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Scientists for Future23.000 Wissenschaftler für Fridays for Future

Die Fridays for Future-Demonstranten in Berlin erhalten am Freitag Unterstützung durch die Wissenschaft.
Die Fridays for Future-Demonstranten in Berlin erhalten am Freitag Unterstützung durch die Wissenschaft. (Foto: Leonhard Lenz, Wikimedia.Commons, CC0 1.0)

23.000 Wissenschaftler stellen sich hinter die streikenden Jugendlichen von Fridays for Future und bezeugen: Die Schüler haben recht und Klimaschutz ist dringend notwendig. Beim heutigen Klimastreik kommt es zu einer Begegnung mit Symbolkraft.

15.03.2019 – Gleich mehrfach gibt es Seitenhiebe in die Richtung von Christian Lindner. Der FDP-Chef hatte den streikenden Schülern von „Fridays for Future“ die Kompetenz abgesprochen. Man solle das Thema lieber den Profis überlassen. Eine Steilvorlage so kurz vor der Pressekonferenz am Dienstag. Auf dem Podium sitzen die Sprecher von „Scientists for Future“, einem Zusammenschluss von Forschern. Ihre Antwort an Lindner ist eindeutig: Seht her, hier sitzen die Profis und wir sagen dir und der Welt: Die streikenden Schüler und Studenten haben recht. Aus 700 Erstunterzeichnern sind inzwischen 23.000 Wissenschaftler geworden, darunter zwei Nobelpreisträger und tausende Professoren.

Eine fantastische Zahl

 „Das ist eine fantastische Zahl, mehr als Lungenärzte“, sagte Eckart von Hirschhausen und konnte sich eine weitere Spitze nicht verkneifen. Diesmal gegen den umstrittenen Brief von 100 Lungenärzten, die Anfang des Jahres mit vielen Behauptungen aber ohne Fakten zur Gefahr von Dieselabgasen große Aufmerksamkeit erlangten.

Der Wissenschaftsjournalist, Arzt und Moderator Hirschhausen ist das bekannteste Gesicht der Forscher, die sich demonstrativ hinter die streikenden Jugendlichen stellen und deren Anliegen mit wissenschaftlich eindeutigen Fakten belegen. „Die Klimakrise ist eine der größten Gesundheitsgefahren der Zukunft.“ Als Arzt müsse er darauf hinweisen.

Übergabe beim globalen Klimastreik

Am heutigen Freitag wird er gemeinsam mit den Initiatoren und anderen Forschern den Schülern und Studenten in Berlin die Stellungnahme und Unterschriften überreichen. Es soll eine Begegnung mit Symbolkraft werden und in die Politik ausstrahlen. Sie wollen ihr Gewicht in die Waagschale werfen und die Jungen in ihrem Kampf für mehr Klimaschutz unterstützen.

Denn es ist kein gewöhnlicher Demo-Freitag, es ist globaler Klimastreik in 100 Ländern. In Deutschland sind Veranstaltungen in über 200 Orten angemeldet, Zehntausende werden erwartet. Auch die maßgeblichen Initiatoren von „Scientists For Future“ sind dabei, Gregor Hagedorn vom Naturkundemuseum und Professor Volker Quaschning von der HTW Berlin.

Weiter einmischen

„Die Wissenschaftler haben uns die Bude eingerannt“, erzählt Quaschning von „der Graswurzelbewegung Scientists For Future“. „Wir erledigen das Ganze neben unserem Job, das bedeutet viel Arbeit und wenig Schlaf.“ Bei der Stellungnahme wird es wohl nicht bleiben. Zwar gibt es keine konkreten Pläne, was noch kommen wird, Quaschning sagte aber: „Wir werden uns weiter einmischen und ich denke, dass wir gemeinsam einiges bewegen können.“ cw


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Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Denkender Bürger 15.03.2019, 08:50:29

+402 Gut Antworten

Ist schon klar, daß da viele Wissenschaftler dafür sind.

Wie heißt es doch im Volksmund:

"Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing."

tock 15.03.2019, 13:56:04

+392 Gut

"Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing." - Ist die pauschalen Verurteilung von 23000 Wissenschaftlern nicht etwas überzogen? Oder ist es politische motiviert? Werden alle diese Wissenschaftler von streikenden Schülern bezahlt? Sie versuchen die Kausalität umzudrehen. Es gibt Parteien und Demonstranten, die ihre Forderungen tatsächlich an Wissenschaftlichen Resultaten ausrichten. Das heißt nicht, dass sie diese Diktieren oder machen. Kein Politiker oder Person, die dadurch mehr Geld bekommt war an der Formulierung der Stellungnahme beteiligt. Es geht auf ein Initiative belgischer Wissenschaftler zurück.

