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Kommunale Energiewende in HagenDigitale Plattform macht Klimadaten sichtbar und nutzbar

Blick von einem grünen Hügel auf die Stadt Hagen
Die Stadt Hagen in NRW will ihre klimafreundliche Transformation mit Hilfe von Digitalisierung vorantreiben. (Foto (Ausschnitt): Ennepetaler86 / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons)

Im Rahmen des dena-Pilotprojekts klimakommune.digital startet Hagen als Smart City eine neue digitale Plattform. Sie vernetzt Energie-, Umwelt- und Verkehrsdaten und will damit eine datenbasierte Klimapolitik ermöglichen.

08.07.2025 – Kommunen in Deutschland haben zu kämpfen – mit Klimawandelfolgen und der Umsetzung der Energie- und Wärmewende. Als Grundlage für eine klimafreundliche Stadtentwicklung nutzt die nordrhein-westfälische Großstadt Hagen nun eine digitale Plattform zur Erfassung und Analyse von sektorenübergreifenden Echtzeitdaten. Über ein Dashboard werden Energieverbräuche, Emissionen, Verkehrsflüsse, Pegelstände und weitere klimarelevante Daten für Verwaltung, Politik und Bürgerschaft öffentlich sichtbar. Mit dem Plattformstart erreicht das Pilotprojekt klimakommune.digital unter Leitung des Future Energy Lab der dena (Deutsche Energie-Agentur) ein zentrales technologisches Ziel: Erstmals fließen alle Projektdaten gebündelt in einer Urban Data Platform zusammen.

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Schlüsselakteure für Klimaschutz und Energiewende

„Städte und Kommunen sind Schlüsselakteure für erfolgreichen Klimaschutz durch Energiewende und Digitalisierung“, sagt Philipp Richard, Bereichsleiter Digitale Technologien & Start-up-Ökosystem bei der dena. „Urban Data Plattformen bilden dabei zentrale Bausteine für die klimaneutrale Stadt von morgen. Das Projekt in Hagen zeigt, wie entlang der gesamten kommunalen Datenwertschöpfungskette – von der Erfassung über die Analyse bis hin zur transparenten Nutzung – messbarer Mehrwert entsteht. Damit können Kommunen gezielt Energieverbräuche senken, CO₂-Emissionen reduzieren, Kosten sparen und die Basis für neue digitale Services schaffen.“

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Breite Anwendung: Von Verkehrsflüssen bis zu Frühwarnsystemen

Die Plattform ist ab sofort online zugänglich und aggregiert Daten aus zentralen kommunalen Sektoren – von Gebäuden über Verkehr bis zur Wärmeversorgung. Neben der technischen Infrastruktur steht auch der Nutzen für die Stadtgesellschaft im Fokus. Bürgerinnen und Bürger könnten etwa durch Verkehrsflussdaten und Parkplatzbelegungen klimafreundlichere Mobilitätsentscheidungen treffen. Pegelsensoren und Luftgütedaten unterstützen bestehende Systeme von Feuerwehr und Katastrophenschutz bei der Klimafolgenanpassung. Städtische Einrichtungen nutzen die Daten zudem für ein modernes Energiemanagement und zur Emissionsminderung.

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Ein historisches Gebäude mit hellem Putz und symmetrischen Fenstern, vor dem einige Bäume und große Pflanzkübel auf einem gepflasterten Platz stehen. Eine Treppe führt zum Eingang, über dem das Schild „Rathaus“ hängt. Im Hintergrund ist ein Kirchturm mit schwarzer Spitze zu sehen, daneben stehen Fachwerkhäuser und ein Auto. Zwei Fahnenmasten mit wehenden Flaggen ragen in den Himmel, der bewölkt ist.
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Mögliche Blaupause für eine klimafreundliche Transformation

Das Projekt diene dabei nicht nur Hagen selbst, so die dena. Die gewonnenen Erkenntnisse und Technologien fließen in einen modularen Baukasten ein, der zukünftig anderen Kommunen als Blaupause für eine digitale und klimafreundliche Transformation dienen soll.

Mit dem Projekt klimakommune.digital hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) die digitale Erhebung von Daten zur Ermittlung der CO2-Emissionen in Kommunen zum zentralen Betrachtungsgegenstand gemacht. Das Projekt ist durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) finanziert. Am Beispiel der Stadt Hagen werden unter Zuhilfenahme geeigneter digitaler Technologien Lösungen erprobt, die in einer signifikanten Verbesserung der Erhebung und Bereitstellung kommunaler CO2-Daten resultieren sollen. Weitere Informationen unter: https://future-energy-lab.de/projects/klimakommune-digital/

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