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Offshore-Park versorgt 360.000 Haushalte

„Meerwind Süd | Ost“ ist ein großer Offshore-Windpark nahe Helgoland. (Bild: © WindMW)
„Meerwind Süd | Ost“ ist ein großer Offshore-Windpark nahe Helgoland. (Bild: © WindMW)

Vor der Küste von Helgoland ist ein Offshore-Windpark in Betrieb gegangen, der bis zu 288 Megawatt in das Netz einspeist. Der gewaltige Windpark erstreckt sich über eine Fläche von 42 Quadratkilometern und wurde von privaten Investoren finanziert.

12.11.2014 – 23 Kilometer nördlich von Helgoland ist ein Windpark mit 80 Turbinen je 3,6 Megawatt (MW) in Betrieb gegangen, der Strom für 360.000 Haushalte liefern kann. Zeitgleich wurde die Installation der 3.500 Tonnen schweren Offshore-Umspannstation abgeschlossen. Über eine Transformatorenplattform wird die Gesamtleistung von bis zu 288 MW in das Netz eingespeist. Das Projekt trägt den Namen „Meerwind Süd | Ost“ und es ist der erste Offshore-Windpark Deutschlands, der komplett durch private Investoren finanziert wurde. Betreiber ist die WindMW GmbH, ein Joint Venture von Blackstone Energy Partners aus den USA und der Berliner Windland Energieerzeugungs GmbH. Der Bau konnte wie geplant innerhalb von 18 Monaten fertiggestellt werden und kostete insgesamt 1,2 Milliarden Euro.

Der gewaltige Windpark erstreckt sich über eine Fläche von 42 Quadratkilometern. Die Rotoren der im blauen Wasser weiß leuchtenden Windräder haben einen Durchmesser von 120 Metern. Durch ihre regenerative Energiegewinnung lassen sich laut Betreiber eine Million Tonnen CO2 gegenüber einer Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken einsparen. Das Meereskraftwerk ist über eine Konverterstation von Siemens an das Landnetz angeschlossen. Erstmals kommt damit ein Gleichstromumspannwerk des Elektronikkonzerns auf See zum Einsatz, die Plattform „HelWin1“. Seit Anfang September speisen Windturbinen von "Meerwind Süd | Ost" testweise Strom über die Anlage in das Landnetz ein. Es ist der vierte deutsche Meereswindpark, der ans Netz geht. Mit der Einspeisung steigt die Gesamtleistung heimischer Offshore-Anlagen  von 600 auf 900 MW. 

Helgoland soll künftig als Reparatur- und Servicestützpunkt dienen und beherbergt deswegen das Betriebsgebäude. Bereits während der Installation waren zwischen 35 und 40 Mitarbeiter auf der Insel dauerhaft tätig. Ihre Zahl soll sich nach Inbetriebnahme einpendeln. Die Insel, die etwa 1.500 Einwohner beherbergt, wird künftig voraussichtlich etwa 150 neue Bewohner durch die Arbeitsplätze hinzugewinnen, die durch den Bau dieses sowie weiterer Windparks entstehen. Diese kommen zum Teil als Dauermieter in Hotels unter, es wird jedoch auch Wohnraum neu gebaut. Während viele sich über die dadurch zunehmende Wirtschaftskraft der Insel freuen, fürchten andere, das beschauliche Helgoland könne sich in eine „Industrie-Insel“ verwandeln. rr


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