Thomas Urich 27.05.2019, 09:13:04

+112 Gut

"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing." ??

Die Wissenschaftler werden von der Industrie oder dem Staat bezahlt. (Direkt oder indirekt.)

Wie die aktuellen Diskussionen zeigen, steht nur ein verschwindend kleiner Teil der Parteien (= Regierung = Staat) hinter einem konsequenten Klimaschutz. Bei der Industrie sieht es wohl eher schlechter aus, da die allermeisten Firmen erst NACH Zwangsmaßnahmen des Staates überhaupt beginnen, Klimaschutz-Maßnahmen umzusetzen.

Die Bemerkung ist also völlig unpassend.

Martin Kirchhoff 18.06.2019, 03:08:38

+82 Gut

By the way: SOLAR-STERLING GENERATOREN......preiswert,einfach selbst zusammenzubauen,12 mal so viel Energie pro Fläche wie bei Solarzellen.Sterling-Gereratoren lassen sich sogar im Winter zur Stromversorgung eines Hauses verwenden.Mit Sterling - Motoren,die so dimensioniert sind,das der kalte und der heiße Pol des Motors,(aus dem diese Wärmekraftmaschine ihre Energie gewinnt),temperaturmässig nicht weit auseinanderliegen,sodass das Erdreich,auch im Winter bei ca 8 Grad Celsius,als der warme Pol des Stirlingmotors dienen kann.Dieser Bereich der regenerativen Energieversorgung ist sehr gut für Initiativen Einzelner geeignet,die sich fragen,welchen persönlichen Beitrag sie zum Klimaschutz leisten könnten......

Simon Hauenstein 17.07.2019, 13:49:00

+35 Gut

@DeB: Die Verunglimpfung von 23.000 Wissenschaftlern mit der Unterstellung deren Arbeit nur nach Fördergeldern auszurichten ist schlichtweg falsch. Ich höre von Ihnen Ressentiments und Voruteile in Dauerschleife!

Ein Forschungsidee wird von einem unabhängigen Gremium geprüft und für förderungsfähig, oder eben nicht erklärt. Die Wissenschaft war in der Lage Ihr eigenes System der gegenseitigen Beurteilung zu schaffen und es ist keineswegs so, dass hier "utopische" Ideen keinen Platz hätten, es geht eben um rationale Argumente, die eine Abwägung nach sich ziehen...

Ich frage mich immer warum "Außenstehende zu allem Ihre Meinung los werden müssen"

Dass ein solches System in Teilen kritikwürdig ist und auch seine Negativbeispiele zeigt liegt in der Natur einer selbskontrollierenden Gemeinschaft. Ich frage mich nur mit welcher Arroganz Sie sich hier ein Urteil (eines plumpen Klischee bedienend) erlauben.

In Summe arbeiten Sie sich hier doch an der Fülle überzeugender Argumente ab, auf die Sie in Ihren Antworten keines Wegs eingehen. Ich lese fortwährend Phrasen und historische Beispiele komplexer und nicht vergleichbarer Tatsacen.

Die Klimakriese ist fundamental. Sie können gern darauf bestehen hier zur Besonnenheit zu mahnen, unsere Nachkommen, deren Zukunft Wir/Sie auf Spiel setzten werden Sie damit nicht mehr erreichen!

Das die Polotik den praktischen Lösungen akut hinterherhinkt ist uns bewusst! siehe:

https://www.youtube.com/watch?v=z3EoCKgzLo4

Das eine positive Utopie unserer Anstrengungen bedarf sollte uns bewusst sein: i.d.S.

https://www.youtube.com/watch?v=w90xvF7tPv0

Ich glaube nur wir müssen die endlosen Skeptiker überstimmen und das sehe ich in einem Chat die diesem hier endlich einmal erreicht! Die endlosen youtube chats der "Dauerskeptiker/Innovationslosen" sprechen hier leider für eine subjektiv recht große "Blase", auch wenn das objektiv nicht der Fall ist.

Also für alle anderen bedanke ich mich, für viele interessanten Fakten die ich lesen durfte!

Hans-Christoph Neidlein 15.03.2019, 11:56:57

+466 Gut Antworten

Was wollen Sie damit ausdrücken? Was ist denn die Faktenbasis der Klimaskeptiker? Und welche guten Gründe sprechen gegen mehr Klima- und Ressourcenschutz? Können Sie die nennen? Es grüßt ein denkender Bürger!

Denkender Bürger 15.03.2019, 15:30:56

+357 Gut Antworten

Was ich damit sagen will:

Viele Wissenschaftler sind zwar brilliante Theoretiker, haben aber von der Praxis keine Ahnung.

Hochstudiert, aber unfähig, Sack Wasser umzuschmeißen.

