Zahlen 2025 zu Windkraft an LandÜber 3.300 Windenergieanlagen erhielten Genehmigung

Rotorblatt einer Windkraftanlage wird mit einem Kran nach oben gehoben
Strom aus Windenergieanlagen ist unverzichtbar für die Energiewende. In 2025 wurden viele neue Anlagen gebaut und genehmigt. (Foto: CarstenE auf Wikimedia / CC BY-SA 3.0)

Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr für den Ausbau der Windkraft an Land. So viele Genehmigungen wie noch nie wurden erteilt. Der Brutto-Zubau erreichte 5,2 Gigawatt. In diesem Jahr könnten 8 bis 8,5 Gigawatt neue Windkraftleistung hinzukommen.

16.01.2026 – Die politischen Weichenstellungen der Vorgänger-Regierung tragen Früchte. Das Jahr 2025 schloss bei der Windenergie an Land mit einem Genehmigungsrekord. Insgesamt wurden in Deutschland 3.310 Windenergieanlagen an Land mit einer Leistung von 20.765 Megawatt neu genehmigt. Bei den deutlich überzeichneten Ausschreibungen der Bundesnetzagentur wurden 2.348 Anlagen mit 14.449 Megawatt bezuschlagt. Damit werden die Rekorde des Jahres 2024 nochmals übertroffen.

Der Wettbewerb in den Ausschreibungen funktioniert und führte in den vergangenen Runden zu sinkenden mittleren Zuschlagswerten. Folgerichtig hat die Bundesnetzagentur für dieses Jahr den Höchstwert leicht abgesenkt.

Der Bruttozubau im Jahr 2025 liegt mit 958 Anlagen und 5.232 Megawatt Leistung deutlich über dem Niveau des Vorjahres und somit in der Prognosespanne der beiden Verbände, die einen Zubau von 4.800 bis 5.300 Megawatt prognostiziert hatten. Die insgesamt installierte Leistung erhöht sich auf rund 68.100 Megawatt. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung im Auftrag der Verbände BWE und VDMA Power Systems, die erneut von der Fachagentur Wind und Solar durchgeführt wurde.

Repowering und Stilllegungen

Die Hälfte des deutschen Anlagenbestands ist seit mindestens 15 Jahren in Betrieb. Rund 10.400 Anlagen sind heute bereits älter als 20 Jahre. Mit zunehmendem Alter rückt die Frage in den Fokus, ob sich der bisherige Standort durch moderne, leistungsstärkere Maschinen weiternutzen lässt (Repowering) oder ob die Altanlagen mit dem Ende ihrer technischen Lebensdauer ersatzlos wegfallen werden.

279 Windenergieanlagen mit 1.548 Megawatt Leistung wurden im Jahr 2025 im Rahmen eines Repowerings in Betrieb genommen. Bezogen auf die installierte Brutto-Leistung erreichte die Repowering-Quote knapp 30 Prozent – ein Rückgang um sieben Prozentpunkte gegenüber 2024.

456 Windenergieanlagen mit 631 MW Leistung wurden bislang als endgültig stillgelegt registriert. Gegenüber 2024 ist dies, bezogen auf die Leistung, ein Rückgang um 16 Prozent. Erfahrungsgemäß dürften die Zahlen in den kommenden Wochen durch Nachmeldungen noch steigen. Dennoch zeigt sich weiterhin keine ausgeprägte Stilllegungswelle, die infolge der mittlerweile 10.400 ausgeförderten Bestandsanlagen eintreten könnte. Der Umfang der bislang stillgelegten Anlagen korreliert vielmehr mit der Entwicklung des Repowerings und lässt den Schluss zu, dass Altanlagen hauptsächlich im Ersatz für neue Windenergieanlagen außer Betrieb genommen wurden.

Erfolgreichen Kurs fortschreiben

Anlässlich der Vorstellung der Zahlen betonte Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer von VDMA Power Systems, die Bedeutung des regulativen Rahmens für die lückenlose Sicherheit und Resilienz aller am Stromnetz angeschlossenen Energieanlagen. Dies betreffe sowohl die physische und die digitale Sicher der Anlagen als auch den Zugriff auf kritische Anlagen durch Hersteller. Es gehe um den Schutz nationaler Sicherheitsinteressen.

Die Zubaudynamik sei positiv und müsse mit einem ambitionierten Kurs und dem richtigen politischen Rahmen fortgeschrieben werden. Die bevorstehende EEG-Novelle müsse Investitionen mit verbindlichen Ausbauzielen anreizen – nur so könnten Kosteneffizienz, Versorgungssicherheit, technologische Souveränität und industrielle Wertschöpfung langfristig gesichert werden.

BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek verwies auf die Probleme beim Netzzugang für neue Projekte. Zu erwarten sei ein Zubau-Boom ab Ende 2026. Lange Wartezeiten und die geringe Verfügbarkeit von Anschlüssen hemmen die Entwicklung. „Das Netz muss endlich konsequent und mit hoher Dringlichkeit ausgebaut, modernisiert und digitalisiert werden. Einschränkungen beim Netzanschluss für Erneuerbare Energie sind der falsche Weg.“

Prognose für das Jahr 2026

Für das Jahr 2026 prognostizieren die Verbände einen zu erwartenden Zubau bei der Windkraft an Land in Höhe von 8 bis 8,5 Gigawatt Leistung. pf

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