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Windstromerzeugung 2015 auf Rekord

Blick von einer Windkraftanlage über die Landschaft. Heimische Windräder speisen immer mehr Strom ein - 2015 ist ein neues Rekordjahr. (Bild: © NATURSTROM AG)
Blick von einer Windkraftanlage über die Landschaft. Heimische Windräder speisen immer mehr Strom ein - 2015 ist ein neues Rekordjahr. (Bild: © NATURSTROM AG)

Mit viel Kraft auf der Überholspur: Bereits nach nur neun Monaten haben die heimischen Windkraftanlagen mehr Strom in das deutsche Netz eingespeist als im gesamten Jahr 2014. Grund ist die Wetterlage, aber auch der Zubau zahlreicher neuer Windräder.

02.10.2015 –Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen hat bereits Ende September den Saldo der Winderzeugung aus dem Gesamtjahr 2014 übertroffen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden bereits 59 Milliarden Kilowattstunden Strom in heimischen Windparks erzeugt. Die Bilanz des Vorjahres liegt bei 57,4 Milliarden Kilowattstunden. Dabei ist der auf See erzeugte Anteil von 1,4 Milliarden Kilowattstunden auf 4,6 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Das zeigt die aktuelle Auswertung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).


Zurückzuführen ist der starke Anstieg der Windstromerzeugung auf zwei Faktoren: Zum einen ist das Jahr 2015 bislang überdurchschnittlich windstark, zum anderen hat sich die Anzahl der Windräder sowohl auf dem Land als auch im Meer erhöht. In fast jedem Monat dieses Jahres wurde bislang mehr Windstrom produziert als in den jeweiligen Monaten des Vorjahres. Aus den Zahlen lassen sich jedoch keine Rückschlüsse auf die Höhe der EEG-Umlage 2016 ziehen. Diese hängt von zahlreichen weiteren Faktoren ab.

Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW, erklärte: „Die zunehmende Erzeugung von Windstrom zeigt, dass Deutschland dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf dem richtigen Weg ist, seine Ausbauziele zu erreichen. Das Gelingen der Energiewende hängt aber nur zu einem Teil von der Stromerzeugung ab – ebenso wichtig ist die künftige Gestaltung der Mobilität und der Wärmeversorgung, die verstärkt in den Fokus der Anstrengungen rücken muss.“ Er mahnt an, die drei Bereiche Strom, Wärme und Mobilität als Gesamtsystem zu verstehen und zu optimieren. Sinnvoll eingesetzte Informations- und Kommunikationstechnologien könnten diese Vernetzung in idealer Weise unterstützen, so Frithjof weiter.

Der Anteil regenerativer Energien am bundesweiten Strommix steigt stetig. Das Denklabor Agora Energiewende schätzt, dass er für das Jahr 2015 bei 30 Prozent liegt. 2016 werden es Prognosen zufolge bereits 32 oder 33 Prozent sein. Damit wäre ein Drittel des heimischen Stroms umwelt- und klimafreundlich hergestellt. Ein schöner Erfolg. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun. Bislang sorgt beispielsweise der große Anteil an Strom aus Kohlekraftwerken weiterhin für hohe CO2-Emissionen – und auch das Strommarktdesign muss maßgeblich umgebaut und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. rr


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Kommentare

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Tobias Stelter 08.10.2015, 14:14:00

+173 Gut Antworten

Tolle Zahlen, die Mut machen, aber auch eine Herausforderung sind. Und zwar beim Netzausbau. Ohne leistungsfähige Netze wird die Energiewende nicht gelingen. Bei uns auf http://bit.ly/3malE_SmartGrids haben wir die To-Do's zusammengefasst. Freu mich auf Feedback dazu!


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