15.04.2026 - Als Marissa mit sechs Jahren ihre Mutter verliert, beschließt ihr Vater, ein Meeresbiologe, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzuführen. Vater und Tochter gehen von New York nach Thailand. Dort trifft Marissa Arielle, und eine geradezu märchenhafte Freundschaft voller intuitivem Vertrauen entsteht. Die beiden Mädchen genießen ein privilegiertes unbeschwertes Leben.
Unter der Woche leben die Mädchen in dem Resort von Arielles Eltern; an den Wochenenden verbringen sie ihre Zeit mit Marissas Vater auf einer nahen gelegenen Insel, zu der nur Forschende Zutritt haben. Gemeinsam entdecken die Mädchen die zerbrechlichen Wunder der Riffe, Wälder und Strände. Gemeinsam lernen sie, in die Tiefe zu tauchen und minutenlang den Atem anzuhalten. Sie bewegen sich ebenso mühelos im Wasser wie die Mantarochen, die sie mit Namen kennen.
Doch dann kommt eine riesige Welle, der Arielle nicht entkommen kann.
Jahre später ist Marissa zurück in New York, orientierungslos und verfolgt von der Erinnerung an ihre Freundin. Der Wetterdienst warnt vor einem Unwetter nie dagewesenen Ausmaßes. Im Laufe zweier schicksalhafter Tage kehrt die Vergangenheit zu Marissa zurück. Zufällige kleine Begebenheiten drängen sich in den Vordergrund, die Welt dahinter verschwimmt. Marielle trauert noch immer, ihr begegnet Arielle und kommentiert spöttisch, was Marielle erlebt.
Ein Buch über Trauer, ihre vielgestaltigen Formen, die jeder anders durchlebt und die sich nicht an vorgegebene Zeiten oder Muster hält.
Die Autorin Tara K. Menon wurde in Indien geboren und wuchs in Singapur auf. „Unter Wasser“ ist ihr erster Roman.
Unter Wasser
Tara Menon
Dumont 2026, Hardcover, 208 Seiten
ISBN 978-3-7558-0055-2
23 Euro















