Und Fachidioten sind sie vielfach obendrein.

Deshalb ist klar, daß sie sich über moralische Unterstützung freuen und das gut heißen.

Davon gehen aber die Probleme in der Praxis nicht weg. Da müssen praktikable Lösungen her.

Und diese stecken zum Großteil eben noch in den Kinderschuhen.

Die Wissenschaftler wären gut beraten gewesen, den Kindern genau das zu erklären und sie an die Notwendigkeit einer fundierten Bildung zu erinnern, statt in das allgemeine Wehklagen einzustimmen. Dann klappt es vielleicht auch mit den Lösungen.

Denn herbeireden kann die praktikablen Lösungen der Probleme keiner - weder die Wissenschaftler, noch die Politik noch die Greta-Jünger!

Und aus seiner persönlchen Komfort-Zone (Heizung, Strom, Warmwasser, Fernseher, Smartphon, Auto) heraus will schließlich auch keiner! Ich höre noch das Geheule, als vor einigen Jahren im Münsterland für mehrere Tage der Strom ausgefallen war ...

Nur:

Wunderland gibt es nur im Märchen - alles und sofort haben kann man eben nicht.

Helmut-Mario Reiter 15.03.2019, 20:27:48

+380 Gut

Lieber denkender Bürger

Ich bin Ingenieur und kann zu Deinen Vermutungen aus eigenen Erleben feststellen:

Als ich 1983 in meiner Diplomarbeit das erste Verkehrsabgaskataster für Wien erstellte, stritten sich Industrie und Politik über Ursachen und Folgen des Waldsterbens: "Wir führen jetzt den Kathalysator bei PKW´s ein und in 5-7 Jahren ist das Problem dann beseitigt" versprachen Autokonzerne und Politik.

Als ich 2004 in der Stadt Ludwigsburg am Luftreinhalteplan mitarbeitete, versprachen Autokonzerne und Politiker: Mit der neuen Euro 6 werden wir in wenigen Jahren die Feinstaub- und Stickoxidprobleme beseitigen. Wir Steuerzahler förderten daher auch 2009 mit 5 Mrd. € den Kauf "sauberer" Neuwagen.

Als ich 2009 am Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung mit dem Ziel mitarbeitete, mit 1 Mio. Elektroautos bis 2020 die Umweltbedingungen in den Städten zu verbessern, begann ich mich zu fragen:

"Warum zum Teufel sinken die Stickoxid- und Feinstaubbelaszungen in den Städten trotz Euro 6 nicht endlich?"

Seit 2016 wissen wir, warum: Weil niemand das Ziel ernsthaft verfolgt und umgesetzt hat!

Und mir ist seither klar: Wir haben keine weitere 30 Jahre mehr für ähnlich verlogene Untätigkeit.

Aus dieser persönlichen Erfahrung unterstütze ich den Streik aller gegen die herschende Schönrederei und hoffe, dass der die Verhältnisse in Deutschland endlich ähnlich ändert wie das 1989 gelang.

Remember: We`ve got the power - let`s change the system!

Anne Levin 15.03.2019, 16:21:41

+383 Gut Antworten

Lieber denkender Bürger,

erstaunlicherweise kann ich als Professorin sogar einen Sack Wasser umschmeißen :-)

Mir ist ja nicht so ganz klar, wo Ihre Vorurteile herrühren.

Hier geht es ja gar nicht darum, zu behaupten, dass es in der Praxis große Probleme gibt für die bereits die Lösungen existieren. Aber wo ein Wille ist, ist bekanntlich ein Weg. Und bislang fehlt der politische Wille in diesem Land.

Darüberhinaus gibt es durchaus eine Vielzahl von Ideen, Patenten und Entwicklungen, die schlicht in den Schubladen bleiben (müssen), weil sie eben politisch nicht gewollt sind. An dieser Stelle darf man sich natürlich dann auch fragen, wer hat wen und mit welchem Ziel gewählt, bzw. verkörpert das Handeln der Politik tatsächlich den Willen der Bevölkerung? Oder eben den Willen derer, die unsere Nachkommen sind und sich notgedrungen mit den Folgeproblemen des Klimawandels auseinandersetzen werden müssen!

Ja, und da stimme ich Ihnen zu, das bedeutet auf jeden Fall, dass wir uns aus der Komfortzone bewegen werden müssen, auf Dinge, die uns vielleicht lieb sind, verzichten müssen.

Bernhard Kaiser 15.03.2019, 18:15:38

+369 Gut

Man beachte diesen Artikel zu der Problematik: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html#_=_ und der stammt bereits aus dem Jahre 2011!

Denkender Bürger 15.03.2019, 16:43:06

+367 Gut Antworten

Das mit den Patenten, wie unter Verschluß bleiben, weil sie politisch nicht gewollt sind ist reine Spekulation.

