus-Nachmittag im April geht es auch um gesellschaftliche Fragen. Das Passivhaus Institut verdeutlicht, dass eine energetische Verbesserung von Gebäuden nicht nur den Bewohnenden zugutekommt, sondern dass auch wir als Gesellschaft davon profitieren.

Das Passivhaus Institut lädt dazu am Mittwoch, 23. April 2025 bereits um 16 Uhr zum Webinar Hocheffiziente Sanierung als gesellschaftliche No-Regret-Maßnahme ein. Der Vortrag zeigt, dass wir als Gesellschaft von hoch energieeffizienten Sanierungen profitieren und diese nicht bereuen werden. Dass unser Gebäudebestand in den kommenden Jahrzehnten von fossilen Brennstoffen auf die Versorgung mit Erneuerbaren Energien umgestellt und dafür flächendeckend energetisch verbessert werden muss, diese Gewissheit schien in großen Teilen bei Gesellschaft und Politik angekommen zu sein.

Gesellschaft profitiert

„In letzter Zeit werden jedoch einzelne Aspekte dieses Ziels wieder verstärkt in Frage gestellt. Es gibt Stimmen, die selbst die Anforderungen an die Energieeffizienz im Gebäudeenergiegesetz als überzogen ansehen. Dabei reichen diese GEG-Anforderungen nach Meinung vieler Experten ganz eindeutig nicht aus, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, erläutert Referent Jürgen Schnieders. Es gebe auch Forderungen, nur die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren und dafür die Energieeffizienz der Gebäude zu vernachlässigen, so Schnieders weiter. Der Wissenschaftler erläutert bei diesem Passivhaus-Nachmittag, warum es sich für uns als Gesellschaft auf jeden Fall lohnt, den Wärmeschutz der Gebäude substanziell zu verbessern und was das mit dem einfachen Bauen zu tun hat.

Weitere Passivhaus-Webinare 2025

Die Teilnahme an den Passivhaus-Webinaren ist gebührenfrei, sie sind als Fortbildungen anerkannt. Mit diesen Veranstaltungen informieren das Passivhaus Institut, die beiden deutschsprachigen Netzwerke IG Passivhaus (Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland) und Passivhaus Austria sowie die Passivhaus Dienstleistung GmbH über aktuelle Themen des energieeffizienten Bauens und Sanierens. In diesem Jahr finden weitere sechs Veranstaltungen der Reihe statt – hier geht‘s zur Website

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