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Windleistung in Europa um 6,1 Gigawatt gewachsen

Zurzeit gibt es nur eine Handvoll Märkte, die das europaweite Wachstum der Windbranche   gestalten. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/windrad-weg-wind-wolken-landschaft-1963391" target="_blank">Pixelina / pixabay.com</a>, CC0 Public Domain)
Zurzeit gibt es nur eine Handvoll Märkte, die das europaweite Wachstum der Windbranche gestalten. (Foto: Pixelina / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Europas Ausbau der Windenergie ging im ersten Halbjahr 2017 zügig voran. Insgesamt wurde eine zusätzliche Leistung von 6,1 Gigawatt installiert – 2,9 Gigawatt davon allein in Deutschland. Trotzdem blickt die Branche mit Sorge auf die nächsten Jahre.

14.08.2017 – In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde in Europa bereits eine Onshore-Windleistung von 4.775 Megawatt (MW) sowie eine Offshore-Leistung von 1.344 MW installiert, zeigen Zahlen von WindEurope. Fast die Hälfte der neu an das Stromnetz angeschlossenen Windkraftanlagen entfiel dabei auf Deutschland. An Land verzeichnete die Bundesrepublik einen Zubau von 2.281 MW, der durch Offshore-Anlagen mit einer Leistung von 641 MW ergänzt wurde.

Mit Investitionen von rund 8,3 Milliarden Euro flossen in der ersten Jahreshälfte zwar bereits hohe Beträge in den zukünftigen Ausbau der Windenergie, trotzdem konnten die Rekordinvestitionen vom letzten Jahr nicht annährend erreicht werden. Im gleichen Zeitraum wurden in Europa im Jahr 2016 noch etwa 14 Milliarden Euro investiert. Das meiste Geld floss dabei in Deutschland, wo zurzeit eine eindeutige Konzentration der Windbranche zu erkennen ist.

Nur eine Handvoll Märkte gestalten Wachstum

Daher ist Chief Policy Officer Pierre Tardieu von WindEurope grundsätzlich zufrieden mit der Entwicklung der Windbranche im ersten Halbjahr 2017. Trotzdem seien es nur eine Handvoll Märkte, die dieses Wachstum zurzeit gestalten. So hätten mindestens zehn EU-Länder in diesem Jahr noch keine einzige neue Windkraftanlage errichtet und an das Stromnetz angeschlossen.

Vor allem im Bereich der Windenergie an Land werde der Politikwechsel in Großbritannien die Marktkonzentration in Deutschland, Frankreich und Spanien noch weiter erhöhen. Dagegen bereite Tardieu bei der Offshore-Windenergie in erster Linie das geringe Level finanzieller Aktivitäten Sorge. Auch wenn sich dies noch nicht direkt auf den Windausbau der nächsten Jahre auswirke, brauche die Branche auch für den Zeitraum nach 2020 Sicherheit über das zukünftige Ausbauvolumen um den aktuellen Trend der Kostensenkungen erhalten zu können.

Messbare nationale Klimaschutzziele notwendig

Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der deutsche Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) in einer aktuellen Meldung. Die Windbranche brauche zukünftig messbare nationale Klimaschutzziele, um für die Marktteilnehmer eine wichtige Orientierung zu bieten und Innovations- und Effizienzpotenziale zu fördern. Außerdem müsse die Kapazität von nicht realisierten Projekten erneut ausgeschrieben werden.

„Deutschland ist durch seinen innovationsstarken Heimatmarkt in vielen Bereichen Weltmarktführer. Dies lässt sich nur aufrechterhalten, wenn die Energiepolitik von Stabilität und Kontinuität geprägt ist“, so Hermann Albers, Präsident des BWE, und Andreas von Bobart, Stellvertretender Vorsitzender von VDMA Power Systems. „Nachdem alle Marktakteure ihren Beitrag zur Transformation der Energiewirtschaft leisten, darf die Politik nicht bremsend eingreifen.“ jk


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