Und als Beispiel, daß alles eben seine Zeit braucht sein nur die Kohlerück-Gewinnung aus CO2 genannt.

https://www.energiezukunft.eu/klimawandel/forscher-verwandeln-co2-in-kohle/

Eine hervorragende Sache - das ist keine Frage!

Aber leider funktioniert das bisher nur im Labor. Bis das mal soweit entwikelt ist, daß es im großen Maßstab angewendet werden kann wird noch einige Zeit vergehen - sofern es überhaupt im großen Maßstab möglich ist. Und selbst wenn es irgendwann mal im großen Maßstab möhlich ist, dann müssen die Anlagen dazu erst mal errichtet werden. Das dauert noch mal seine Zeit.

Das ist zwar bedauerlich, aber nicht zu ändern und kann auch nicht weggeredet werden.

Mit der Brechstange geht da eben nichts das muss jeder einsehen.

In einem alten Buch (ich weiß nur leider nicht mehr wo) habe ich mal gelesen:

"Vernunft ist wohl ein viel zu seltenes Phänomen, als das man deren Ansteckungswirkung überprüfen könnte - dann schon eher Narretei."

Die ganze Friday for Future-Kampagne und der ganze Rummel darum ist dafür (mal wieder!) der beste Beweis.

Denkender Bürger 15.03.2019, 16:57:43

+390 Gut Antworten

Vielleicht ist der Grund der Unterstützung durch die Wissenschaftler aber auch ein ganz anderer und viel einfacher:

Die brauchen vielleicht einfach nur Geld - sei es für ihre wisenschaftliche Arbeit oder eine bessere Bezahlung.

Oder auch beides.

Könnte ja sein ...

Ein Schalk, wer Böses dabei denkt.

Denkender Bürger 15.03.2019, 21:33:52

+364 Gut Antworten

@ Helmut-Mario Reiter

Dann mach doch mal einen interessanten Selbstversuch:

Gehe mal auf eine der Friday for Future Veranstaltungen und und unternimm den Versuch, die Smartphons der Schüler ein.

Ist sowieso überflüssiger Konsum - wir hatten sowas früher schließlich auch nicht und haben trotzdem überlebt.

Die Dinger schädigen auch die Umwelt - durch den Materialeinsatz in der Produktion und den Elektrosmog und den Energieverbrauch im Betrieb. Also ganz klare Argumente gegen das Smartphon. Da könnten die Teilnehmer der Demos ja mal mit guten Beispiel voran gehen und auf ihre Smartphons verzischen.

Ist doch eine logische und nachvollziehbare Argumentation - oder etwa nicht?

Aber Du wirst staunen, was Du da mit dieser Argumentation erleben wirst !!!

Und dann wirst Du sehen, wen und was Du da in Wirklich gut heißt und unsterstützt.

Denkender Bürger 15.03.2019, 21:42:10

+360 Gut Antworten

Mal an alle:

So sieht das Janus-Gesicht der Öko-Lobby und der Widerspruch zwischen Anspruch und Lebensrealität aus.

 

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article190337639/Ueberall-oeko-nur-nicht-zu-Hause.html

 

Absolut lesenswert !!!

Helen 16.03.2019, 11:40:54

+355 Gut Antworten

Lieber Denkender Bürger,

Nachdem ich Ihre Kommentare gelesen habe komme ich zu dem Schluss, dass Sie in einem Parallel-Universum leben, in welchem es auf diesem Planeten keine Klima-Krise gibt. Vielleicht ist Ihnen aber auch egal wie es in 30 Jahren auf diesem Planeten aussehen wird, wenn wir nicht JETZT die Notbremse ziehen.

Wirtschaft, Banken und Politik sind JETZT gefragt die Lösungen für die Klima-Krise umzusetzen, die schon seit Jahren existieren und deren Umsetzung immer wieder angemahnt wird.

p. s. Sie scheinen zu den Menschen zugehören, deren Taktik es ist Andere in Diskussionen auf Nebenschauplätze zu verwickeln und vom eigentlichen Thema abzulenken. Traurig aber wahr.

Denkender Bürger 16.03.2019, 14:57:23

+410 Gut

Ist schon eigenartig:

Es gab Zeiten, da hat man Menschen als Ketzer hingerichtet, weil sie bezweifelt haben, daß die Erde eine Scheibe sei und im Mittelpunkt des Universums stünde. Heute gibt es Leute, die dasselbe am liebsten mit jedem tun würden, der sich der allgemeinen Klima-Hysterie widersetzt und zur Ruhe, Besonnenheit und Sachlichkeit mahnt.

