Multilaterale Entwicklungsbanken: Mehr Geld für internationale Klimafinanzierung mobilisiert

Die Klimafinanzierung durch multilaterale Entwicklungsbanken stieg im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf den Rekordwert von 137 Milliarden US-Dollar. Der Großteil der Mittel floss in Volkswirtschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
16.09.2025 – Darüber hinaus erreichte das von multilateralen Entwicklungsbanken (MDBs) mobilisierte private Kapital für Klimaschutzmaßnahmen im Jahr 2024 rund 134 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der aktuelle Bericht Joint MDB Climate Finance Report 2024 zeigt.
Die neuesten Klimafinanzierungsdaten der MDBs dienen als Grundlage für die Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz (COP30) im November 2025 in Belém, Brasilien. Die Ausweitung der Klimafinanzierung wird ein zentrales Thema der COP30 sein. Auf dem letzten Gipfel, im November 2024 in Baku, Aserbaidschan, hatten sich die Staaten darauf verständigt, die Unterstützung für Entwicklungsländer bis 2035 auf mindestens 1,3 Billionen US-Dollar jährlich aus öffentlichen und privaten Quellen zu erhöhen.
Abkehr von fossilen Brennstoffen voranbringen
„Die rasante technologische Transformation und die turbulenten Zeiten machen Klimafinanzierung wichtiger denn je. Die Bekämpfung der Klimakrise ist ein Ziel an sich – doch die beschleunigte Abkehr von fossilen Brennstoffen stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaften und verringert geopolitische Risiken.“, erklärte Gianpiero Nacci, Managing Director Climate Strategy and Delivery bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und -entwicklung (EBRD). Klimafinanzierung stehe im Zentrum der Bemühungen der multilateralen Entwicklungsbanken, nachhaltige Entwicklung weltweit voranzubringen. Mit Investitionen in Erneuerbare Energien, grüne Städte, sauberen Verkehr sowie Wasser- und Ernährungssicherheit würden MDBs dazu beitragen, Länder den Zielen für nachhaltige Entwicklung näherzubringen, unterstrich Nacci.
85,1 Mrd. Dollar für Niedrig- und mittlere Einkommensländer
Im vergangenen Jahr entfielen 85,1 Milliarden US-Dollar der MDB-Klimafinanzierung auf Volkswirtschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Dort hat sich die Klimafinanzierung in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt und stieg allein im Jahresvergleich um 14 Prozent. Von dieser Summe gingen 69 Prozent – also 58,8 Milliarden US-Dollar – in Klimaschutzmaßnahmen (Mitigation), während 26,3 Milliarden US-Dollar (31 Prozent) der Anpassung an den Klimawandel dienten. Das mobilisierte private Kapital für Klimainvestitionen in diesen Ländern belief sich auf 33 Milliarden US-Dollar.
51,5 Mrd. Dollar für Hocheinkommensländer
2024 stellten MDBs für Hocheinkommensländer insgesamt 51,5 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung bereit. Davon entfielen 46,5 Milliarden US-Dollar (90 Prozent) auf Klimaschutzmaßnahmen und 5 Milliarden US-Dollar (10 Prozent) auf Anpassungsmaßnahmen. Zusätzlich erreichte das mobilisierte private Kapital für Klimainvestitionen in Hocheinkommensländern 101 Milliarden US-Dollar.
Die Finanzierungszusagen der COP29
Auf der COP29 in Baku legten MDBs Finanzierungszusagen vor, um Ländern bei der Erreichung ehrgeiziger Klimaziele zu helfen. Bis 2030 verpflichteten sie sich, jährlich 120 Milliarden US-Dollar an gemeinsamer Klimafinanzierung für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereitzustellen – davon 42 Milliarden US-Dollar für Anpassung – und zusätzlich 65 Milliarden US-Dollar jährlich aus privaten Quellen zu mobilisieren.
Für Hocheinkommensländer prognostizieren MDBs bis 2030 jährlich 50 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung, darunter 7 Milliarden US-Dollar für Anpassung, ergänzt um weitere 65 Milliarden US-Dollar mobilisiertes privates Kapital. hcn






















































