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CO2-Ausstoß steigt unaufhaltsam

Der weltweite CO2-Ausstoß ist auch 2013 weiter angestiegen. (Bild: © Martin Berk/ pixelio.de)
Der weltweite CO2-Ausstoß ist auch 2013 weiter angestiegen. (Bild: © Martin Berk/ pixelio.de)

Erstmals wurde im Jahr 2013 die Marke von 35 Milliarden Tonnen CO2 überschritten, das weltweit in die Atmosphäre gepustet wurde. Die größten Klimakiller sind China und die USA. Das kleine Deutschland allerdings landet auf dem sechsten Platz des Länder-Rankings.

15.08.2014 – 2013 war wieder ein Rekordjahr für den Klimawandel. Mit 35,1 Milliarden Tonnen wurden weltweit rund 670 Millionen Tonnen Kohlendioxid mehr aus fossilen Energieträgern in die Atmosphäre emittiert als im Vorjahr, in dem rund 34,4 Milliarden Tonnen in die Luft gepustet wurden. Das teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Das ist seit der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2009 der fünfte Anstieg in Folge.

„Der jährliche Anstieg ist scheinbar unaufhaltsam, das Jahr mit dem  globalen CO2-Peak und damit der Wendepunkt noch nicht absehbar", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch in Münster. Die Entwicklung untermauert das IWR-Trendszenario aus dem Jahr 2012, wonach die weltweiten CO2-Emissionen auf über 40 Milliarden Tonnen bis zum Jahr 2020 zunehmen könnten. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 waren es noch 22,7 Milliarden Tonnen pro Jahr. Das CO2-Länderranking 2013 führt China mit 9,5 Milliarden Tonnen vor den USA mit 5,9 Milliarden Tonnen, Indien mit 1,9 Milliarden Tonnen und Russland mit 1,7 Milliarden Tonnen an. Auf Platz fünf folgt Japan mit 1,4 Milliarden Tonnen vor Deutschland mit 0,84 Milliarden Tonnen.

Im Jahr 2015 soll in Paris als Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll ein neues Abkommen mit verbindlichen Klimazielen für alle 194 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention vereinbart werden, das 2020 in Kraft treten soll. Der aktuelle globale CO2-Trend zeigt, dass der jährliche CO2-Emissionszuwachs weiterhin unvermindert anhält. Um diesen jährlichen Anstieg durch den Einsatz regenerativer Energietechniken zu kompensieren, sind nach IWR-Berechnungen weltweite Investitionen in Höhe von 560 Milliarden Euro jährlich notwendig. Die Einschätzung des IWR ist, dass ein Investitionsmodell wie der CERINA-Plan (CO2 Emissions and Renewable Investment Action Plan) den Klimaschutz in den Ländern eher mobilisieren und den jährlichen CO2-Zuwachs kompensieren könnte als ein Begrenzungsansatz mit Strafen bei Nichteinhaltung der vereinbarten CO2-Minderungsziele. rr


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