Geschichte wiederholt sich nicht? - Das einzige kontinuierliche an der Geschichte ist ihre ständige Wiederholung!

Aber wie sagte schon der russische Publizist und Gesellschaftskritiker Anatoli Iwanow?

"Wir alle wissen, daß die Wahrheit bei denen liegt, denen wir den Mund verbieten!"

Denkender Bürger 16.03.2019, 15:24:12

+400 Gut

Im Übrigen:

Ich hindere niemanden daran, der Zivilisation zu entsagen und mit Kaule und Bärenfell zurück in eine Erhöhle zu ziehen.

Denkender Bürger 17.03.2019, 17:13:48

+356 Gut

@Made 777

Ist eben so eine Sache mit der Moral:

Jeder nimmt für sich in Anspruch, die gößte, beste und einzige Moral zu haben. Und daß diese jeder andere teilen müßte.

Soweit so gut - aber die Fakten bleiben darüber auf der Strecke.

Wie wäre es denn, einfach mal pragmatisch vorzugehen und beides strikt zu trennen statt es dauernd mitenander zu vermischen?

Der Sache würde das in jedem Fall weiter helfen.

Und alles andere ist sowieso eine Frage der Ansicht des jeweiligen Betrachters.

Made777 16.03.2019, 14:24:37

+392 Gut Antworten

@ denkender Bürger:

 

Als wenn das Smartphone und sein Verzicht darauf wirklich die Klimawende bringen würde. So ein Unfug!

 

Unsere Kinder sind sehr wohl bereit zu verzichten! Auf z.B. "Elterntaxifahren" sowohl innerorts wie auch landesweit (unser Älterster ist sportlich sehr aktiv), da wird egal bei welchem Wetter das Rad, die Füße oder der ÖPNV genutzt. Urlaub in die Ferne können wir Großen uns schon seit Jahren abschminken, wenn kein Zug dorthin fährt.

 

Brotdosen, coffee to stay Becher, Dauertrinkflaschen, LED Glühbirnen, Ökostrom, das Abschalten aller Standby Betriebe im Haushalt, Secondhand Sachen (!!!), regionale Lebensmittel, wenig Milchprodukte und stark reduzierter Fleischkonsum, Recycling Papier und jetzt ganz aktuell das Ziel unter 1 Kilo Plastikmüll als 6 köpfige Familie im Monat zu kommen geht alles auf unsere Kinder zurück!!! Und sie sind mit Herz und Verstand bei der Sache!

 

Also pauschal allen Kindern die Bereitschaft abzusprechen, selbst auch ihren aktiven Beitrag zu leisten / erbringen. Halte ich für eine bodenlose Frechheit!

 

Unsere Kinder haben ihre Hausaufgaben gemacht und zwar in vielfacher Hinsicht. Wenn nur die Politik einen Bruchteil dieses Engagements zeigen würde wären wir einen erheblichen Schritt weiter!

Denkender Bürger 16.03.2019, 15:01:04

+420 Gut

Danke für die Belehrung.

Wenn ich gewußt hätte, das man fürs Schulschwänzen als Held und Weltenretter gefeiert wird, wäre ich nicht in die Schule gegangen sondern hätte die Zeit anderweitig verbracht.

Bliebe der Frage, wer hier Unsinn behauptet und sich unsinnig verhält ...

Denkender Bürger 17.03.2019, 10:23:58

+385 Gut

@ Made 777

Übrigens:

Wenn Du noch einmal das Wort Glüh-Birne in den Mund nimmst, mußt Du zur Strafe eine essen!

Das heißt Glühlampe. Und weil LEDs nicht glühen, heißt es dort LED-Lampe oder LED-Tube.

Man sollte als technischer Laie besser verhalten aggieren, wenn man Fachleute belehrt ...

Made777 16.03.2019, 16:51:43

+403 Gut Antworten

Schwingt anscheinend etwas Neid mit, nicht selbst drauf gekommen zu sein wie man ein Held / Weltretter wird. Vielleicht wäre die Klimakrise dann ja schon Vergangenheit!

 

Aber die Kids sind es für mich eher weil sie für eine Sache einstehen und zwei unserer Kinder müssen die doppelte Zeit die sie für die Demos gefehlt haben jedes Mal nachsitzen. Also einfacher und weniger Aufwand wäre sicher zur Schule zu gehen!

Thomas Söllner 16.03.2019, 19:45:07

+361 Gut Antworten

In dieser ganzen Diskussion läuft leider viel zu viel durcheinander und manches ist stellenweise auch unsachlich.

Es ist gut, mit Demos für den Klimaschutz die Politik unter Druck zu setzen. Das wird aber auf die Dauer nicht reichen.

Viel mehr Druck auf die Politik könnte aufgebaut werden, wenn das ganze mit realistischen Konzepten begleitet wird.

