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Schwammstadt MannheimWasser sparen und Wohnquartier kühlen

Mehrfamilienhäuser umschließen ein künstliches Wasserbecken
In einem Teichsystem wird im Wohnquartier Aubuckel Grauwasser und Regenwasser aufgefangen und aufbereitet. (Foto: Annette Rudolph-Cleff/TU Darmstadt)

In einem Wohnquartier in Mannheim nimmt ein künstlicher Teich das Brauchwasser der Bewohner auf. Außerdem dient er als Auffangbecken für Regenwasser. Das gereinigte Wasser kann erneut genutzt werden – für WC-Spülung oder sogar zum Wäschewaschen.

11.08.2025 – Drei Mehrfamilienhäuser mit fast 120 Wohnungen umfasst das Wohnquartier Aubuckel im Mannheimer Stadtteil Freudenheim, in das die ersten Bewohner gerade einziehen. Von einer Blaupause für Deutschland spricht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt gefördert hat. Denn im Quartier wird das Brauch- oder Grauwasser aus Duschen, Handwaschbecken und Waschmaschinen nicht einfach in die Kanalisation eingeleitet, sondern in ein Teichsystem.

Gereinigt zurück in die Haushalte

Per Ultrafiltrationsanlage wird das Wasser gereinigt und fließt größtenteils zurück in die Haushalte, steht erneut für WC-Spülung oder den erneuten Einsatz in der Waschmaschine zur Verfügung. Die Teiche befinden sich direkt im Quartier und sind so gestaltet, dass sie Raum für erholsame Stunden der Anwohner bieten. „Temperaturanstieg und dadurch Dürre, Hitze, Grundwasserstress, aber auch Starkregen und Überschwemmungen zwingen bei städtischen Planungen zum radikalen Umdenken. Mehr Brauchwasser- statt Frischwassernutzung muss die Devise sein“, erklärt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Speicher für Regenwasser

Die Teiche nehmen außerdem überschüssiges Regenwasser auf, das zur Bewässerung der Grünanlagen zum Einsatz kommt. Bei Starkregen kann das System große Wassermassen aufnehmen. Zudem kühlen die Wasserflächen das Areal bei starker Hitze. Mit allen diesen verschiedenen Funktionen weist das Projekt den Weg, wie Städte und Kommunen mit den Folgen der Klimakrisen klarkommen und gleichzeitig kostbares Wasser sparen können.

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Schutz der Wasserversorgung ist auch eine Sicherheitsfrage

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