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Wie der Klimawandel Ökokraftwerke beeinflusst

Der Klimawandel verändert in Deutschland den Pegel der Flüsse - und damit die Energieausbeute von Wasserkraftwerken. (Bild: © E. Kopp/ pixelio.de)
Der Klimawandel verändert in Deutschland den Pegel der Flüsse - und damit die Energieausbeute von Wasserkraftwerken. (Bild: © E. Kopp/ pixelio.de)

Eine meteorologische Studie geht der Frage nach, wie der Klimawandel die Ökostromausbeute in Deutschland beeinflusst. Im Fokus stehen Wind- und Wasserkraftwerke sowie thermische Anlagen. Das Ergebnis der Wissenschaftler fällt relativ beruhigend aus.

02.07.2015 – Der Klimawandel bringt zahlreiche Veränderungen mit sich, die von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen können. In Deutschland zum Beispiel spielt der Deichschutz eine Rolle, vermehrte und stärkere Unwetter und teure Hochwasserschäden an Straßen, Dörfern und Städten nahe großer Flüsse. Da Deutschland zudem das Geburtsland der Energiewende ist, hat ein Forscherteam um Hagen Koch sich in einer Studie der Fragestellung gewidmet, ob der Klimawandel die heimische Ökostromerzeugung künftig verändert.

Ergebnisse erster Untersuchungen zu der Frage, welchen Einfluss die Erderwärmung auf die Energieausbeute von Ökokraftwerken hat, wurden bereits in den jüngeren Reports des UN-Klimarates IPCC veröffentlicht. Dabei wurde unter anderem ersichtlich, dass die Wasserkraftproduktion in vielen südlichen Ländern durch Trockenheit und den damit verbundenen Abfall der Wasserpegels von Flüssen deutlich abnehmen wird.

Die aktuelle Studie mit dem Titel „The impact of climate change and variability on the generation of electrical power“ stammt aus der Feder von Wissenschaftlern des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung und des Forschungszentrums Jülich. Das Autorenteam untersucht die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökostromproduktion in Deutschland. Der Fokus liegt dabei auf thermischen Kraftwerken, Windkraft- und Wasserkraftwerken.

Ergebnis: Windräder werden sich auch in einem heißeren oder regenreicheren Deutschland drehen wie bisher, denn auf die Windausbeute hat der Klimawandel hierzulande kaum Einfluss. Anders dagegen sieht es bei Wasserkraftwerken aus. Aufgrund geringerer Wasserbewegung und abnehmender Pegel in den Flüssen könnte die Energieausbeute sinken. Durch die Modernisierung alter Anlagen mit neuer Technik und einen geringen Zubau neuer Anlagen ließe sich der Verlust jedoch leicht auffangen, so die Autoren. Bei thermischen Anlagen sind ebenfalls moderate Verluste zu erwarten, die durch technische Modernisierungsmaßnahmen aufgefangen werden können. rr


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