Davon gibt es leider viel zu wenig.

Wenn z. B. als Ersatz für die Kohle- und Kernkraftwerke immer allein Windkraft und Solarenergie ins Feld geführt wird, kann ich als Techniker nur den Kopf schütteln. Da braucht es noch viel viel mehr um eine zuverlässige und stabile Stromversorgung auch nach dem Ausstieg aus Kohle und Kernkraft zu gewährleisten.

Über das Bündel an Maßnahmen gibt es aber bis jetzt keinen politischen Konsens.

Da kocht leider an vielen Stellen jeder sein eigenes Süppchen, was dann insgesamt nicht zusammenpasst, einen begrenzten Nutzen hat und viel zu teuer ist.

Wollen wir z. B. die Windkraft in der Nord- und Ostsee sowie den Küstenregionen weiter ausbauen?

Dann müssen wir auch die notwendigen Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland akzeptieren.

Oder soll künftig mehr auf dezentrale Stromerzeugung gesetzt werden?

Dann müssen auch nahe von großen Wohn- und Gewerbegebieten viele kleine bis mittlere Kraftwerke neu gebaut werden, wie z. B. mehr Kraft-/Wärmekopplung.

Daher sind Demos für den Klimaschutz gut, aber nur der erste Schritt.

Fachleute müssen realistische und bezahlbare Konzepte entwickeln.

Die Politik muss dafür politische Mehrheiten organisieren, die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen und sich in der Bevölkerung um die notwendige Akzeptanz bemühen.

Und dann müssen Behören und Fachleute alles sorgfältig planen und zu guter letzt, alles auch noch umsetzen.

Das alles braucht Zeit.

Daher sollten wir schneller als sonst von der reinen Willensbekundung zur praktischen Arbeit kommen.

Da ist leider schon viel zu viel Zeit nutzlos verstrichen.

Denkender Bürger 16.03.2019, 20:57:57

+368 Gut

Was ich die ganze Zeit sage.

Aber viele können oder wollen das in der Allgemeinen Hysterie scheinbar nicht begreifen.

Wenn ich Klima-Greta mal zitieren darf:

"Ich will, daß ihr in Panik geratet!"

Das hat sie geschafft - bei ihren Anhängern. Das sieht man an der immer weiter ausunfernden und immer unsinniger werdenden Debatte um ihre Person und die losgetretene Bewegung.

Nur sind Angst und Panik denkbar schlechte Begleiter.

Das sieht man allein daran, daß durch die aufufernde und immer unsinniger werdende Debatte alles gelöst wird, nur nicht die ansetehenden Probleme.

Dehalb kann ich allen nur sagen:

Bewart die Ruhe, handelt besonnen und überlegt und tut im entscheidenden Augenblick entschlossen das Richtige!

Denkender Bürger 16.03.2019, 22:50:42

+340 Gut

Im Übrigen ist schon jetzt absehbar, worauf die sog. Energiewende hinaus läuft:

Windparks in den Küstenregionen, Photovoltaikparks, Geothermie plus Dezentralisierung der Energieversorgung.

Das Problem bei Photovoltaikanlagen und Windparks ist nur, daß diese nicht grundlastfest sind, also nur stoßweise Energie liefern. Da braucht man Speicher, um die Zwischenzeiten zu überbrücken. Das ist zwar in Arbeit, ich stelle nur mal das Stichwort Power2 Gas in den Raum.

Aber das umzusetzen dauert eben seine Zeit - Power2 Gas als Speicher steckt leider noch in den Kinderschuhen. Und die entsprechenden Anlagen müssen ja auch noch errichtet und das Energienetz entsprechend umgebaut werden.

Sofort geht also gar nichts, wenn wir nicht ristkieren wollen, daß die Lichter ausgehen.

Das können oder wollen viele nur nicht begreifen.

Made777 17.03.2019, 13:40:13

+363 Gut Antworten

@ d... Bürger: Sehr schön wie sehr du dich als "Fachmann" an einem blöden Begriff aufhängen kannst. Wie du richtig erkannt hast wir (meine Family und ich) sind Laien, aber wir tun wenigstens was und labern nicht nur rum.

 

@Thomas Söllner: toller Beitrag! Sicher ist es nicht nur mit den Demos getan... sie sind der hoffentlich erste Schritt für ein gesellschaftliches und hoffentlich auch endlich konsequentes politisches Handeln.

 

Und es gibt so tolle Möglichkeit die viele gar nicht kennen.

