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Klimaschädliche TreibhausgaseDeutsche CO2-Emissionen stagnieren seit acht Jahren

Seit 2009 haben sich die Treibhausgasemissionen in Deutschland nur minimal verringert, Bundeskanzlerin Merkel versagt beim Klimaschutz. (Foto: pixabay, CC0 1.0)

Weltweit steigen die Treibhausgase erneut an und auch in Deutschland sieht es nicht gut aus: Im vergangenen Jahr gingen die Emissionen nur minimal zurück, seit acht Jahren regiert der Stillstand im deutschen Klimaschutz – trotz aller Versprechungen.

29.03.2018 – Ersten Schätzungen des Umweltbundesamts zufolge wurden im vergangenen Jahr 4,7 Millionen Tonnen Treibhausgase weniger freigesetzt als noch 2016, mit 905 Millionen Tonnen liegen die Emissionen dennoch nur minimal unter dem Wert von 2009 und sogar höher als 2014. Das bedeutet: Seit acht Jahren regiert nun mehr der Stillstand im deutschen Klimaschutz. Obwohl Kanzlerin Angela Merkel auf internationaler Bühne kaum eine Gelegenheit auslässt, sich als Vorkämpferin gegen den Klimawandel darzustellen, versagen ihre Regierungen beim Senken klimaschädlicher Treibhausgase. Die Klimaziele für 2020 wurden bereits aufgegeben.

Sorgenkind Verkehrswende

Die Energiewirtschaft konnte 2017 ihre Emissionen um vier Prozent bzw. 13,7 Millionen Tonnen mindern. Gründe sieht das Umweltbundesamt in erster Linie durch eine hohe Einspeisung von Windkraftanlagen und infolge dessen eine geringere Verstromung von Steinkohle. Zudem wurden einige Kohlekraftwerke stillgelegt. In der Industrie stiegen die Emissionen aufgrund der guten Konjunktur dagegen um 2,5 Prozent, die Werte der Landwirtschaft stagnierten.

Sorgenkind der Energiewende bleibt nach wie vor der Verkehrssektor, dessen Emissionen erneut um gut zwei Prozent bzw. 3,8 Millionen Tonnen auf 170,6 Millionen Tonnen zunahmen. Ein Grund dafür ist die gestiegene Anzahl von Autos, im vergangenen Jahr fuhren 1,5 Prozent mehr Pkw auf den Straßen der Republik als noch 2016. Zudem wuchs der Lkw-Bestand um gut vier Prozent und auch der Güterverkehr auf der Straße nahm erneut zu.

CO2-Budget bereits aufgebraucht

Wie dramatisch der ausbleibende Rückgang deutscher Treibhausgasemissionen ist, zeigt eine aktuelle Studie, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Demnach hat Deutschland bis Ende März so viele klimaschädliche Emissionen ausgestoßen wie zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens für das gesamte Jahr erlaubt wären. Die 217 Millionen Tonnen Kohlendioxid seien bereits zum 28. März in die Luft emittiert worden, heißt es in der Studie der Nymoen Strategieberatung, die von der Brancheninitiative Zukunft Erdgas in Auftrag gegeben wurde und auf Daten von WWF-Berichten beruhen soll. cw


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