Suffizienz spielt für mich da aber auch eine Rolle und bestechende alternative Ideen: so haben Freunde von uns ein Niedrigenergiehaus gebaut und decken ihren kompletten Restwärmebedarf über einen großen Wasserspeicher der über eine Solaranlage beheizt wird... oder warum hat nicht jeder (wenigstens) Neubau eine Regenwasser und/oder Brauchwasser Nutzung für Toilette und Waschmaschine (gern auch staatlich gefördert)? Damit könnte einen Großteil des Wasserverbrauchs und auch der Energieverbrauch für die Reinigung auf Trinkwasserqualität, sowie der Transport entfallen... und ... und... und ... gibt so tolle Möglichkeit die aktuell so wenig bekannt/ genutzt werden und staatlich auch nicht fokussiert werden (Sind jetzt nur zwei Beispiele von vielen).

 

Ja ein durchdachtes Konzept fehlt aktuell... und ich hoffe sehr auf Fachleute die sich den Schülern anschließen (ob aus Eltern- oder Wissenschaftler- oder Interessiertenreihen wäre mir persönlich gleich).

 

Würde es eine Stelle geben, wir für unseren Teil wären auch bereit das mit finanziellen Mitteln zu unterstützen.

 

Und da sind wir nicht allein, wie z.b. das Ocean Cleanup Projekt gezeigt hat / zeigt. Lieber mal einen ggf. auch Misserfolg riskieren als lethargisch auf dem Stuhl zu hocken und die Probleme nicht anzugehen weil sie zu groß scheinen.

 

Für eine lebenswerte Welt, sollte jeder nach seinen Möglichkeiten mit anpacken und sein Handeln hinterfragen.

 

Danke liebe Schüler, dass ihr für die nötige Aufmerksamkeit sorgt! Bis Freitag!

Denkender Bürger 17.03.2019, 20:54:43

+371 Gut Antworten

Ich muß an dieser Stelle noch mal ausdrücklich zur Ruhe und Besonnenheit mahnen!

Wohin überstürzte Entscheidungen führen können, habe ich selbst miterlebt:

Wie euphorisch haben die Leute 1990 die schnelle Einführung der D-Mark im Osten begrüßt und gefeiert.

Als dann aber die geliebte und zahlungsstarke D-Mark (so ein Slogan aus der damaligen Zeit) quasi über Nacht zu einer weitgehenden De-Industriealisierung Ostdeutschlands mit einem Heer an Arbeitslosen geführt hatte, kam der große Katzenjammer, der teilweise bis heute anhält.

Dieses Beispiel sollte Warnung genug sein!

Nicht daß wegen den Folgen einer überstürzten und unbedachten Energiewende auf einmal die Stimmung diametral ins Gegenteil umschlägt und die ganze Öko-Bewegung eines Tages in der öffentlichen Meinung als die Quelle allen Übels angesehen wird.

Made777 18.03.2019, 09:16:26

+364 Gut Antworten

Himmel ... Wer redet denn von überstürzten Handeln??? Aber wem tut es weh wenn Menschen sich entscheiden ohne bzw. mit deutlich reduzierten fossilen Rohstoffen klar zu kommen oder gleich die Käsedose mit zur Käsetheke zu nehmen und auf das kurzgenutzte, aber sehr langlebige Verpackungszeugs zu verzichten? Oder zu einem Emailprovider zu wechseln der sich klimafreundlich und sozial ausrichtet?

 

Jeder kann etwas nach seinen persönlichen Prioritäten und Möglichkeiten tun ... und Klimaschutz geht so weit über die Stromversorgung hinaus, dass eigentlich für jeden was dabei ist.

 

Es geht bei den Demos nicht um überstürztes Handeln, sondern darum das endlich überhaupt mal begonnen wird als Gesellschaft Konzepte zu entwickeln, zu diskutieren (Nur bitte nicht zu lang!) und es gemeinsam anzupacken und aus der Lethargie zu erwachen.

 

Und das nicht allein auf Konsumentenebene, sondern quer durch ALLE Bereiche und auch anzuerkennen das dadurch neue Chancen entstehen ... vielleicht ist jetzt die Zeit an etwas Neuem mitzuwirken und sich selbst miteinzubringen?

 

Aber vorsichtig es könnte auch Spaß machen, wenn man die Angst vor Veränderungen überwunden hat.

Denkender Bürger 18.03.2019, 09:57:04

+377 Gut

Das ist doch alles schon längst beschlossene Sache.

Das die fossilen Rohstoffe irgendwann zu Ende gehen und wir deswegen dort rauskommen müssen, darber redet man schon seit den 70-ern - wenn nicht noch länger. Nur die entsprechenden Technologien zu entwickeln und im großen Maßstab einzusetzen dauert nun mal seine Zeit.

Können oder wollen das viele nicht begreifen?!

Made777 20.03.2019, 00:05:32

+354 Gut Antworten

Da merkt man doch das Reden allein nicht hilft und jetzt mal Zeit ist zu handeln.

 

Ach als die EU den Gesetzesentwurf auf den Weg brauchte das zukünftig Staubsauger nur noch 900 Watt Nennleistung haben sollen, war der Aufschrei der Industrie riesig, dass das gar nicht möglich sei, so ordentlich zu saugen. Das Gesetz kam dennoch. Und jetzt?

 

Es ging dann doch und sie sind jetzt überall erhältlich und saugen prima.

 

Manchmal muss das Ziel klar formuliert sein, dann führt auch ein direkter Weg dahin!

merith streicher 27.03.2019, 11:08:43

+315 Gut Antworten

Schüler*innen, Studierende sind keine Schwänzer*innen, genausoweinig sind die Lehrer*innen, Professoren*innen, die

fridaysforfuture fernbleiben, keine Schwänzer*innen. Sie traun sich noch nicht.

Denkender Bürger 28.03.2019, 01:43:22

+322 Gut

@ merith streicher

 

Könnte es sein, daß diejenigen, die dem ganzen Hokuspokus fernbleiben einfach vernünft genug sind, zu erkennen, daß die Probleme zu komplex und zu umfangreich sind, als das man ihnen mit Emotionen allein begegnen kann?

Könnte ja sein ...

Mit Emotionen jat noch nie jemand ein Problem gelöst. Genausowenig wie mit Wegreden.

Aber genau darauf läuft die ganze Sache hinaus. Deswegen ist die ganze Kampagne für den denkenden Menschen nicht anderes als eine Reise nach Absurdistan.

Erneuerbar 25.05.2019, 14:59:00

+108 Gut Antworten

Ein Teil der erneurbaren Energie wird verschwendet, weil die Stromnetze nicht ausgebaut wurden. Das Thema wird seit 10-15 Jahren von der Politik bei vollem Bewusstsein verschleppt.

Solch eine Ressourcenverschwendung soll aufhören.

Erneuerbar 25.05.2019, 14:59:04

+117 Gut Antworten

Ein Teil der erneurbaren Energie wird verschwendet, weil die Stromnetze nicht ausgebaut wurden. Das Thema wird seit 10-15 Jahren von der Politik bei vollem Bewusstsein verschleppt.

Solch eine Ressourcenverschwendung soll aufhören.

Free Internet Activist 26.05.2019, 12:06:35

Liebe ehrenwerte Streiter für mehr Klimaschutz und Verteidiger der Wissenschaft,

 

ich kann Ihnen nur empfehlen, nicht auf Argumente von Individuen des Schlages "Denkender Bürger" [DeB] einzugehen. Solche Individuen wissen ohnehin alles besser und sind auch nicht Willens, anderen Argumenten Gehör zu schenken. Im schlimmsten Fall haben Sie sich sogar auf einen menschlichen Troll eingelassen.

 

DeB betreibt Bashing gegen alle, die nicht seiner Meinung sind. Sein Argument, dass wir alle im Wohlstand leben und uns davon trennen müssen - Stichwort: Smartphones, Heizung, Strom, Warmwasser -, um Kritik an unserem Wohlstand zu üben, ist fadenscheinig. Denn damit wird in letzter Konsequenz nur Ureinwohnern im brasilianischen Regenwald oder Zero-Eco-Footprint-Menschen das Recht auf Kritik an unserem Lebensstil und der resultierenden Umweltzerstörung und Klimaerhitzung zugesprochen.

 

Sein Argument, dass Wissenschaftler nur theoretisieren und nicht viel zum praktischen Leben beitragen, zeugt von Ignoranz. Benutzt dieses Individuum das Internet? Besitzt er ein Auto oder Smartphone? Profitiert er von moderner Medizin? Die Liste der Fragen, die dieses Individuum wohl alle mit "ja" beantworten muss, ließe sich fortsetzen.

 

Sein Argument, dass kritische Wissenschaftler bezahlt werden, wenn sie sich für mehr Klimaschutz einsetzen, verdreht die Tatsachen. Woher sollen die Wissenschaftler das viele Geld bekommen? Sind es doch die große Zahl von finanzstarken Organisationen in Wirtschaft und Industrie, die daran interessiert sind, den Status Quo und ein Weiter-So in der Umweltzerstörung und Klimaerhitzung in Kauf zu nehmen. Wenn Wissenschaftler Geldverdienen zum Ziel haben, werden sie sich sicher nicht gegen Wirtschaft und Industrie positionieren.

 

Deshalb kann ich nur raten, Individuen wie DeB reden zu lassen und nicht auf deren fadenscheinige Argumente einzugehen. Es gibt dringenderes zu tun, als die eigene Zeit damit zu vergeuden. Scharlatane werden nur durch Beachtung gestärkt.


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